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YouGov-Studie

Mehrheit gegen mehr Rechte für trans Menschen

52 Prozent der Bundesbürger*innen sind nach einer neuen repräsentativen Umfrage der Auffassung, dass trans Menschen in Deutschland ausreichend oder sogar zu viele Rechte hätten.


Protest in London: Trans Rechte sind Menschenrechte (Bild: theeastlondonphotographer / unsplash)

Für ein Selbstbestimmungsgesetz muss noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist laut dem YouGov-Cambridge Globalism Project 2021 der Auffassung, dass trans Menschen bereits ausreichend oder gar zu viele Rechte hätten.

Für die am Montag veröffentlichte Studie wurden insgesamt 1.009 Personen in Deutschland vom 19. August bis 13. September 2021 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind laut YouGov gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Männer transfeindlicher als Frauen

Jede fünfte Person in Deutschland (20 Prozent) ist laut der YouGov-Umfrage der Ansicht, dass es mit den Rechten von trans Menschen zu weit gegangen sei. Männer sind häufiger dieser Ansicht (25 Prozent vs. 15 Prozent der Frauen).

32 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es mit den Rechten von trans Menschen in Deutschland genau so weit gegangen sei, "wie es gehen sollte". Dass es mit trans Rechten noch nicht weit genug gegangen sei, sagen wiederum 28 Prozent (34 Prozent der Frauen vs. 21 Prozent der Männer).


Grafik: YouGov

Für die Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) ist es insgesamt "akzeptabel", wenn Menschen sich mit einem anderen Geschlecht als dem bei der Geburt zugewiesenen identifizieren. Auch bei dieser Aussage zeigt sich bei Männern eine höhere Transfeindlichkeit: Unter Männern sagen dies nur 55 Prozent, unter Frauen hingegen 68 Prozent.

Ampel-Regierung plant Selbstbestimmungsgesetz

Die Ampel-Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag konkrete Schritte zur Verbesserung der Lage transgeschlechtlicher Bürger*innen angekündigt. Unter anderem soll ein Selbstbestimmungsgesetz das alte Transsexuellengesetz ablösen (queer.de berichtete). In einem "taz"-Interview kündigte Anne Spiegel, die neue grüne Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in der vergangenen Woche an, das Reformvorhaben "schnell anpacken" zu wollen (queer.de berichtete). (mize)



#1 SigridProfil
  • 28.12.2021, 09:48hAachen
  • Offenbar mu0 noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden; viele Diskussionen zeigen das ganz deutlich,
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#2 HexeAnonym
#3 ya no estoy aquiAnonym
#4 Ith_Anonym
  • 28.12.2021, 11:57h
  • Ich schätze, sie haben wieder mal den Standard unterlassen, der dringend nötig wäre: Die Abfrage, was diejenigen glauben, welche Rechte wir hierzulande denn all hätten.

    Die allermeisten Menschen haben weder von der Begutachtungspflicht noch der Zwangspsychotherapie, den Wartezeiten oder den staatlich verordneten Demütigungs- und Entmündigungsprozeduren wie dem Gerichtsverfahren zum TSG irgendeine Ahnung. Die gucken auf moderne Staaten wie Pakistan und gehen einfach davon aus, dass das hier schon nicht weniger unterdrückend laufen wird als dort. Und schauen dich an wie ein Auto, wenn du ihnen erzählst, dass du gar nicht, so wie sie selbst bei ihrer Heirat und bei ihrer Scheidung, einfach mal kurz zum Standesamt gehen kannst, um innerhalb von zwei Jahren zwei Mal deinen Namen zu ändern.
    Meistens finden die sogar, Bearbeitungsgebühren unter 500 Euro seien bereits viel Geld ^^
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#5 KaiJAnonym
#6 MinuschAnonym
  • 28.12.2021, 12:31h
  • Antwort auf #4 von Ith_
  • Ja, wenn der Frage nicht die Aussage "Die Rechtslage von trans* Menschen in Deutschland sieht derzeit so aus:..." vorangestellt wurde, sagen die Antworten nur wenig aus.

    Meiner Erfahrung nach hören viele konservative Menschen aus der Mehrheitsgesellschaft bei der Frage "Sollte Minderheit X mehr Rechte bekommen?" nicht die beabsichtigte Auslegung "mehr Rechte = so viele Rechte wie andere auch, denn aktuell haben sie weniger", sondern "mehr Rechte = die Minderheit soll mehr Rechte als ich bekommen" heraus.
    Wobei dann auch hier nie genau gesagt wird, welche "noch mehr Rechte" das sein sollen...

    Es gibt sicher auch Menschen, die mit voller Absicht trans* Personen keine rechtliche Gleichstellung wünschen, aber ich bin mir sicher, dass mit einer entsprechenden Erläuterung der Rechtslage die Ergebnisse der Umfrage anders ausgefallen wären.

    Schade um die vertane Chance, die Umfrage mit Aufklärung zu verbinden!
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#7 StaffelbergblickAnonym
  • 28.12.2021, 12:47h
  • Inwieweit diese Aussagen wirklich relevant sind .. ich kann es schwer beurteilen. Aber ich habe mir mal YouGov angesehen:
    yougov.de/opi/myfeed#/all
    über diesen Link ist es scheinbar möglich, sich für Umfragen eintragen zu lassen. Ob dazu weitere Parameter abgefragt werden zur weiteren Mikroanalyse .. habe ich jetzt nicht getestet.
    Hier werden auch die scheinbaren Auftraggeber sichtbar. Damit sind wir schon beim nächsten Aspekt ... hat oder wer hat diese Auftrage mit welcher Fragestellung initiiert??
    Und hier war ich doch sehr überrascht "Jede fünfte Frau in Deutschland akzeptiert Pfiffe fremder Männer auf der Straße" innerhalb einer Umfrage zu Frauenrechten ("Für knapp jeden Zweiten gehen Frauenrechte nicht weit genug")
    Aus diesem Grund erscheint mir diese Umfrage ein Auftragswerk zu sein, um in irgendwelchen Beiträgen mit statistischen Hintergründen arbeiten zu können.
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#8 KaiJAnonym
#9 schonAnonym
  • 28.12.2021, 16:06h
  • Antwort auf #1 von Sigrid
  • YouGov ist kein Umfrage- sondern ein Propagandainstrument. Die treten auf, als würden sie irgendwelche seriösen und repräsentativen Ergebnisse erzeugen. In Wirklichkeit können sich dort willkürlich Leute registrieren, die Meinungen vorspiegeln wollen. Die nehmen dann an den Umfragen teil. Das ist alles andere als repräsentativ! Dann multiplizieren die das ganze noch mit willkürlichen Zahlen, um die Umfrage zu "entzerren". Macht Euch also keinen Kopf. YouGov hat das Jahr über auch Umfragen zum Thema Silvesterfeuerwerk gemacht, und auch da kamen "spektakuläre Ergebnisse raus". Bewusste Falschinformationen und gekaufte Informationen sind bei uns ja durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Bleibt einfach kritisch bei Informationen, hinterfragt die Quellen und die Methoden.
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#10 TinaistgenervtAnonym
  • 28.12.2021, 16:53h
  • Tausende cisgender Menschen stimmen über etwas ab, was sie überhaupt nicht verstehen. Warum dürfen cisgender überhaupt darüber entscheiden welche Rechte wir haben dürfen und welche nicht.
    Bitte nicht falsch verstehen, Cis-People sollten sehr wohl über trans-Themen reden dürfen, aber wir transgender Menschen wissen genau worüber wir reden und wo genau die Probleme sind. Im Gegensatz zu cisgender Menschen!
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