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Film- und TV-Preise
Erstmals Golden Globe für trans Schauspielerin
Zum ersten Mal in der fast acht Jahrzehnte dauernden Geschichte der Golden Globes konnte eine trans Person den Preis gewinnen. Auch das Drama "The Power of the Dog" räumte ab.

Mj Rodriguez spielte in drei Staffeln von "Pose" mit (Bild: FX)
- 10. Januar 2022, 09:07h 2 Min.
Michaela Antonia Jaé (Mj) Rodriguez ist die erste trans Gewinnerin der Golden Globes. Die 31-Jährige gewann am Sonntagabend den Preis als beste Darstellerin in einer Dramaserie – und setzte sich damit gegen die ebenfalls nominierten Schauspielerinnen Uzo Aduba In ("Treatment – Der Therapeut"), Jennifer Aniston ("The Morning Show"), Christine Baranski ("The Good Fight") und Elisabeth Moss ("The Handmaid's Tale – Der Report der Magd") durch. Rodriguez ist für ihre schauspielerische Leistung als Blanca in der queeren Erfolgsserie "Pose" geehrt worden. Die Golden Globes wurden in insgesamt 25 Film- und Fernsehkategorien vergeben.
Die Preisträger*innen wurden am Sonntagabend in Los Angeles bekanntgegeben. Wegen eines Streits um Intransparenz und fehlende Vielfalt bei der Hollywood Foreign Press Association, die die Auszeichnungen seit 1944 vergibt, wurde die Vergabe der Golden Globes erstmals seit 2008 nicht live im Fernsehen übertragen.
/ angelicaross | "Pose"-Kollegin Angelica Ross gratuliert Mj Rodriguez enthusiastisch via Twitter zum SiegCONGRATULATIONS @MjRodriguez7 FOR WINNING THE @goldenglobes AWARD!!!!!!!!!! #posefx pic.twitter.com/cFTZZcRL9u
Angelica Love Ross (@angelicaross) January 10, 2022
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Erfolge für "The Power of the Dog" und "West Side Story"
Die erfolgreichsten Spielfilme bei den Golden Globes waren mit "The Power of the Dog" und "West Side Story" zwei Produktionen, die auch queere Themen beinhalten. "The Power of the Dog" erhielt den Preis als bestes Drama, außerdem wurde Jane Campion für die beste Regie und Kodi Smit-McPhee als bester Nebendarsteller in einem Drama ausgezeichnet. Der ebenfalls nominierte Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch musste sich aber Wil Smith ("King Richard") geschlagen geben. Insgesamt war "The Power of the Dog" für sieben Golden Globes nominiert worden.
"West Side Story" erhielt den Preis als bestes Musical oder beste Comedy. Außerdem wurde Rachel Zegner (María) als beste Schauspielerin im Bereich Musical/Comedy und die queere Broadway-Veteranin Ariana DeBose (Anita) als beste Nebendarstellerin in einem Spielfilm ausgezeichnet.
Leer ausgegangen sind dagegen die beiden bisexuellen Schauspielerinnen Lady Gaga und Kristen Stewart, die für "House of Gucci" bzw. "Spencer" nominiert waren. Sie mussten sich der Australierin Nicole Kidman geschlagen geben, die für ihre Rolle als Lucille Ball in "Being the Ricardos" den Preis als beste Hauptdarstellerin in einem Drama gewinnen konnte.
Auch von queerem Interesse: Im TV-Bereich gab es einen Golden Globe für die siebenteilige Serie "Mare of Easttown": Kate Winslet wurde als beste Darstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm ausgezeichnet. (dk)
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