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Widerspruch!
Die erste Wonder Woman liest J.K. Rowling die Leviten
Auch Promis zeigen sich über die zunehmende Transphobie der "Harry Potter"-Autorin empört – und geben in sozialen Netzwerken Kontra.

Lynda Carter spielte in den Siebzigerjahren Diana Prince alias Wonder Woman (Bild: CBS)
- 17. Dezember 2021, 09:26h 2 Min.
Kultstar Lynda Carter hat viel Lob für einen Tweet erhalten, mit dem sie auf die transphoben Attacken von J.K. Rowling eingeht. Wörtlich schrieb die 70-Jährige: "Man muss nicht trans sein, um zu verstehen, wie wichtig es ist, trans Menschen und ihre Identitäten zu respektieren. Das Leben ist einfach zu kurz. Ich kann nicht verstehen, wie man seine Prominenz nutzen kann, um andere niederzumachen. Das ergibt keinen Sinn."
/ RealLyndaCarterYou don't have to be trans to understand the importance of respecting trans people and affirming their identities.
Lynda Carter (@RealLyndaCarter) December 14, 2021
Life is just too short. I can't imagine how it makes any sense to use one's fame and resources to put others down.
Damit geht Carter offensichtlich auf einen Tweet von J.K. Rowling ein, in dem die britische Autorin in Bezug auf trans Frauen von einer "penishaltigen Person" sprach, die Frauen vergewaltige (queer.de berichtete). Rowling hatte zuletzt vermehrt mit gegen trans Frauen gerichteten Äußerungen für Aufregung gesorgt.
Carter spielte Wonder Woman in der gleichnamigen CBS-Serie aus den Jahren 1975 bis 1979. Sie war in der queeren Community mit dieser Rolle sehr populär – mutmaßlich, weil zu dieser Zeit fast immer Männer die Heldenrolle im TV übernahmen und die Umkehr der tradierten Geschlechterrollen faszinierend erschien. Später setzte sich Carter aber auch aktiv für queere Rechte ein – bei mehreren CSDs, etwa in Washington oder New York City, agierte sie als Schirmfrau.
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Auch andere Promis kritisierten die Äußerungen von Rowling scharf. "Queer Eye"-Star Jonathan Van Ness, dessen erste eigene TV-Show nächsten Monat auf Netflix startet, schrieb etwa als Reaktion auf Rowlings Behauptung, trans Frauen seien eine Gefahr für cisgeschlechtliche Frauen: "Die größten Bedrohungen gegen Frauen gingen schon immer von cisgeschlechtlichen Männern aus. Nicht von trans Frauen, auch wenn euch J.K. unerlässlich mit transphoben und giftigen Beschreibungen von Einzelfällen von etwas anderem überzeugen will. Aber während trans Frauen angegriffen werden, keinen Job erhalten, getötet und vergewaltigt werden, sitzt J.K. sicher in ihrer Villa." (dk)
/ jvnThe biggest threats of violence against women has always been cis gender men. Not trans women, unless Jks constant transphobic cherry picked vitriol convinces you otherwise. But as trans women are assaulted, deprived of work, killed, and raped JK is safe in her mansion. https://t.co/4OJXX96gOC
Jonathan Van Ness (@jvn) December 13, 2021
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