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Streit um Spielzeug

Lego wegen "Queer Eye"-Jacke verklagt

Ein Künstler ist sauer, weil Lego angeblich eine seiner Kreationen unerlaubt kopiert habe. Der dänische Spielzeughersteller sieht das aber anders.


Antonis Outfit rechtsaußen ist der Grund für die Klage (Bild: Lego)

Der dänische Spielzeugkonzern Lego ist laut US-Medienberichten vergangenen Monat vor einem Gericht in Connecticut wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung verklagt worden. Der New Yorker Künstler James Concannon behauptet, eine im Lego-Set zu "Queer Eye" dargestellte Jacke von Essensexperte Antoni Porowski sei eine "offensichtliche Kopie" einer seiner Kreationen und von ihm nicht genehmigt worden.


Antoni Porowski (2.v.l.) mit der Jacke, um die sich jetzt alles dreht (Bild: Christopher Smith / Netflix)

Dabei geht es um eine schwarze Lederjacke, die Porowski in der Show trug und die speziell für den kanadischen "Queer Eye"-Darsteller angefertigt worden sei. Porowski habe wiederholt Concannons Kleidung getragen – und Netflix habe in den ersten Staffeln stets die Genehmigung dafür eingeholt, hieß es in Gerichtsunterlagen. Nur bei dieser Jacke sei dies nicht erfolgt – Concannon habe zunächst an ein Versehen geglaubt. Als er dann das Lego-Set mit dem "Queer Eye"-Loft sah, habe er seinen Augen nicht getraut: Dort sei seine Jacke mit leichten Abänderungen kopiert worden. Dabei habe Lego die "spezifische Platzierung" und die "Anordnung" des Designs übernommen, auch wenn Einzelheiten geändert worden seien.


Das 974-teilige Set ist seit letzten Jahr im Verkauf. Es kostet in Deutschland 99,99 Euro.

Laut der Klageschrift habe Concannon Lego nach der Veröffentlichung des Sets kontaktiert. Ein Kundenbetreuer habe ihm dann ein kostenloses Set für seinen sechsjährigen Sohn angeboten. Später habe aber ein anderer Vertreter erklärt, dass die Firma keine Produkte kostenlos abgebe. Weiter hieß es, dass eine von Concannon kontaktierte Anwaltskanzlei dem Spielehersteller eine Unterlassungsaufforderung zugesandt habe. Lego habe aber die Abgabe verweigert und erklärt, dass Netflix eine "implizierte Lizenz" zum Zeigen der Kreationen von Concannon habe, die auch Lego nutzen dürfe. Concannon verlangt nun Schadensersatz für die Nutzung des Jackendesigns sowie die Zahlung seiner Anwaltskosten.

Concannon hatte im November auf Instagram den Vorgang beschrieben ("Schande über dich, Lego"). Er behauptete damals, dass Lego ihm zunächst mehrere Produkte versprochen habe, dieses Angebot aber später zurückgezogen habe. Er warf dem dänischen Unternehmen "Diebstahl" seines geistigen Eigentums vor. Zudem erklärte er: "Wenn es einen Anwalt für Eigentumsrecht gibt, der diesen Fall vor Gericht bringen kann, soll er sich bei mir melden." Dies ist offenbar geschehen. (dk)



#1 DreddAnonym
  • 17.01.2022, 16:57h
  • Ey, ich hab als 12jähriger auch Pins an meine Lederjacke gesteckt und n Mittelfinger aufn Rücken gepatcht....

    *gleich mal Klage einreichen
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#2 HaukeAnonym
  • 17.01.2022, 23:35h
  • Antwort auf #1 von Dredd
  • Ich glaube es geht eher darum, daß Lego gerade jeden und alles wegen Nichtigkeiten verklagt oder Unterlassungen verhängt! Lego sich andererseits das Recht raus nimmt Dies selber zu tun und sich auch noch im Recht sieht!
    Lego wird immer unsympathischer. Kaufe seit ca. 2 Jahren nur noch Steinesets von anderen Herstellern, teils mit besserer Qualität!
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