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Im Senat bestätigt

LGBTI-Aktivist ist neuer US-Botschafter in der Schweiz

Scott Miller ist neuer Vertreter Amerikas in Bern – nach einem langen politischen Hin und Her bestätigte der Senat den Co-Vorsitzenden der Gill Foundation.


Scott Miller (li.) wird Präsident Joe Biden in Bern vertreten (Bild: Gill Foundation / The White House)

Der amerikanische Senat hat am Samstag in einer mündlichen Abstimmung den 41-jährigen Scott Miller als amerikanischen Botschafter in Bern bestätigt. Miller wird damit die USA in der Schweiz und Liechtenstein vertreten.

Der Botschaftsposten war bereits seit fast einem Jahr vakant. Der letzte US-Botschafter in Bern, Edward McMullen, nahm im Januar seinen Hut – er war ein Vertrauter von Bidens Vorgänger Donald Trump.

Miller ist Betriebswirtschafter. Der frühere UBS-Vermögensverwalter aus Denver (US-Bundesstaat Colorado) ist Co-Vorsitzender der 1994 gegründeten Gill Foundation, die sich für LGBTI-Rechte einsetzt. Millers Ehemann Tim Gill ist Gründer der Layoutsoftware-Firma Quark und zählte laut Forbes lange Zeit zu den 400 reichsten Amerikaner*innen.

Miller ist Großspender für die Demokratische Partei

Das Paar heiratete 2009 in Boston in Massachusetts, damals einer von vier US-Bundesstaaten, die gleichgeschlechtliche Ehen anerkannten. Die beiden sind Großspender der Demokratischen Partei, die mit mehreren Millionen Dollar die Wahlkämpfe von Barack Obama, Hillary Clinton und Joe Biden sowie in Colorado die Kampagne von Jared Polis unterstützten, der 2018 zum ersten offen schwulen Gouverneur der USA gewählt worden war (queer.de berichtete).

Eigentlich hätte Miller bereits vor Monaten vom Senat bestätigt werden sollen, der Republikaner Ted Cruz, ein erbitterter Gegner von LGBTI-Rechten, hielt aber die Nominierung von Miller und anderen Botschaftskandidat*innen im Streit um die russisch-deutsche Gaspipeline Nord Stream 2 lange Zeit auf. Jetzt einigte er sich aber mit dem Mehrheitsführer der Demokraten, Chuck Schumer, auf Sanktionen gegen die Pipeline, über die im Januar abgestimmt werden soll. Die US-Regierungen von Trump und Biden lehnten die Gasverbindung zwischen Russland und Deutschland stets ab – Hintergrund ist offenbar auch, dass die USA amerikanisches Gas an Deutschland verkaufen wollen. (cw)



#1 altesEisenAnonym
  • 21.12.2021, 10:44h
  • naja, schwul und Demokrat ... aber der Rest hört sich ja eher danach an, dass sich ein reiches Unternehmerpaar mit seinem Geld ein Amt kauft.
    Ist mir schon aufgefallen, anstatt vieler alter weisser heteronormativer Männer in Führungsposition, rücken jetzt die dazugehörigen Ehepartner*Innen und queeren Angehörigen nach
    Die Macht bleibt aber in der gleichen Gruppe.
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