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Heimkino

40 Jahre Aids: Wie Filme und Serien die Krise aufarbeiteten

HIV und Aids sind seit vier Jahrzehnten im Gespräch. Viele Künstlerinnen und Künstler haben das Thema beleuchtet – auch im Bewegtbild. Eine Reise durch die Film- und TV-Geschichte.


Der französische Film "120 BPM" aus dem Jahr 2017 wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet (Bild: Salzgeber)

Vor und 40 Jahren – im Sommer 1982 – bekam die mysteriöse neue Krankheit, über die die US-Gesundheitsbehörde CDC erstmals im Juni 1981 berichtet hatte, den Namen Aids. 1983 wurde das auslösende Virus entdeckt, das seit 1986 den Namen HIV trägt. Seit vier Jahrzehnten sind die Infektion und Erkrankung Teil der Lebensrealität. Die Auswirkungen wurden oft kulturell verarbeitet.

Besonders eindrucksvoll sind dabei frühe Filme, darunter Rosa von Praunheims Film "Ein Virus kennt keine Moral" (Amazon-Affiliate-Link ) aus dem Jahr 1986. Darüber hinaus erzählen manche Produktionen die Geschichte prominenter HIV-Opfer, etwa von Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody" (Amazon-Affiliate-Link ) oder vom Musiker Liberace in "Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll" (Amazon-Affiliate-Link ). Bei Filmemachern wie Pedro Almodovàr oder Xavier Dolan taucht HIV in Werken wie "Alles über meine Mutter" (Amazon-Affiliate-Link ) oder "Einfach das Ende der Welt" (Amazon-Affiliate-Link ) mal sehr prominent auf, mal auch nur am Rande.

Eine Auswahl weiterer wichtiger Spielfilme und Serien zum Thema:

"Philadelphia" (Amazon-Affiliate-Link ): Das Werk von Jonathan Demme aus dem Jahr 1993 war der erste große Hollywoodfilm, der sich mit Aids und den davon besonders betroffenen Homosexuellen auseinandersetzte. Er bekam viele Preise, darunter ein Oscar für Tom Hanks als bester Hauptdarsteller und Bruce Springsteen für den besten Original-Song ("Streets of Philadelphia").

"Dallas Buyers Club" (Amazon-Affiliate-Link ): Der Film des 2021 gestorbenen Jean-Marc Vallée bescherte Matthew McConaughey und Jared Leto 2014 Oscars für ihre Darstellung. Er spielt in der Frühphase der Aidskrise in den 80ern in Texas; der homophobe Rodeo-Macho und Draufgänger Ron Woodroof (McConaughey) erfährt, dass er HIV-positiv ist. Er beginnt Medikamente, die sich noch in der Testphase befinden, zu schmuggeln.

"It's A Sin" (Amazon-Affiliate-Link ): Die Miniserie von 2021 schildert das tragische Schicksal junger Schwuler im London der 80er, die einer nach dem anderen vom HI-Virus eingeholt werden. Drehbuch und Idee stammen vom Autoren Russell T. Davies ("Queer as Folk").

"120 BPM" (Amazon-Affiliate-Link ): Französischer Spielfilm von Robin Campillo aus dem Jahr 2017, der Anfang der 90er Jahre spielt. Es geht um den Kampf der Pariser Act-up-Aktivistinnen und -Aktivisten gegen Pharmalobby und Diskriminierung.

"Die Liebenden – Von der Last, glücklich zu sein" (Amazon-Affiliate-Link ): In dem Melodram von 2011 spannt Christophe Honoré einen Bogen von den 60ern über Aids bis zur Jahrtausendwende. Besetzt ist der Film hervorragend mit Catherine Deneuve, Chiara Mastroianni, Louis Garrel und Milo? Forman.

"Sorry Angel" (Amazon-Affiliate-Link ): In diesem Film von 2018 zeigt Christophe Honoré, wie sich ein HIV-positiver Mann (Pierre Deladonchamps), der weiß, dass er bald stirbt, in einen jüngeren Mann verliebt (Vincent Lacoste).

"Precious – Das Leben ist kostbar" (Amazon-Affiliate-Link ): Das Sozialdrama von Lee Daniels von 2009 mit Gabourey Sidibe erzählt die Selbstbefreiung einer HIV-positiven 16-jährigen New Yorkerin, die vom Vater vergewaltigt, von der Mutter misshandelt und in der Schule gehänselt wird.

