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"Hoppy Pride"

CSD Berlin erhält eigenes Bier

Die Öffentlichkeit kann jetzt über das Design des neuen Pride-Bieres abstimmen. Die CSD-Organisator*innen gingen keinen Deal mit einer Hauptstadt-Brauerei ein, sondern mit einem Bierhersteller außerhalb der EU.


Britisches Dosenbier auf dem CSD Berlin: Welches Design soll im Juni allgegenwärtig sein? (Bild: BrewDog)

Schwarz mit dem Berliner CSD-Logo, weiß-rosa oder doch komplett bunt im Regenbogen-Look? Vor diese Wahl stellten BrewDog und der Berliner CSD-Verein am Montag die Öffentlichkeit. Die schottische Brauerei soll für die Demo am 23. Juli das CSD-Bier "Hoppy Pride" herstellen. Und nun kann jede und jeder online entscheiden, in welcher Verpackung das Gebräu den Pride-Besucher*innen angeboten werden soll. Die Abstimmung läuft noch bis zum 31. Januar.

"Hier geht es um mehr als nur eine Bier-Partnerschaft. Das Helle mit Haltung ist nicht nur ein fantastisches, modernes Bier mit gewohnt hoher Qualität. Es ist ein Versprechen, gemeinsam die LGBTTIQA*-Community zu stärken", so der CSD-Verein in einer Pressemitteilung. "Damit nicht nur unser Kühlschrank, sondern auch unsere Gesellschaft offener, queerfreundlicher und toleranter wird." So sollen 50 Prozent der Profite aus dem Verkauf des Biers direkt an den CSD-Verein gehen. Davon sollen wiederum 50 Prozent "direkt an andere Community-Organisationen" weitergegeben werden.

??? Der Berliner ???????? CSD e.V. und BrewDog brauchen dich! Endlich dürfen wir das Geheimnis lüften: wir starten in...

Posted by CSD Berlin – Berlin Pride on Monday, January 17, 2022
Facebook / CSD Berlin – Berlin Pride
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Die in der Grafschaft Aberdeenshire im Nordosten Schottlands ansässige BrewDog-Brauerei mit Produktionsstätte unter anderem in Berlin betonte, dass man die Kooperation aus Überzeugung eingegangen sei: "BrewDog positioniert sich klar, deutlich und dauerhaft für eine offene und diverse Gesellschaft", so BrewDog-Vorstandschef Adrian Klie. "Deswegen wollen und werden wir das Thema Diversität ganzjährig ins Bewusstsein rufen – nicht nur für ein paar Tage im Jahr."

Gewinner-Design wird im März bekanntgegeben

Das Gewinner-Design soll bis März geheim gehalten bleiben: BrewDog Deutschland und der Berliner CSD e.V. wollen dann "das Helle mit Haltung" bei einem gemeinsamen Community-Event vorstellen. Der CSD-Verein versprach, dass es sich bei der deutsch-britischen Kooperation um den "Startschuss für eine dauerhafte Zusammenarbeit beider Initiatoren und ihrer Communities" handle.

BrewDog engagiert sich bereits seit längeren in der queeren Community. So braute die Firma für den US-Markt das alkoholfreie Bier "Pride AF" (AF kann im englischen Sprachgebrauch neben "alkoholfrei" auch für "as fuck" stehen).

In honor of Pride month, we welcome Pride AF – a non-alcoholic sour with a blast of mouth puckering tartness. A beer...

Posted by BrewDog USA on Friday, June 26, 2020
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Außerdem verkauft die britische Bierfirma "BrewDog No Label" als das "weltweit erste nichtbinäre transgender Bier". Dabei handelt es sich um ein "Kölsch style"-Gebräu mit 4,6 Prozent Alkohol (queer.de berichtete). (pm/cw)


Das erste nichtbinäre Bier war ein Fake-Kölsch (Bild: BrewDog)



#1 LothiAnonym
  • 17.01.2022, 13:07h
  • Eigentlich ja gar keine so schlechte Idee. Und dann noch Bier aus Schottland. Aber Hallo, wer denkt da nicht beim Trinken an ein herben, gutaussehenden jungen Schotten im Kilt? Da Word dann mehr draus als nur Schäfchen zählen vorm Einschlafen. Prost.
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#2 StaffelbergblickAnonym
  • 17.01.2022, 14:29h
  • "das Design des neuen Pride-Bieres abstimmen" na da gibts bei mir einen ganz fetten Daumen runter.
    Design-Bier ... geht schon gar nicht.
    Dann Bier in Alu-Dosen (Alu ein ökologisch teuer herzustellendes Metall wird für Bier verplempert) und diese Transportwege?????
    Beim CSD fliegen die leeren Dosen dann massenhaft rum.
    Hier bin ich nunmal extrem konservativ: Bier am liebsten aus kleinen einheimischen Brauereien ... vom Faß ins Glas.
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#3 DreddAnonym
  • 17.01.2022, 14:33h
  • "Bier" und "Kölsch-Style"... dafuq?

