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Vielfalt der Lebensformen

Wahlverwandtschaften werden rechtlich anerkannt

Wer jenseits der Ehe füreinander einsteht, soll künftig abgesichert werden: Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) setzt sich für das von der Ampel geplante Lebensgemeinschaften-Modell ein.


Der FDP-Politiker Marco Buschmann ist seit dem 8. Dezember 2021 Bundesminister der Justiz (Bild: Julia Deptala)

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat Pläne für die Schaffung eines neuen gesetzlichen Modells für Lebensgemeinschaften bekräftigt. "Es geht um die Möglichkeit, jenseits der Ehe rechtlich abgesichert Verantwortung füreinander zu übernehmen", sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ein solches Modell kann zum Beispiel eine Lösung sein für Menschen, die im Alter ihren Partner verloren haben oder schon lange allein sind und sich fragen, ob sie den Alltag noch ohne Hilfe schaffen."

Wenn sich etwa eine 80-Jährige und eine 70-Jährige für eine Wohngemeinschaft zusammentun wollten, um so lange wie möglich selbstständig leben zu können, dann gebe es viele rechtliche Probleme. Das fange beim Mietrecht an und gehe bis zu Auskunftsrechten beim Arzt. "Hier wollen wir Abhilfe schaffen", sagte Buschmann. "Eine solche Wahlverwandtschaft wollen wir auf eine rechtlich abgesicherte Basis stellen."

Vielen machen wir das Leben etwas einfacher"

Der Minister betonte, mit einer solchen "Verantwortungsgemeinschaft" für Menschen, die keine Liebesbeziehung verbindet, nehme man niemandem etwas weg, "aber vielen machen wir das Leben etwas einfacher". Als weiteres Beispiel für eine solche Gemeinschaft nannte Buschmann zwei Alleinerziehende, die sich gegenseitig unterstützen, die Kinder abwechselnd betreuen und sich im Alltag helfen wollten.

Im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP heißt es dazu: "Wir werden das Institut der Verantwortungsgemeinschaft einführen und damit jenseits von Liebesbeziehungen oder der Ehe zwei oder mehr volljährigen Personen ermöglichen, rechtlich füreinander Verantwortung zu übernehmen." (cw/dpa)



#1 WarumNichtAnonym
  • 25.12.2021, 14:50h
  • die Lösung für die genannten Probleme lautet also dass wir keine gesellschaftlichen Anstrengungen unternehmen.
    Statt dessen hoffen wir auf gegenseitige Unterstützung.
    Super Idee. Das hat ja schon in Gesellschaften vor der Idee eines Staates funktioniert.
    Eigentlich könnten wir zur Anarchie; nicht Anomie; übergehen und uns den Staat als solchen sparen.

    Jedenfalls in manchen Bereichen unseres Zusammenlebens.
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#2 KaiJAnonym
  • 25.12.2021, 15:28h
  • Soll's das gewesen sein? Was ist mit den Familienmodellen? Ist doch wieder typische Abzocke durch die FDP.
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#3 ZweifelAnonym
  • 25.12.2021, 16:19h
  • Für in Grundsicherung Lebende möglicherweise kontraproduktiv.
    - Regelbedarf für Alleinstehende: 449 Euro
    - Volljährige Partner innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft: 404 Euro pro Person.

    Also noch einmal eine hervorragende Einspar-Möglichkeit für den Staat bei den Allerärmsten, die 2022 ohnehin besonders schlecht wegkommen.
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#4 GirlygirlEhemaliges Profil
#5 TheCrowAnonym
#6 KaiJAnonym
  • 25.12.2021, 20:31h
  • Antwort auf #4 von Girlygirl
  • Mir scheint, für die FDP soll sich der Staat wieder aus der Verantwortung stehlen. Hier ist nämlich nirgendwo die Rede von Kohle, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, wie es z.B. bei der Steuerermässigung für Verheiratete ist. Überhaupt muss es ein umfassenderes Modell sein, das z.B. bis ins Erbrecht hineingehen kann und wohl von den anderen Regierungsparteien derart erst auch nachjustiert werden muss.
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#7 Marcel123Anonym
#8 LesehilfeAnonym
#9 dellbronx51069Anonym
  • 25.12.2021, 22:13h
  • Manchmal weiß ich nicht, was ich schlimmer finde. Das Geschrei der Rechten vom angeblichen Untergang des Abendlandes angesichts der Einführung eines neuen Rechtsinstitutes oder die Versessenheit der Linken nachdem der schon jetzt überforderte und aufgeblähte Staat alles zu richten habe.
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#10 GiovanniAnonym