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Wer wird Deutschland vertreten?

ESC-Vorentscheid nicht mehr im Ersten

Die ARD macht den 4. März zum ESC-Tag. Der Vorentscheid wird dieses Jahr aber nur in den Regionalprogrammen unter dem (hoffentlich nicht sarkastisch gemeinten) Titel "Germany 12 Points" ausgestrahlt.


Barbara Schöneberger moderiert seit Jahren fast alles im deutschen TV weg, darunter auch den ESC (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

In gut sechs Wochen wird sich entscheiden, wer Deutschland beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin vertreten wird. Der NDR kündigte am Dienstag für den 4. März (Freitag) den "großen ARD-ESC-Tag" an. Am Abend sollen alle Dritten Programme die Sendung "Germany 12 Points – der deutsche ESC-Vorentscheid" live aus Berlin übertragen. Moderiert wird die Show erneut von Barbara Schöneberger. "Germany 12 Points" soll gleichzeitig auch in der ARD-Mediathek und auf eurovision.de gezeigt werden.

Anders als bisher soll die Show damit nicht mehr im Ersten ausgestrahlt werden, sondern nur noch in den Regionalprogrammen. Den letzten Vorentscheid 2019 hatten im Ersten 2,84 Millionen Menschen verfolgt – und damit weniger als halb so viele wie den parallel im ZDF laufenden Krimi "Um jeden Preis". In den letzten beiden Jahren verzichtete die ARD auf einen Vorentscheid und wählte den Song intern in einem mehrstufigen Jury-Verfahren aus.

Bereits am 10. Februar will die ARD die Kandidatinnen und Kandidaten für den Vorentscheid mit ihren Songs auf eurovision.de präsentieren. Derzeit ist die deutsche ESC-Fachjury dabei, diese Musiker*innen auszusuchen.

Die Jury besteht aus Alexandra Wolfslast, Chefin der deutschen ESC-Delegation, sowie Musikexpertinnen und -experten der Radio-Popwellen der ARD, die erstmals integraler Bestandteil des Auswahlverfahrens sind. Bei den beteiligten Sendern handelt es sich um Antenne Brandenburg, Bayern 3, Bremen Vier, hr3, MDR Jump, NDR 2, SR 1, SWR3 und WDR 2. Insgesamt waren 944 Bewerbungen von Music-Acts mitsamt ihrer Songs eingegangen. Beworben haben sich nach eigenen Angaben auch die umstrittene Dragqueen Nina Queer und der Künstler LEOPOLD. Die Musik-Redaktionen können außerdem eigene Vorschläge mit einbringen.

Twitter / eurovisionde
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Nach der Auswahl durch die ESC-Fachjury ist das ARD-Publikum gefragt: Es bestimmt den Musik-Act für Deutschland beim ESC 2022. Die Abstimmung im Netz beginnt bereits am 28. Februar. Die Userinnen und User können ab dem Tag aus den vorgestellten Acts ihren Favoriten bei den Online-Auftritten der neun ARD-Popwellen wählen.

Insbesondere bei "ARD-ESC-Tag" am 4. März sollen die Popwellen der ARD die infrage kommenden Songs rauf und runter spielen und die Hörer*innen zur Abstimmung aufrufen. Das wird dann auch per Telefon und SMS möglich sein.

Letztes Jahr trat der offen schwule Sänger Jendrik Sigwart mit "I Don't Feel Hate" für Deutschland an. Der Song wurde vom NDR ohne Beteiligung der Zuschauer*innen ausgewählt. Das Lied landete am Ende im ESC-Finale mit drei Punkten lediglich auf dem 25. und damit dem vorletzten Platz.

Direktlink | Im letzten Jahr traf der deutsche Beitrag nicht den Geschmack des europäischen Publikums
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Den ESC-Sieg holte letztlich die italienische Band Måneskin. Das Finale in diesem Jahr ist für den 14. Mai geplant. Beim 66. Song Contest wollen insgesamt 41 Länder teilnehmen. (dk)

Direktlink | In anderen Ländern laufen die Vorentscheide schon – in Norwegen geht es etwa um pinke Flamingos
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#1 Lys AsAnonym
  • 18.01.2022, 14:24h
  • "nur in den Regionalprogrammen"

    Deutlicher kann die ARD nicht sagen, dass ihr der ESC und die Zuschauer:innen egal sind. Ganz besonders nach all den Jahren des Versagens vom nunmehr pensionierten NDR-Schreiber.

