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Kultserie

Chris Noth aus "And Just Like That..."-Staffelfinale geschnitten

Nach seinem Missbrauchsskandal fällt der "Mr. Big"-Darsteller in einer bislang noch nicht gezeigten Folge des "Sex and the City"-Nachfolgers der Schnittschere zum Opfer. Artikel enthält Spoiler.


Chris Noth soll in Zukunft bei "And Just Like That…" nicht mehr auftauchen (Bild: HBO Max)

Mr. Big (Chris Noth) wird nicht wie geplant im Staffelfinale von "And Just Like That..." auftauchen. Das berichten die US-Medienmagazine "Deadline" und "TV Line" unter Berufung auf anonyme Quellen übereinstimmend. Grund sind offenbar Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler, die nach der Ausstrahlung der ersten Folge der "Sex and the City"-Nachfolgeserie von drei Frauen erhoben worden sind.

Laut den Berichten sollte Mr. Big, der in der ersten Folge einen Herzinfarkt erlitten hatte und starb, überraschend in der zehnten und letzten Folge auftauchen, als Carrie (Sarah Jessica Parker) bei einem Paris-Besuch seine Asche in die Seine schüttet. Paparazzi schossen beim Dreh in der französischen Hauptstadt Bilder von Sarah Jessica Parker, wie sie aus ihrer Eifelturm-Handtasche Asche in den Fluss schüttete. Mr. Big sollte hier im ursprünglichen Schnitt Carrie offenbar in ihrer Vorstellung erscheinen. Die Szenen mit Chris Noth seien aber laut "TV Line" verzichtbar für die Handlung.

Das Streamingportal HBO Max, das die Serie in den USA exklusiv zeigt, hat sich zu den Berichten nicht geäußert. Die letzte Folge soll am 3. Februar bei HBO Max und in Deutschland auf Sky verfügbar sein.

Twitter / AndJustLikeThat | Bislang sind sechs von zehn Folgen des "Sex and the City"-Ablegers gezeigt worden
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Die Missbrauchsvorwürfe gegen Noth führten dazu, dass über ein Ende von "And Just Like That..." nach der ersten Staffel spekuliert wurde. Die drei Hauptdarstellerinnen Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und Cynthia Nixon distanzierten sich fünf Tage nach den ersten Vorwürfen von ihrem ehemaligen Kollegen (queer.de berichtete).

Bei Kritiker*innen und Publikum gehen die Meinungen über den Reboot der Serie weit auseinander. Offenbar war die Reihe aber erfolgreich: HBO Max gab bekannt, dass die erste Folge das bislang populärste Seriendebüt in der Geschichte des Streamingportals sei.

Streit um Darstellung von Vielfalt in Serie

Die bisexuelle Schauspielerin Cynthia Nixon erklärte vor wenigen Tagen, dass sie nur in der Neuauflage mitspielen wollte, wenn darin mehr Vielfalt dargestellt werde. Ihre Forderungen seien erfüllt worden (queer.de berichtete).

Insbesondere Konservative in den USA kritisierten, dass die neue Serie zu "divers" und zu "woke" sei. Die bekannte TV-Kommentatorin Meghan McCain, die Tochter des inzwischen verstorbenen queerfeindlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain, erklärte etwa in der "Daily Mail": "Das Problem mit der neuen Serie ist, dass sie ungeschickt versucht, die Sendung den woken und puritanischen Zeiten anzupassen, in denen wir leben." Konkret beklagte die 37-Jährige: "Ich habe bei 'Sex and the City' das erste Mal von Anal-Sex und einem Vibrator gehört. Jetzt gibt es ganze Handlungsstränge, die Mikroaggressionen gewidmet sind." Zudem kritisierte sie, dass zu viel Wert auf queere und nichtbinäre Figuren gelegt werde, "weil es ja so langweilig und unterentwickelt ist, eine heterosexuelle weiße Frau zu sein", so McCain spöttisch. (dk)



#1 kretaAnonym
  • 06.01.2022, 22:01h
  • Erwachsene Frauen koennen
    nicht miss BRAUCHT werden wie
    keine ahnungslose Menschen.
    Erwachsene Frauen werden vergewaltigt.
    Jede andere Einstufung kommt einer
    Verniedlichung des Verbrechens und
    zusaetzlicher Ehrabschneidung gleich.
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#2 GereyAnonym
  • 06.01.2022, 23:04h
  • Ich dachte immer es hieße im Zweifel für den Angeklagten? Missbrauchsvorwürfe sind ja noch keine Missbrauchsbeweise. Und ohne die wirklich schlimme Tat einer Vergewaltigung zu verharmlosen: Was hat das mit der Serie zu tun? Warum kann nicht das Werk vom Schauspieler als Person getrennt werden?
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#3 TimonAnonym
  • 07.01.2022, 00:05h
  • Es ist ein besorgniserregender Paradigmen-Wechsel, wenn in einem Rechtsstaat nicht mehr die Regel gilt, dass man unschuldig ist, bis die Schuld vor einem ordentlichen Gericht bewiesen wurde.

