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"Absurder Kniefall vor LGBTQIA-Befindlichkeiten"

AfD schäumt über EuGH-Urteil zu Regenbogenfamilien

Kinder aus Regenbogenfamilien müssen nach Ansicht der AfD diskriminiert werden. Ein gegenteiliges Urteil des Europäischen Gerichtshofs führte nun zu Unmut bei der Rechtsaußenpartei.


Beatrix von Storch bei einem Besuch bei der rechtsradikalen Regierung von Brasilien im Juli (Bild: Ministério da Ciência, Tecnologia e Inovações / flickr)

Die AfD übt scharfe Kritik an der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Dienstag, in dem die Rechte von Regenbogenfamilien und deren Kindern gestärkt worden waren. Das Luxemburger Gericht hatte in einer Klage gegen Bulgarien entschieden, dass das Herkunftsland eines Elternteils die dortige Staatsangehörigkeit auch für das Kind anerkennen muss, selbst wenn es sich bei den Eltern um eine Regenbogenfamilie handelt (queer.de berichtete).

AfD-Vizechefin Beatrix von Storch erklärte als Reaktion auf das Urteil: "Jedes Kind hat aus der Natur der Sache her das Recht auf Vater und Mutter." Es sei nicht "Angelegenheit der EU, die Homo-Ehe einem souveränen Nationalstaat aufzuzwingen". Weiter erklärte die passionierte LGBTI-Gegnerin: "Wenn Bulgarien die Homo-Ehe anders beurteilt als Spanien, dann gibt es keinen Grund der Welt, Bulgarien den Wertvorstellungen Spaniens zu unterwerfen, in das nationales Recht einzugreifen und die nationale Souveränität und Identität zu verletzen." Im Gegensatz zur Äußerung von Storchs hatte das Gericht übrigens nicht entschieden, dass Bulgarien die Ehe öffnen muss, sondern lediglich, dass das Recht auf Freizügigkeit innerhalb der EU auch für Regenbogenfamilien gilt.

Von Storch weiter: "Der Erfolg der Klägerinnen vor dem EuGH ist eine Niederlage für die Souveränität der Nationalstaaten und für das Kindeswohl." Auf ihrer Propaganda-Seite "Freie Welt" veröffentlichte sie einen Artikel zu dem Urteil und kalauerte in der Überschrift: "Für eine 50%-Frauenquote bei Eltern".



"Familienbild wird weiter zersetzt"

Noch radikaler drückte sich die AfD-Europaparlamentarierin Christine Anderson aus. Zu dem Urteil schrieb sie auf Twitter: "Das ist wider jeder Biologie, zersetzt weiter das Familienbild aus Vater/Mutter & ist ein absurder Kniefall vor #LGBTQIA Befindlichkeiten!" Dazu verlinkte die Politikerin aus Fulda einen Bericht der rechtsradikalen Zeitung "Junge Freiheit".



LGBTI-Aktivist*innen hatten das Urteil dagegen begrüßt, weil damit Kinder aus Regenbogenfamilien besser geschützt würden. "Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist bahnbrechend für Regenbogenfamilien in der ganzen EU", erklärte etwa Gabriela Lünsmann, Mitglied im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD). (dk)



#1 AtreusProfil
#2 Indigo73Anonym
  • 16.12.2021, 13:10h
  • Ich finde es immer so tragisch, wie diese Leute sich selbst widersprechen. Es geht ihnen angeblich ums Kindeswohl. Nun, in dem Urteil geht es ums Kindeswohl. Kinder suchen sich nicht aus, in welche Art von Familie sie geboren werden. Also sollten sie auch nicht diskriminiert werden, ganz gleich, ob sie mit Vater und Mutter, zwei Müttern, fünf Vätern oder nur einem Elternteil leben.
    Ein Familienbild a la AfD funktioniert doch schon bei hetero-Patchworkfamilien nicht mehr. Da gibt es theoretisch dann auch zwei Väter oder zwei Mütter etc., je nach dem, wie die Familie sich nach Trennungen und Hochzeiten zusammensetzt. Es gibt auch Hetero-Frauen, die sich künstlich befruchten lassen - und das Kind dann allein großziehen. Es gibt längst diverse Familienmodelle, die noch nicht mal alle was mit LGBTQ* zu tun haben.
    Ich frage mich immer, ob Leute wie die Storch das ernst meinen oder ob sie nur irgendeinen Grund suchen, um gegen alles zu sein, was sich seit dem Dritten Reich verändert hat. Ich würde ja gern "seit den 1950ern" sagen, aber gegen Demokratie sind sie ja auch ...
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#3 DelfinoProfil
  • 16.12.2021, 13:28hPlaya del Ingles
  • so,so also die Stoerchin fordert eine 50% ige Frauenquote bei Eltern. Hat sie das auch der Weidel gesagt und auch bei der gefordert?
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#4 YomenAnonym
  • 16.12.2021, 15:53h
  • Niemand kann etwas für seine Herkunft. Nichts aus der Familiengeschichte zu lernen, ist aber Frau Vogel anzukreiden.
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#5 qwertzuiopüAnonym
  • 16.12.2021, 16:39h
  • Richterschelte als Teil der Legislative, kein Problem für die selbsternannte Rechtstaatspartei :)
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#6 YannickAnonym
  • 16.12.2021, 18:12h
  • Da sieht man wieder mal, dass die AfD zwar gerne behauptet, wir würden Kindern schaden, aber in Wirklichkeit sind sie es, die Kindern schaden.
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#7 WeidelstorchAnonym
  • 16.12.2021, 18:22h
  • Und die Weidel mit ihrer Frau in der Schweiz?
    Warum beziehen beide, also Weidlerin und Störchin, nicht einmal Stellung klar zu diesem neuesten Bumms?
    So viel, selbst tief hängende Augen, können die doch gar nicht schließen.
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#8 tchantchesProfil
#9 MichaKHProfil
  • 16.12.2021, 18:58hBad Kreuznach
  • Ich würde gern mal ein Gespräch zwischen Frau von Storch und Frau Weidel zu diesem Thema hören
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#10 dellbronx51069Anonym
  • 16.12.2021, 20:16h
  • Auf dem Bild sieht die Störchin ja schon richtig ausgekotzt aus. Schön ausgesucht! Passt zu ihr.
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