    ja, is halt "Veganer Hackbraten", kannst nicht beides gleichzeitig sein...
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#4 LothiAnonym
  • 17.01.2022, 15:51h
  • Antwort auf #2 von Staffelbergblick
  • Vollkommen richtig was Du hier anführst. Aber man ganz ehrlich. Wer greift schon nach diesem Dosenbier? Ich trinke z.B. grundsätzlich nichts aus Alu Dosen. Es wird so schnell wieder in der Versenkung verschwinden wie es hervorgeholt wird. Ist genauso wie dieses EXTRA LABELN von Alkoholischen Getränken zum Pride Fest. Kurzes auftauchen und dann schwups sind sie wieder verschwunden. Schönes Beispiel hierfür der Ostholsteinische Doppelkorn. Schönes Label mal kurzzeitig angebracht in Regenbogenfarben. Darauf großgeschrieben Toleranz. Wohlgemerkt nur kurzfristig und in kleiner Stückzahl.
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#5 StaffelbergblickAnonym
  • 17.01.2022, 16:22h
  • Antwort auf #4 von Lothi
  • ach ... immer diese älteren Herren ;-)
    ich bin auf meine älteren Tage diesbezüglich sehr bewußter geworden. Was hatte ich früher immer allen "Scheiß" mitgemacht. Bei meinem letzten Umzug von einigen Jahren hatte ich mich endlich getrennt von massenweise Nivea Pröbchen, die während der riesigen CSDs vor der Jahrtausendwende tonnenweise unters Volk geworfen wurden, eingepackt in Plastiktütchen. Und dann gab es noch so "herrliche" Lederpseudobeutelchen, gut die konnten zumindest noch als Schlüsseltaschen benutzt werden. Und wer erinnert sich noch an den Melitta-grünen CSD. War ja zweckmäßig mit dem Melitta-Oberarmetui fürs Handy (für den Nachwuchs ...Smartphones gab es damals noch nicht, es wurde noch ganz konventionell telefoniert, soweit die Funkkapazitäten reichten). Das Ding gammelt bei mir als eine Art Souvenir immer noch rum. Und hatten wir jemals Werbegebühren von Calvin Klein verlangt ... just zu jener Zeit, als der "halbe" CSD mit Calvin Klein "Feinripp mit Eingriff" durch die Straßen zog. Wollten "WIR" nicht alle wie Marky Mark präsent sein. Der CSD war aufgrund seiner Kosten und des Aufwandes gut für Marketing-Experten. Und davon soll es ja auch in der "Community" so einige geben.
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#6 LedErich
  • 17.01.2022, 20:07h
  • Lustig, habe gerade zufällig in einer Hotel-Bar in der Allgäuer Pampa ein Bier mit Regenbogen serviert bekommen. Heißt "Heile Welt". Ist zwar bestimmt ganz ohne Pride-Hintergrdanken so gestaltet worden, aber trotzdem nett :-)
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#7 PrideManniAnonym
  • 17.01.2022, 21:12h
  • Sorry Leute in Berlin, Bier (oder allgemein Getränke) in Dosen geht überhaupt nicht!!!
    Schaltet mal den Verstand ein.
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#8 fredinbkkkAnonym
  • 18.01.2022, 05:57h
  • Scottland warum nicht....

    hatte schon Bedenken dasZeugs kommt auch aus China...wie alle Pridefaehnchen
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#9 AtreusProfil
  • 18.01.2022, 06:23hSÜW
  • Ich bin zwiegespalten:

    Einerseits sehe ich die Kommerzialisierung des CSD als Fehler und gefährlich an, da es nur allzu schnell geschehen kann, dass künftig Gewinnstreben und die daraus resultierenden Zwangs- und Abhängigkeitsverhältnisse das eigentliche Anliegen überlagern und künftig die Themensetzung und Ausgestaltung einer gewissen Konformität unterworfen werden muss, andererseits kann eine fähige, integere Person mit dem Geld sicherlich viel Gutes für den Regenbogen, seine Einrichtungen und seine kleinen und großen Kinder bewirken.
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#10 LothiAnonym
  • 18.01.2022, 07:40h
  • Antwort auf #9 von Atreus
  • Wirfst Du mal einen Blick zurück in Deutschland wohlgemerkt, fällt auf, dass der CSD Pride sich im laufe vieler Jahre stark verändert hat. Aus einer kleinen Schwul Lesbischen Demo die HAW wurde ein großes Event. Besonders in den Großstädten. In Berlin wurde schon früh damit begonnen den CSD Umzug mit der Love Parade zu vergleichen. Nur etwas kleiner eben. Aber immerhin tauchten zum Pride wohlwollend auch mehr Geldspenden ein. Das nennt man Werbung für eine gute Sache tun. Mit dem Ergebnis, dass sich der CSD spaltete in andere Grüppchen. Bis heute. Somit gibt es nun in der Hauptstadt den üblichen Karneval CSD mit allem Brimborium drumherum. Den Sponsoren. Sponsorenwagen. Dann gibt es die links Alternative Demo, natürlich in Kreuzberg. Die Lesben mit ihrer eigenen Dyke on March Demo. Und letztendlich die kleinste unter allen, die Trans Demo. So etwas gibt es nur bei uns in Deutschland. Die US Amerikaner können bei. soetwas nur mit den Kopf schütteln. Sind wir nicht allesamt gemeinsam eine Community? Persönlich stimme ich den Amerikaner voll zu.
    Echte Sponsoren spenden Geld für unser Anliegen und benötigen dabei keine großartige Werbung. Außer einen Wagen vielleicht zum Pride Aufmarsch. Der CSD ist längst verkommen zu einer Touristischen Attraktion und zur Partymeile wie z.B. um die Siegessäule in Berliner Tiergarten herum. Mit einer echten politischen Demo nicht mehr zu vergleichen.
    Deshalb sehe ich das ganze Abstimmungsverhalten hier nur wegen einer Biersorte die kurz mal Geld in die Kasse des CSD wirft eher humoristisch an als eine sehr ernst zu nehmende Aktion.
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