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Widerspruch!

Die erste Wonder Woman liest J.K. Rowling die Leviten

Auch Promis zeigen sich über die zunehmende Transphobie der "Harry Potter"-Autorin empört – und geben in sozialen Netzwerken Kontra.


Lynda Carter spielte in den Siebzigerjahren Diana Prince alias Wonder Woman (Bild: CBS)

Kultstar Lynda Carter hat viel Lob für einen Tweet erhalten, mit dem sie auf die transphoben Attacken von J.K. Rowling eingeht. Wörtlich schrieb die 70-Jährige: "Man muss nicht trans sein, um zu verstehen, wie wichtig es ist, trans Menschen und ihre Identitäten zu respektieren. Das Leben ist einfach zu kurz. Ich kann nicht verstehen, wie man seine Prominenz nutzen kann, um andere niederzumachen. Das ergibt keinen Sinn."

Twitter / RealLyndaCarter

Damit geht Carter offensichtlich auf einen Tweet von J.K. Rowling ein, in dem die britische Autorin in Bezug auf trans Frauen von einer "penishaltigen Person" sprach, die Frauen vergewaltige (queer.de berichtete). Rowling hatte zuletzt vermehrt mit gegen trans Frauen gerichteten Äußerungen für Aufregung gesorgt.

Carter spielte Wonder Woman in der gleichnamigen CBS-Serie aus den Jahren 1975 bis 1979. Sie war in der queeren Community mit dieser Rolle sehr populär – mutmaßlich, weil zu dieser Zeit fast immer Männer die Heldenrolle im TV übernahmen und die Umkehr der tradierten Geschlechterrollen faszinierend erschien. Später setzte sich Carter aber auch aktiv für queere Rechte ein – bei mehreren CSDs, etwa in Washington oder New York City, agierte sie als Schirmfrau.

Direktlink | Wonder Woman besiegt – nach einigen anfänglichen Problemen – auch die bösen Nazis
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Auch andere Promis kritisierten die Äußerungen von Rowling scharf. "Queer Eye"-Star Jonathan Van Ness, dessen erste eigene TV-Show nächsten Monat auf Netflix startet, schrieb etwa als Reaktion auf Rowlings Behauptung, trans Frauen seien eine Gefahr für cisgeschlechtliche Frauen: "Die größten Bedrohungen gegen Frauen gingen schon immer von cisgeschlechtlichen Männern aus. Nicht von trans Frauen, auch wenn euch J.K. unerlässlich mit transphoben und giftigen Beschreibungen von Einzelfällen von etwas anderem überzeugen will. Aber während trans Frauen angegriffen werden, keinen Job erhalten, getötet und vergewaltigt werden, sitzt J.K. sicher in ihrer Villa." (dk)

Twitter / jvn
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#1 BaerchenProfil
  • 17.12.2021, 11:53hzuhause
  • Brava Frau Carter, es wird Zeit das man dieser Autorin endlich einmal zeigt das sie sich nicht alles erlauben kann.
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#2 DestroyaAnonym
  • 17.12.2021, 13:06h
  • Für TERFs sind aber Transfrauen und Intersexuelle cisgeschlechtliche Männer, wenn sie sexuelles interesse an Frauen haben.

    In der Welt der TERFs gibt es nur Männer und Frauen und kranke Männer und Frauen. Intersexuelle sind Männer oder Frauen mit einer genetischen Störung (Wer was ist legen die TERFs fest) und Transsexuelle sind eben psychisch oder psychiatrisch kranke Menschen.

    Das problem ist, das diese Menschen nicht differenzieren können. Sie müssen alles was von einem Mann/Frau Weltbild abweicht, als obsolete für die Geschlechtszuschreibung betrachten.

    Sie glauben z.B. auch, das Menschen von Natur aus keine sog. Sekundären Geschlechtsmerkmale haben und das diese nichts mit ihrem Geschlecht zu tun hätten. Wissenschaftlich ist das Unsinn, weil Brüste bei Männern und Bart bei Frauen statistisch extrem selten sind, aber das ignorieren diese Leute.

    Es gibt da auch so komsich geschlechtsneutrale Körperzeichungen von der TERF Szene, wo so sterile, geschlechtsneurtrale Leute gezeichnet werden die so, so gut wie nie vorkommen. Kaum jemand sieht so eunuchoid von Natur aus aus und hat nur einen Schniepel oder winziges, lippenloses Loch als Unterscheidungsmerkmal

    Sie ignorieren die ganze Fortpflanzungsbiologie des Menschen, geschlechtliches Verhalten, dass sie für anerzogen halten. Für sie ist das alles nur Patriarchat und Sexismus.
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#3 AbdriftenAnonym
  • 17.12.2021, 13:50h
  • Frau Rowling hat sich scheinbar von der Realität verabschiedet und komplett in ihr selbstgeschaffenes Fantasy-Universum verabschiedet...
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#4 Roman BolligerAnonym
  • 17.12.2021, 21:57h
  • Frau Rowling braucht keinen aussen sichtbaren Penis, sie hat ihn im Kopf und ist von dort aus eine zwanghaft verbale Dauervergewaltigerin von Transmenschem, dies offenbar mit grösstem Vergnügen.
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#5 DQ24Anonym
  • 18.12.2021, 12:40h
  • Was mich an den meisten TERF's ärgert, ist ihre Doppelmoral. Transfrauen wird der Zutritt verwehrt, Transmänner, die sie als Frauen sehen, sind hingegen willkommen.
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#6 Tom3kAnonym
  • 18.12.2021, 15:30h
  • trans* Männer sind auch nicht wirklich willkommen. Höchstens, als "arme ver(w)irrte" Mädchen".
    Regelrecht benutzt werden hingegen besonders gern detrans* Frauen...