"Kids" (Amazon-Affiliate-Link ): Skandalfilm von Larry Clark aus dem Jahr 1995, der gelangweilte Minderjährige in Amerika bei Drogenkonsum und ungeschützem Sex zeigt und damit die sorglose Verbreitung von HIV.

"Same Same But Different" (Amazon-Affiliate-Link ): Drama von Detlev Buck mit David Kross und Apinya Sakuljaroensuk. Der Film von 2009 orientiert sich an den Erinnerungen des Deutschen Benjamin Prüfer, der sich auf einer Asienreise in Kambodscha in eine HIV-infizierte junge Frau verliebte.

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#1 StaffelbergblickAnonym
  • 12.01.2022, 13:31h
  • na hier fehlen mir noch so einige Filme: In meiner Sammlung habe ich z.b.
    Abschiedsblicke (Parting Glances) aus dem Jahr 1986 "...Robert arbeitet für eine Gesundheitsbehörde und plant, am nächsten Tag Richtung Afrika abzureisen, um dort für zwei Jahre zu arbeiten. Michael wird in New York bleiben und sich unter anderem um seinen Ex-Freund Nick, einem Rockmusiker, der an AIDS erkrankt ist, kümmern...."

    Cachorro (2004, Spanien) Bärenonkel nimmt seinen Neffen zur Pflege auf; Onkel ist HIV-positiv, konservative Oma verlangt das Sorgerecht weil Mutter in Indien verhaftet wurde.

    4 For the Road - Der Weg ist das Ziel (2002, USA) Nicht gerade spektaktulär, aber die Story finde ich sehr interessant. Ein an AIDS Gestorbener verlangt mit seinem Testament, dass sich die für ihn wichtigsten 4 Menschen (Mann, Ex-Frau, Bruder, Lover) am 450 miles AIDS Benefit bicyle-race (
    www.aidslifecycle.org/why-we-ride/about-the-ride/)
    beteiligen.

    Der Mann meines Herzens (L'homme que j'aime, 1997, FR). aus dem Begleittext "...Lucas geht Martin erst mal aus dem Weg, kann sich dessen lebenslustiger Art aber auf Dauer nicht entziehen. Auch dass Martin Aids hat, lässt Lucas' Sympathie nicht abkühlen - im Gegenteil. ...)
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#2 LothiAnonym
#3 LorenProfil
#4 Ein LeserAnonym
  • 12.01.2022, 16:00h
  • Antwort auf #1 von Staffelbergblick
  • "Früher Frost", der wohl erste Film, der sich diesem Thema widmete, fehlt ebenfalls. Der Autor muss jünger sein, wenn er (fast) nur neuere Produktionen erwähnt. "Abschiedsblicke" wurde zwar früher begonnen, "Früher Frost" wurde aber früher veröffentlicht. Beides gute und, wenn man das bei dem traurigen Thema sagen darf, sehr schöne Filme.

    Ohne diese Pionierarbeit, hätte es so manch anderen Film gar nicht erst gegeben. Es ist jedoch üblich, dass junge Menschen schnell die Leistung älterer vergessen.
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#5 AtreusProfil
  • 12.01.2022, 16:17hSÜW
  • Ich möchte gerne zwei Produktionen empfehlen, die ich für herausragend halte: Zum einen die skandinavische Miniserie "Don't ever wipe tears without gloves" und das Filmdrama "The normal heart".
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#6 StaffelbergblickAnonym
  • 12.01.2022, 18:27h
  • Antwort auf #4 von Ein Leser
  • oh ja ... diesen Film kenne ich auch, liegt irgendwo auch meinem Server.
    Und dann gibt es noch "Angels in America", so um 2002/2003 in den USA gedreht, u.a. mit Meryl Streep. Beschäftigt sich u.a. mit den religiösen Einflüssen und der korrupten Politik unter Reagan.
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#7 StrottesAnonym
  • 12.01.2022, 18:36h
  • Antwort auf #4 von Ein Leser
  • Zu "Früher Frost" ist noch anzumerken, dass es sich um einen von NBC produzierten Fernsehfilm handelt, der dadurch ein anderes und sehr viel breiteres Publikum erreichte als die zu jener Zeit gedrehten Kinofilme zum Thema.
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#8 DreddAnonym
  • 12.01.2022, 18:45h
  • Ich hau mal was aus der hier im forum so unbeliebten mainstreamecke in den Raum:

    "Dallas Buyers Club" !

    Hatte n paar kleine Längen und ist für mich auch kein Film den man mehrmals schaut, aber ist ein guter Film !
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#9 LothiAnonym
#10 LothiAnonym