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Schottland

Polizei: Von J.K. Rowling angezeigte trans Aktivist*innen sind nicht kriminell

Gegen die drei trans Aktivist*innen, die von der "Harry Potter"-Autorin öffentlich bloßgestellt wurden, wird nicht ermittelt.


J.K. Rowling 2010 bei einer Lesung ihres Buches "Harry Potter und der Stein der Weisen" im Weißen Haus (Bild: Executive Office of the President / wikipedia)

Die schottische Polizei teilte am Montag mit, dass gegen die drei von Schriftstellerin J.K. Rowling angezeigten trans Aktivist*innen keine Ermittlungen mehr durchgeführt werden würden. "Nachforschungen wurden angestellt. Es konnten keine kriminellen Handlungen festgestellt werden", erklärte ein Polizeisprecher nach Angaben des Regionalsenders STV.

Anlass war, dass die drei trans Aktivist*innen – eine Comedienne, eine Schauspielerin und ein Dragking – ein Foto von ihrer "Demonstration" vor Rowlings Privathaus im schottischen Edinburgh veröffentlicht hatten. Rowling warf ihnen dann Doxxing vor, weil angeblich personenbezogene Daten auf dem Bild zu sehen gewesen seien – laut Rowling hätten die Aktivist*innen das Foto bewusst "so gemacht, dass die Adresse zu sehen war". Die 56-jährige Schriftstellerin veröffentlichte auch deren Namen und beklagte, dass sie angeblich Todesdrohungen erhalten habe (queer.de berichtete). Die drei Aktivist*innen wiesen aber zurück, die Autorin bedroht zu haben, und löschten das Bild. Trotzdem seien viele transphobe Droh-Mails bei ihnen eingegangen, so dass diese ihre öffentlichen Profile löschten und sich aus der Öffentlichkeit zurückzogen.

Der Streit zwischen der Feministin Rowling und queeren Aktivist*innen zieht sich bereits seit mehreren Jahren hin. Ende 2019 hatte die "Harry Potter"-Autorin erstmals einen Shitstorm ausgelöst, weil sie sich in sozialen Netzwerken hinter eine Wirtschaftswissenschaftlerin stellte, die trans Frauen abgesprochen hatte, "echte" Frauen zu sein (queer.de berichtete).

Danach provozierte Rowling immer wieder mit Äußerungen, die teilweise persönlich gegen trans Frauen gerichtet waren, die sich für gleiche Rechte einsetzten. Sie warnte zudem vor einer "radikalen Trans-Rechte-Bewegung" (queer.de berichtete). Ihre Aussagen verteidigte sie mit eigener Missbrauchserfahrung (queer.de berichtete).

Im Dezember schrieb Rowling einen sarkastischen Twitter-Eintrag über eine "penishaltige Person, die dich vergewaltigt hat" (queer.de berichtete). (cw)



#1 Katrina_ReichertProfil
  • 17.01.2022, 16:38hDüsseldorf
  • Es ist halt schwer, jemanden zu doxxen, deren Haus eine verdammte !Touristik-Attraktion! mit !!!eigenem Wikipedialemma!!! ist.

    en.wikipedia.org/wiki/Killiechassie

    Dolores Rowling lügt wenn sie den Mund aufmacht, Hauptsache, sie kann weiter ihrem misogynen hass fröhnen.
    Ich würde sie bemitleiden, wenn sie nicht solche Schäden damit anrichten würde.
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#2 DQ24Anonym
  • 18.01.2022, 04:46h
  • Antwort auf #1 von Katrina_Reichert
  • J.K. Rowling lebt nicht dort. Sie hat nur ihren Mann dort geheiratet. Geht aus dem Text hervor.
    Im übrigen: Ob jemand sich bedroht fühlt, oder tatsächlich bedroht wird, sind zwei Paar Schuhe, wie die Polizei bewiesen hat.
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#3 David JacobAnonym
#4 gdfgdgdAnonym
  • 18.01.2022, 19:17h
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist eine moralische Bankrotterklärung und einfach nur erbärmlich.

    Wären wir 30 Jahre zurück, so hätte sie wahrscheinlich gegen Homosexuelle gehetzt.

    Ich möchte hiermit einfach mal alle transidenten umarmen und ihnen sagen, dass nicht ihr Geschlecht oder ihre Geschlechtsidentität sie ausmacht, sondern ihr Charakter. Und natürlich, dass ich wie ein Fels in der Brandung aller gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung gegen Mitglieder meiner queeren Community trotze.

    Wir als queere Community sind vielfältig und doch eins. Uns eint, dass wir Minderheiten sind und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ausgesetzt sind. Uns eint abseits von überholten gesellschaftlich-archaischen Normen zu sein und und zu lieben. Uns eint Liebe. Wir wissen, dass jeder von uns etwas durchmachen musste, was Menschen innerhalb alter gesellschaftlicher Normen nicht durchmachen mussten. Uns eint diese Erfahrung. Wir wissen wer wir sind. Uns kann niemand etwas anhaben, wenn wir zusammenhalten, gegen Menschenverachtung und gegen Diskriminierung!
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