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Kultserie

Chris Noth aus "And Just Like That..."-Staffelfinale geschnitten

Nach seinem Missbrauchsskandal fällt der "Mr. Big"-Darsteller in einer bislang noch nicht gezeigten Folge des "Sex and the City"-Nachfolgers der Schnittschere zum Opfer. Artikel enthält Spoiler.


Chris Noth soll in Zukunft bei "And Just Like That…" nicht mehr auftauchen (Bild: HBO Max)

  • 6. Januar 2022, 14:45h 13 3 Min.

Mr. Big (Chris Noth) wird nicht wie geplant im Staffelfinale von "And Just Like That..." auftauchen. Das berichten die US-Medienmagazine "Deadline" und "TV Line" unter Berufung auf anonyme Quellen übereinstimmend. Grund sind offenbar Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler, die nach der Ausstrahlung der ersten Folge der "Sex and the City"-Nachfolgeserie von drei Frauen erhoben worden sind.

Laut den Berichten sollte Mr. Big, der in der ersten Folge einen Herzinfarkt erlitten hatte und starb, überraschend in der zehnten und letzten Folge auftauchen, als Carrie (Sarah Jessica Parker) bei einem Paris-Besuch seine Asche in die Seine schüttet. Paparazzi schossen beim Dreh in der französischen Hauptstadt Bilder von Sarah Jessica Parker, wie sie aus ihrer Eifelturm-Handtasche Asche in den Fluss schüttete. Mr. Big sollte hier im ursprünglichen Schnitt Carrie offenbar in ihrer Vorstellung erscheinen. Die Szenen mit Chris Noth seien aber laut "TV Line" verzichtbar für die Handlung.

Das Streamingportal HBO Max, das die Serie in den USA exklusiv zeigt, hat sich zu den Berichten nicht geäußert. Die letzte Folge soll am 3. Februar bei HBO Max und in Deutschland auf Sky verfügbar sein.

/ AndJustLikeThat | Bislang sind sechs von zehn Folgen des "Sex and the City"-Ablegers gezeigt worden
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Die Missbrauchsvorwürfe gegen Noth führten dazu, dass über ein Ende von "And Just Like That..." nach der ersten Staffel spekuliert wurde. Die drei Hauptdarstellerinnen Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und Cynthia Nixon distanzierten sich fünf Tage nach den ersten Vorwürfen von ihrem ehemaligen Kollegen (queer.de berichtete).

Bei Kritiker*innen und Publikum gehen die Meinungen über den Reboot der Serie weit auseinander. Offenbar war die Reihe aber erfolgreich: HBO Max gab bekannt, dass die erste Folge das bislang populärste Seriendebüt in der Geschichte des Streamingportals sei.

Streit um Darstellung von Vielfalt in Serie

Die bisexuelle Schauspielerin Cynthia Nixon erklärte vor wenigen Tagen, dass sie nur in der Neuauflage mitspielen wollte, wenn darin mehr Vielfalt dargestellt werde. Ihre Forderungen seien erfüllt worden (queer.de berichtete).

Insbesondere Konservative in den USA kritisierten, dass die neue Serie zu "divers" und zu "woke" sei. Die bekannte TV-Kommentatorin Meghan McCain, die Tochter des inzwischen verstorbenen queerfeindlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain, erklärte etwa in der "Daily Mail": "Das Problem mit der neuen Serie ist, dass sie ungeschickt versucht, die Sendung den woken und puritanischen Zeiten anzupassen, in denen wir leben." Konkret beklagte die 37-Jährige: "Ich habe bei 'Sex and the City' das erste Mal von Anal-Sex und einem Vibrator gehört. Jetzt gibt es ganze Handlungsstränge, die Mikroaggressionen gewidmet sind." Zudem kritisierte sie, dass zu viel Wert auf queere und nichtbinäre Figuren gelegt werde, "weil es ja so langweilig und unterentwickelt ist, eine heterosexuelle weiße Frau zu sein", so McCain spöttisch. (dk)

-w-

#1 kretaAnonym
  • 06.01.2022, 22:01h
  • Erwachsene Frauen koennen
    nicht miss BRAUCHT werden wie
    keine ahnungslose Menschen.
    Erwachsene Frauen werden vergewaltigt.
    Jede andere Einstufung kommt einer
    Verniedlichung des Verbrechens und
    zusaetzlicher Ehrabschneidung gleich.
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#2 GereyAnonym
  • 06.01.2022, 23:04h
  • Ich dachte immer es hieße im Zweifel für den Angeklagten? Missbrauchsvorwürfe sind ja noch keine Missbrauchsbeweise. Und ohne die wirklich schlimme Tat einer Vergewaltigung zu verharmlosen: Was hat das mit der Serie zu tun? Warum kann nicht das Werk vom Schauspieler als Person getrennt werden?
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#3 TimonAnonym
  • 07.01.2022, 00:05h
  • Es ist ein besorgniserregender Paradigmen-Wechsel, wenn in einem Rechtsstaat nicht mehr die Regel gilt, dass man unschuldig ist, bis die Schuld vor einem ordentlichen Gericht bewiesen wurde.

    Solche Vorverurteilungen sollten eigentlich indiskutabel sein.
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