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Staatsschutz ermittelt

"Homophober Angriff" aufs Frankfurter "Teddy-Paradies"

Ein beliebtes schwules Geschäft wurde mit Hakenkreuzen und Penissen beschmiert – der Besitzer ist überzeugt, dass das Motiv der Täterinnen oder Täter Hass auf Homosexuelle war.


Wer kann denn was gegen Teddys haben? (Bild: Facebook / Teddy-Paradies)

Auf den Frankfurter Traditionsladen "Teddy-Paradies" ist in der Nacht zum Mittwoch ein mutmaßlich homophober Angriff verübt worden. Die Fassade des seit 1998 geöffneten Spielzeuggeschäfts auf dem Römerberg wurde mit Hakenkreuzen und Phallussymbolen beschmiert.

Auch die neben der Tür angebracht Regenbogenfahne sei mit Farbe beschmiert worden, beklagte der offen schwule Besitzer Michael Gliessner, der das Geschäft zusammen mit seinem Ehemann Volker betreibt. "Das war ganz klar ein homophober Angriff!", erklärte der Geschäftsmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Staatsschutz ermittelt bereits in diesem Fall, wie es in politischen Fällen oder bei vermuteter Hasskriminalität üblich ist.

Wir wünschen allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des CSD in Frankfurt einen sonnigen Regenbogentag. ?? #csd #csdfrankfurt #csd2021 #teddyparadies

Posted by Teddy-Paradies on Saturday, July 17, 2021
Facebook / Teddy-Paradies
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Gliessner erklärte, es habe bereits zuvor wegen der Regenbogenfahne Anfeindungen gegeben. So sei der Laden bereits vor sechs Jahren mit homophoben Symbolen beschmiert worden. Er sorge sich, dass sich der Hass gegen sexuelle Minderheiten erneut in der deutschen Gesellschaft wieder ausbreiten könnte. Dennoch könne man ihn nicht einschüchtern: "Von den Schmierereien lasse ich mich nicht abschrecken", so Gliessner.

"Teddy-Paradies" auch unter europäischen Royals beliebt

Das "Teddy-Paradies" gehört zum Stolz der Finanzmetropole: 2015 übergab Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der britischen Königin Elisabeth II. bei einem Staatsbesuch einen Hessen-Teddy aus dem Laden. 2019 besuchte die spanische Königin Sofia einen Stand des "Teddy-Paradieses" am Weihnachtsmarkt. Zuletzt machte sich Gliessner aber finanzielle Sorgen wegen der Corona-Krise, die das Geschäft einbrechen ließen. "Kürzlich haben wir 7,95 Euro Tagesumsatz verbucht", klagte er Mitte 2020 gegenüber der "Bild"-Zeitung. (cw)