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Academy Awards

Oscars erstmals seit Homophobie-Skandal um Kevin Hart wieder mit Moderator*in

Nach drei Jahren sollen die Academy Awards wieder von einem "Host" präsentiert werden.


Kevin Hart in der Filmkomödie "Jumanji: Willkommen im Dschungel" (Bild: Sony Pictures)
  • 12. Januar 2022, 16:21h, noch kein Kommentar

Eigentlich hätte Komiker Kevin Hart 2019 die Oscars präsentieren sollen. Er zog sich aber zurück, nachdem extrem homophobe Tweets aufgetaucht waren (queer.de berichtete). Daraufhin verzichtete die Academy drei Jahre lang auf einen Moderator oder eine Moderatorin, sondern ließ die Stars, die die Sieger*innen verkündeten, einfach nacheinander auftreten.

Dieses Jahr wird sich das ändern, kündigte ABC-Senderchef Craig Erwich bei einem Presseevent am Dienstag an. Allerdings sei noch nicht klar, wer die Moderation übernimmt. In Medien wird bereits spekuliert, dass etwa der britische Schauspieler Tom Holland, der amtierende "Spiderman", die Rolle übernehmen könne – oder etwa der Frosch Kermit aus der "Muppet Show".

Laut dem Branchenmagazin "Deadline" sei der Moderationsjob "undankbar", weil ein "Host" in sozialen Medien inzwischen stets auseinandergenommen werde. Erst dadurch sei etwa Harts homophobe Vergangenheit thematisiert worden. Hart hatte in Tweets aus den Jahren 2009 bis 2011 unter anderem einem anderen Schauspieler mitgeteilt, sein Profilbild sehe aus wie "ein schwules Plakat für Aids". Außerdem hatte er mehrere Nutzer als "Schwuchteln" bezeichnet und erklärte, dass er, sollte sein Sohn nach Hause kommen und mit dem Puppenhaus seiner zwei Töchter spielen, dieses über seinem Kopf zerbrechen werde mit dem Hinweis: "Stopp, das ist schwul".

Sinkende Einschaltquoten

Ein Grund für die Rückkehr zu einem Moderator oder einer Moderatorin sind offenbar die sinkenden Einschaltquoten. 2018 sahen sich noch rund 27 Millionen TV-Zuschauer*innen in den USA die Liveübertragung der Preisverleihung an, letztes Jahr waren es nur noch zehn Millionen.

Hoffnungen auf den Auslands-Oscar kann sich der Paragraf-175-Film "Große Freiheit" machen. Der von Österreich nominierte Film befindet sich auf der Auswahlliste der 15 Filme, die für den "Academy Award for Best International Feature Film" noch im Rennen sind (queer.de berichtete). Welche fünf Filme es in die Nominiertenliste schaffen, wird die Academy am 8. Februar mitteilen. (dk)