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Bedingungen für Wiederaufnahme der Rolle

Cynthia Nixon verlangte mehr Vielfalt bei "Sex and the City"-Reboot

Die Miranda-Darstellerin wollte bei "And Just Like That..." nicht mitmachen, wenn nicht einige Bedingungen erfüllt werden.


Im "Sex and the City"-Ableger gibt es übrigens recht wenig Sex – bis sich Mirana (Cynthia Nixon, re.) und Che Diaz (Sara Ramírez) näher kommen

  • 3. Januar 2022, 13:28h, noch kein Kommentar

Cynthia Nixon wollte nur bei der "Sex and the City"-Nachfolgeserie "And Just Like That..." mitmachen, wenn diese besser mit Vielfalt umgeht. Das erklärte die offen bisexuelle Schauspielerin in einem Interview mit der News Corporation. "Es war eine sehr harte Entscheidung. Ich dachte anfangs nicht, dass ich mitmachen würden – ich war sehr zurückhaltend", so Nixon.

"And Just Like That..." ist am 9. Dezember auf der US-Streamingplattform HBO Max gestartet, in Deutschland überträgt Sky die Serie. Bislang wurden fünf der insgesamt zehn Folgen der ersten Staffel gezeigt. Neben Nixon (Miranda) kehrten auch Sarah Jessica Parker (Carrie) und Kristin Davis (Charlotte) in ihre alten Rollen zurück, die sie in der TV-Serie von 1998 bis 2004 sowie in zwei Kinofilmen aus den Jahren 2008 und 2010 gespielt hatten. Kim Cattrall (Samantha), die oft im Clinch mit Hauptdarstellerin Parker lag, wollte mit der Neuauflage nichts zu tun haben – die 65-Jährige nahm dagegen eine Rolle in der Neuauflage von "Queer as Folk" an (queer.de berichtete).

Alte Serie "manchmal unsensibel gewesen"

Nixon erklärte, sie habe viel mit Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und dem offen schwulen Drehbuchautor Michael Patrick King "über das gesprochen, ohne das ich nicht zurückkehren konnte. Nämlich eine echte Veränderung bei der Vielfalt, die in der alten Serie gefehlt hat. Sie waren voll einverstanden". Zwar sei sie stolz auf die alte Serie, allerdings sei diese "manchmal unsensibel gewesen, wenn es um ethnische Herkunft oder Gender ging."

Alle anderen Beteiligten hätten ihre Einwände sehr ernst genommen: "Ich war erstaunt, wie sehr alle zugehört haben und wie sehr wir zusammengearbeitet haben, um das Haus nicht nur neu zu dekorieren, sondern um ein komplett neues Haus zu bauen – einem Haus, bei dem wir dabei waren, aber auch einige neue Figuren."

Die alte Serie war oft kritisiert worden, weil dort die Vielfalt gefehlt habe – so standen nur weiße und reiche Menschen im Vordergrund. Über Bisexualität und Trans-Identität redeten die Hauptfiguren damals abwertend, ohne dass dies als problematisch dargestellt wurde. In der neuen Serie werden viele Themen dagegen anders behandelt. So ist etwa die nichtbinäre Figur Che Diaz (Sara Ramírez) einer der zentralen Charaktere.

In der am 30. Dezember ausgestrahlten fünften Folge kommen sich Diaz und Nixons Figur Miranda, die eigentlich heterosexuell verheiratet ist, erstmals richtig nahe: In Carries Küche rauchen sie einen Joint und haben dann Sex – sehr zum Unmut der Wohnungsbesitzerin. In der alten Serie war Miranda noch als komplett heterosexuell dargestellt worden.

Noch ist völlig unklar, ob "And Just Like That..." nach einer Staffel weitergeht. Bei Kritiker*innen und Publikum gehen die Meinungen derzeit weit auseinander. Für sehr viel negative Presse sorgten die Missbrauchsvorwürfe gegen Chris Noth (Mr. Big), die möglicherweise eine Absetzung der Serie wahrscheinlicher machen. Die Enthüllungen führten sogar dazu, dass sich die drei Hauptdarstellerin öffentlich von ihrem langjährigen Kollegen distanzierten (queer.de berichtete). Mr. Big, der in der alten Serie und den beiden Spielfilmen eine große Rolle spielte, tauchte in der neuen Serie nur in der ersten Folge auf. (dk)