    Deutschland hat musikalisch für den ESC ohnehin nichts zu bieten. Warum also das unwürdige Rumgeeiere nicht ehrlicherweie beenden und einfach nicht mehr teilnhemen? Das eingesparte Geld kann man ja in noch eine weitere Fußball-Lizenz stecken, aber bloß nicht in Kulturfernsehen.
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#2 DreddAnonym
  • 18.01.2022, 14:28h
  • Würde mich wundern wenn am Ende jemand anderes als Eskimo Callboys zum ESC geschickt werden... schlechte Mucke aber schrill im Auftritt, könnten ergo nen vorderen Platz (zumindest top 10) erreichen !
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#3 MeckieAnonym
  • 18.01.2022, 14:42h
  • Antwort auf #1 von Lys As
  • Der NDR Schreiber wurde nicht pensioniert, sondern er wurde befördert und arbeitet nun für die Degeto. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Aber so funktioniert es halt bei den öffentlichechtlichen Sendern. Mach schlechte, billige Arbeit voller Misserfolge und am Ende wirst du belohnt und dazu fürstlich entlohnt, fast wie bei Politikern in der deutschen Politik!
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#4 DreddAnonym
  • 18.01.2022, 14:44h
  • Antwort auf #1 von Lys As
  • Du hast recht, es muss definitiv nicht noch mehr Geld in "Kultur" gesteckt werden, die Anzahl der verfügbaren Sender (TV & Radio), die auf den Mediatheken bereitgestellten Inhalte sowie der Finanzierung verschiedener Orchesters ist jetzt schon übertrieben. Da kann das Angebot von Sport und ESport wirklich mal ausgebaut werden, läuft ja primär alles auf den privaten oder Pay TV, die Öffentlichen haben ja nicht mal die Rechte Bildmaterial der Spiele online zu stellen!
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#5 PetterAnonym
  • 18.01.2022, 16:56h
  • Was für eine krude Entscheidung.

    "Den letzten Vorentscheid 2019 hatten im Ersten 2,84 Millionen Menschen verfolgt und damit weniger als halb so viele wie den parallel im ZDF laufenden Krimi"

    Und das lag nicht am Sender, sondern am Konzept. Solange sich das Konzept nicht ändert, wird sich auch am Interesse daran nichts ändern, egal wie oft man das zwischen verschiedene Sender hin- und herschiebt.

    Und das zeitgleich in allen Dritten zu zeigen, ist nun wirklich die dümmste Entscheidung.
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#6 WayneAnonym
  • 18.01.2022, 18:15h
  • Antwort auf #2 von Dredd
  • Gut dass Geschmäcker verschieden sind. Eskimo Callboy (bis dahin vermutlich mit anderem Namen) haben ne riesen Fanbase und würden auch komplett andere Leute mal zum ESC Gucken ziehen. Bei den Entscheidungen der Jury die letzten Jahre würde ich mir sogar stark wünschen, dass es die Jungs aus Castrop-Rauxel werden. Italien hat es letztes Jahr doch vorgemacht, dass es nicht die 0815 Pop-Nummer sein muss.
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#7 DreddAnonym
  • 18.01.2022, 19:19h
  • Antwort auf #6 von Wayne
  • Mein Kommentar kommt auch zynischer daher als gewollt, ich feier den ESC und hab Eskimos auch schon vor Jahren mal live auf Wacken gesehen, die passen perfekt zum ESC.

    Musikalisch ist der ESC halt grottig, aber das ist halt auch Teil des Charmes!
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#8 JHJHAnonym
  • 19.01.2022, 10:06h
  • Na ja ... mal die Kirche im Dorf lassen ...
    Der ESC ist nur mehr trash - keine besondere Kultursendung.
    Schlechte Interpreten die in ihren schlichten Fähigkeiten künstlerischen Anspruch dünken - schlechte songs - affiger Ablauf mit grottenschlecht englisch radebrechenden Landesmoderatoren mit standardisierten Floskeln - undurchsichtiges Auswahlverfahren ...
    Ich kann da wirklich keine besondere Qualität dahinter sehen.
    Und von den Teilnehmern gehen alle unter - nur Strohfeuer.
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#9 Wombat07Anonym
  • 20.01.2022, 12:46h
  • Wir haben viele großartige Künstler, auch außerhalb des professionellen Sektors, die haben aber keine Lust sich zum Affen zu machen.
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#10 gute ideeAnonym
  • 23.01.2022, 20:23h
  • Antwort auf #5 von Petter
  • Ich finde die Entscheidung, die Sendung auf allen "Dritten" zu zeigen, ziemlich clever.

    Das ARD Hauptprogramm wendet sich im Altersdurchschnitt an Renter - Wenn die Sendung aber auf gefühlten 10 Kanälen läuft, kann man der als Zapper nicht entkommen und so hat sie bestimmt mehr Erfolg, als wenn sie nur auf der ARD läuft.
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