    Solche Vorverurteilungen sollten eigentlich indiskutabel sein.
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#4 OhneWorteAnonym
  • 07.01.2022, 09:20h
  • Schade, wenn die Anschuldigungen wahr wären. Aber auch bei Bill Cosby hätte ich nie gedacht, dass er solche Dinge tat. SATC war mal zu Anfang unterhaltsam, dann wurde es kommerziell und dann zu einer reinen Marketingplattform. Mittlerweile nur noch ein endloser Kreis aus Selbsterhaltung und Productplacement. Als Schwuler hab ich es gern gesehen, vor allem wegen der unterhaltsamen Samantha. Die schwulen Charaktere waren ja meist panne.
    Die weiblichen Hauptakteure sind außerhalb der Serie kaum tätig. Deshalb mussten sie ja sich solidarisch mit den vermeintlichen Opfern erklären, sonst haben sie keine öffentliche Plattform.
    Chris Noth schaut dabei auf 30 Jahre Erfolg im TV zurück. Er war seit den 90ern durchgehend mit TV/FilmProjekten beschäftigt und hat nie den Zickenkrieg bei SATC kommentiert.
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#5 DreddAnonym
#6 nochmalNachdenkenAnonym
  • 07.01.2022, 11:48h
  • Antwort auf #1 von kreta
  • Natürlich können erwachsene Frauen missbraucht werden, sogar ohne körperlichen Kontakt. Jeden Missbrauch gleich undifferenziert zur Vergewaltigung zu erklären ist das letzte, was die wichtige Auseinanderssetzung mit dem Thema brauchen kann.
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#7 kretaProfil
  • 07.01.2022, 12:52hFlensburg
  • Aus der Sichtweise der Betroffenen(und
    der Sollte Achtung entgegen gebracht
    werden) sind es Uebergriffe bzw. Vergewaltihung. Kinder werden miss BRAUCHT (Ihnen fehlt so går das
    Bewusstsein fuer das, was mit ihnen
    geschieht).
    Allein durch Wortwahl werden erw.
    Frauen nochmals gedemuetigt.
    Frueher hiess es sogar Notzucht.
    Das ist die Taetersichtweise.
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#8 nochmalNachdenkenAnonym
  • 07.01.2022, 14:09h
  • Antwort auf #7 von kreta
  • Du kannst zwar einen Chef, der seine Putzfrau oben ohne sein Büro reinigen lässt, einen Vergewaltiger nennen, erreichst mit dieser Hysterie aber das Gegenteil. Sexueller Missbrauch muss als solcher benannt werden, er ist schlimm und demütigend. Wenn man Begrifflichkeiten wild durcheinanderschmeißt und alles Vergewaltigung nennt, macht man das Thema unseriös.
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#9 SebiAnonym
  • 07.01.2022, 15:47h
  • Antwort auf #5 von Dredd
  • "Was hat der Rechtsstaat mit der Entscheidung zu tun?"

    Ganz einfach:
    Weil in einem Rechtsstaat nicht irgendwelche Vermutungen ausschlaggebend sein sollten, sondern nur Fakten.

    Und wenn man jemanden vorverurteilt, weil man glaubt, dass er etwas getan haben könnte und derjenige dann seinen Job verliert, ist das für eine Gesellschaft fatal. Denn selbst wenn er vor Gericht freigesprochen würde oder es gar nicht erst zu einer Anklage käme, wäre er längst gesellschaftlich stigmatisiert, weil manche Leute lieber nach Vermutungen urteilen.

    Es würde immer Leute geben, die sagen "Da war mal was. Das konnte nur nicht bewiesen werden." Oder "Er hatte gute Anwälte" oder was auch immer.
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#10 kretaProfil
  • 07.01.2022, 17:15hFlensburg
  • Antwort auf #8 von nochmalNachdenken
  • Dir fehlt der Respekt vor der Wuerde,
    des sex. Selbstbestimmungsrechts
    der Betroffenen Frauen.
    Es ist nicht hysterisch(auch so ein typisches, abwertendes Wort) hierauf
    hinzuweisen.
    Was Du in Deine Beitrag so rethorisch
    ansprichst sind:
    sexuelle Uebergriffe.
    Missbrauch ist I'm Zusammenhang
    mit Erwachsenen die falsche Wortwahl
    s. o.
    Notzucht
    Auch wenn Dich das verwirrt. Soll es
    ja vielleicht auch......
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