    (Ist übrigens in manchen queeren (FLIT) Bezügen im Prinzip auch drin, wenn auch weit weniger gefährlich: Wenn pauschal (cis) Männer mit dem Argument ausgeschlossen werden, es solle ein safer Raum sein - aber trans* Männer in diesen Räumen willkommen sind - dann oft mit dem Argument "die erleben ja noch mehr Diskriminierung" - und gefährlich wie ein Mann sind sie offensichtlich auch nicht. Ähem...).

    Abgesehen davon würde ich gern sagen: Warum sollte ein trans* Mann Interesse an TERF-Willkommen haben?!
    (Aber leider gibts ja auch dafür ein 'prominentes' Beispiel :-( ).

    Daher: freut mich, dass es auch Wondewomen gibt! ;-)
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#7 Trans MannAnonym
  • 19.12.2021, 14:05h
  • Antwort auf #5 von DQ24
  • Hey. Können wir uns bitte von der Lüge verabschieden, dass TERFS uns trans Männer in irgendeiner Form akzeptieren? Es ist nicht akzeptabel, das in einem queeren Raum zu lesen/hören.

    Wir werden nicht akzeptiert. Wir werden als Fetischobjekte behandelt, infantilisiert und sexuell belästigt, und dann instrumentalisiert im Kampf gegen Transrechte.

    Glaub TERFs nicht jeden Unsinn, den sie von sich geben, und hör lieber mal uns trans Männern stattdessen zu.
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#8 qwertzuiopüAnonym
  • 19.12.2021, 18:02h
  • okay ich hatte vorhin zu viel Zeit und hab mich mal in die Argumentation von Rowling eingelesen.
    Es geht wohl in erster Linie darum, dass nach britischem Recht eine Vergewaltigung nur durch die Penetration mit einem Penis stattfindet. Daraus folgt (vor Gericht), dass nur Männer einer Vergewaltigung angeklagt werden können, für andere unkonsensuelle Penetration gibt es den Artikel "assault by penetration" (Unterkategorie von sexual assault).

    www.cps.gov.uk/legal-guidance/rape-and-sexual-offences-chapt
    er-7-key-legislation-and-offences#a06


    Wenn die britische Polizei nun als Geschlecht einer Person das akzeptiert, mit dem sich diese Person selbst identifiziert, kann das dazu führen, dass Männer sagen, sie seien Frauen, um damit einer Verurteilung zu entgehen (Es gibt für "assault by penetration" andere Minimalstrafen als für "rape". Maximalstrafe ist für beides lebenslänglich.)
    Ob diese Strategie vor Gericht tatsächlich erfolgreich sein könnte, das weiß ich nicht.

    Das ist das stichhaltigste Argument, auf das ich gestoßen bin. Und es ist auch nur ein Argument dafür, das englische Recht zu reformieren, anstatt die Existenz von Transfrauen zu ignorieren. Aber stattdessen wird es aufgeblasen zu einer riesigen Sache, mithilfe von Nebenargumenten, die Statistik sollte verzerrt werden, um Männer zu entlasten usw, was wiederum absurd ist, weil wir hier von winzigen Zahlen sprechen.
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#9 Tom3kAnonym
  • 19.12.2021, 19:08h
  • bzgl DQ24/Trans Mann:

    Es stimmt ja auch nicht.
    Auch wenn die physische Gefährlichkeit vielleicht abgesprochen wird, sind trans* Männer für TERFs gefährlich:

    1.) Widerspricht die pure Existenz dem biologistischen Narrativ von "es gibt kein gender", "genitals rule" etc. (wie die noch zum F passen?...)
    2.) sind nicht wenige TERFs ja auch eng mit dieser pädagogischen Verschwörungstheorie der "Verführung", die auch aus homophoben Kreisen bekannt ist: t*M könnten also arme junge Mädchen, die mit der ihnen zugewiesenen Gechlechtsrolle struggeln, dazu verführen, zu transitionieren. Oder irgendwie so.
    (...Meine Güte - mein komplettes Umfeld war cishetero, die gesamte Gesellschaft ist "durchheterosexualisiert" - sind wir deswegen alle cis und hetero??)
    Irgendwo hörte/las ich neulich: "Es ist nachgewiesen, dass Konversionstherapien nicht wirken. Wie sollte da die bloße Sichtbarkeit von Vielfalt jemanden 'umpolen'??"

    trans* Frauen bieten halt mehr (vermeintliche) Gelegenheit zu dem Narrativ der eigenen Betroffenheit/Gefährdung, gegen die sie sich ja nur schützen wollen.... M.E. ist das der (Haupt)grund, warum TERF sich auf diese so eingesschossen haben. Um auf t*M herumzutrampeln müssten sie denen evtl. in Männerräume folgen; das ist zummindest für die Frauen unter ihnen nicht so Heimspiel.

    Fakt ist allerdings, dass bei TERFs vieles bigott/voller Widersprüche ist. Klar, weil völlig absurd zurechtgebastelt.

    Es ist aber vielleicht auch zu bedenken, dass es nicht nur 'die' TERF gibt; sondern auch darin eine gewisse Bandbreite. Von blankem Hass (oder Kalkül?), der auch völlige Unlogik und Lügen nicht scheut, bis hin zu "Ich hab ja nichts gegen, ABER...". etc. pp.
    Und es gibt auch Frauen, die tatsächlich nichts/wenig gegen t*M haben, aber t*F ablehnen. (Und bei denen womöglich mehr Xenophobie o.ä. Berührungsängste dahinterstecken als Trans*-Hass). Trotzdem würde ich auch die eindeutig TERF nennen.

    Die Rohling gehört allerdings zu den hass-lichen.

    ...
    @qwertzuiopü:
    Danke.
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