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YouGov-Studie
Mehrheit gegen mehr Rechte für trans Menschen
52 Prozent der Bundesbürger*innen sind nach einer neuen repräsentativen Umfrage der Auffassung, dass trans Menschen in Deutschland ausreichend oder sogar zu viele Rechte hätten.
- 28. Dezember 2021, 07:55h 2 Min.
Für ein Selbstbestimmungsgesetz muss noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist laut dem YouGov-Cambridge Globalism Project 2021 der Auffassung, dass trans Menschen bereits ausreichend oder gar zu viele Rechte hätten.
Für die am Montag veröffentlichte Studie wurden insgesamt 1.009 Personen in Deutschland vom 19. August bis 13. September 2021 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind laut YouGov gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
Männer transfeindlicher als Frauen
Jede fünfte Person in Deutschland (20 Prozent) ist laut der YouGov-Umfrage der Ansicht, dass es mit den Rechten von trans Menschen zu weit gegangen sei. Männer sind häufiger dieser Ansicht (25 Prozent vs. 15 Prozent der Frauen).
32 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es mit den Rechten von trans Menschen in Deutschland genau so weit gegangen sei, "wie es gehen sollte". Dass es mit trans Rechten noch nicht weit genug gegangen sei, sagen wiederum 28 Prozent (34 Prozent der Frauen vs. 21 Prozent der Männer).

Grafik: YouGov
Für die Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) ist es insgesamt "akzeptabel", wenn Menschen sich mit einem anderen Geschlecht als dem bei der Geburt zugewiesenen identifizieren. Auch bei dieser Aussage zeigt sich bei Männern eine höhere Transfeindlichkeit: Unter Männern sagen dies nur 55 Prozent, unter Frauen hingegen 68 Prozent.
Ampel-Regierung plant Selbstbestimmungsgesetz
Die Ampel-Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag konkrete Schritte zur Verbesserung der Lage transgeschlechtlicher Bürger*innen angekündigt. Unter anderem soll ein Selbstbestimmungsgesetz das alte Transsexuellengesetz ablösen (queer.de berichtete). In einem "taz"-Interview kündigte Anne Spiegel, die neue grüne Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in der vergangenen Woche an, das Reformvorhaben "schnell anpacken" zu wollen (queer.de berichtete). (mize)















