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England

Schule benennt Rowling-Gebäude wegen Transphobie der Autorin um

Die "Harry Potter"-Autorin ist auch in ihrem Heimatland umstritten: Eine gut 60 Kilometer von London entfernte Schule zieht jetzt Konsequenzen aus queerfeindlichen Äußerungen von J.K. Rowling.


Wegen ihrer transfeindlichen Haltung erhält Star-Autorin J.K. Rowling Kontra

Wegen negativer Äußerungen der Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling über trans Menschen hat ein nach ihr benanntes Gebäude einer englischen Schule einen neuen Namen erhalten. Wie die Boswells School, eine Gesamtschule in Chelmsford in der Grafschaft Essex, mitteilte, heißt der Bau nun nicht mehr Rowling-Gebäude, sondern Holmes-Gebäude – nach der britischen Läuferin und Olympia-Siegerin Kelly Holmes.

Schuldirektor Stephen Mansell erklärte, seine Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 18 Jahren wolle eine "dynamische, inklusive und demokratische Schulgemeinschaft schaffen, in der wir die Schüler ermutigen, unabhängige und selbstbewusste Bürger zu werden".

Die sechs Gebäude der Schule sind nach herausragenden Britinnen und Briten benannt. Im Herbst 2021 wurde eines der Gebäude auf Initiative zahlreicher Schüler*innen und Mitarbeitenden umbenannt. Nach einer Abstimmung der gesamten Schule erhielt es den Namen Rowling-Gebäude. Nun hätten aber viele wegen der Äußerungen der Bestseller-Autorin über trans Menschen eine erneute Umbenennung gefordert.

Rowling: Trans Frauen sind keine "echten" Frauen

Hintergrund ist, dass Rowling seit mehr als zwei Jahren wiederholt auf Twitter gegen trans Menschen polemisiert. Ende 2019 löste sie einen ersten Shitstorm aus, weil sie sich in sozialen Netzwerken hinter eine Wirtschaftswissenschaftlerin stellte, die trans Frauen abgesprochen hatte, "echte" Frauen zu sein (queer.de berichtete).

Viele Stars der "Harry Potter"-Filme, darunter Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, kritisierten die Schriftstellerin für ihre transphobe Haltung. Rowling selbst verteidigte ihre Aussagen mit eigener Missbrauchserfahrung (queer.de berichtete). Immer wieder beschwerte sich Rowling auch über Kritik von trans Aktivist*innen und inszeniert sich selbst als Opfer. Zuletzt behauptete sie, sie habe wegen ihrer Ansichten viele Morddrohungen erhalten (queer.de berichtete).

Bereits vor Weihnachten hatten die Quidditch-Ligen in den USA angekündigt, sie wollten ihren Sport umbenennen, um der gelebten Geschlechtergleichheit der Community gerecht werden (queer.de berichtete). Quidditch basiert auf einer fiktiven Sportart, die in der Harry-Potter-Reihe thematisiert wird. (AFP/dk)



#1 Uwe MehringerAnonym
  • 05.01.2022, 14:19h
  • Ich verneige mich vor Stephen Mansell.

    Er zeigt wie man Diversität lebt und engstirnigen Hassern entgegentritt.
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#2 DQ24Anonym
  • 05.01.2022, 16:59h
  • Soso, Frau Rowling. Transfrauen sind in ihren Augen keine "echten" Frauen? Weil sie keine Kinder gebären können? Dann dürften viele Frauen, die das ebenfalls nicht können, auch keine "echten" Frauen sein.
    Weil sie keine weibliche Sozialisation hatten? Ist das die Schuld der Transkinder, oder nicht eher die Schuld einer heterosexistischen und patriarchalischen Gesellschaft, die nur zwei Rollen zulässt?
    Jedenfalls hat die Schule richtig entschieden, wie die US-Quiddisch-Liga, und viele andere, die mit Ihren Aussagen unzufrieden sind. Nicht einmal eine offen queere Person taucht in den HP-Büchern auf. Das sagt schon ales!
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