Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?40759

Top-15-Liste der Academy

"Große Freiheit" hat Chancen auf Auslands-Oscar, "Titane" ist raus

Das Paragraf-175-Drama "Große Freiheit" ist auf der Auswahlliste für den größten Filmpreis der Welt – der französische Horrorfilm "Titane" muss seine Oscar-Träume dagegen begraben.


"Große Freiheit" könnte Österreich zum dritten Mal nach 2008 ("Die Fälscher") und 2013 ("Liebe") einen Oscar bescheren (Bild: FreibeuterFilm)
  • 22. Dezember 2021, 11:04h, noch kein Kommentar

"Große Freiheit" hat es auf die Oscar-Shortlist geschafft. Der österreichische Spielfilm, der von der Verfolgung Homosexueller im Nachkriegsdeutschland handelt, ist auf die Liste der 15 Filme aufgenommen worden, die sich Chancen auf eine Nominierung für den Auslands-Oscar machen können. Das wurde am Dienstag in Beverly Hills bekanntgegeben. Insgesamt hatten 93 Länder jeweils einen Film bei der amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences eingereicht.

Das Paragraf-175-Drama von Regisseur Sebastian Meise hat bereits mehrere Filmpreise gewonnen, etwa den Jury-Preis in der Kategorie "Un Certain Regard" bei den Filmfestspielen in Cannes (queer.de berichtete). Hauptdarsteller Franz Rogowski wurde außerdem für den Europäischen Filmpreis nominiert, musste sich aber Superstar Anthony Hopkins geschlagen geben (queer.de berichtete).

Der von Frankreich eingereichte feministische Horrorfilm "Titane" schaffte es hingegen nicht auf die Auswahlliste. In der französisch-belgischen Produktion hat Protagonistin Alexia (Agathe Rousselle) Sex mit Autos, wird zur Serienmörderin und gibt sich schließlich als Junge aus, um der Polizei zu entkommen.

Der deutsche Beitrag "Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader hat es im Gegensatz zu "Titane" auf die Oscar-Liste geschafft. Die melancholische Science-Fiction-Romanze, die derzeit in der ARD-Mediathek zu sehen ist, handelt von der Begegnung zwischen einer Frau (dargestellt von Maren Eggert) und einem humanoiden Roboter, der vom fließend Deutsch sprechenden britischen Schauspieler Dan Stevens dargestellt wird. Stevens hatte im Netflix-Film  "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga" einen schwulen russischen ESC-Sänger dargestellt.

Am 8. Februar siebt die Academy dann weiter aus: Aus den 15 Titeln der Shortlist gehen fünf Nominierungen hervor. Der Siegerfilm wird dann in der Oscar-Gala am 27. März bekanntgegeben. (dk)