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Fußball-WM

Olaf Scholz sichert LGBT-Community in Katar Unterstützung zu

Die von Mr. Gay Germany 2020 ins Leben gerufene Initiative "Liebe kennt keine Pause" wird auch vom Bundeskanzler unterstützt.


Olaf Scholz im Video von "Liebe kennt keine Pause"

  • 19. Januar 2022, 14:16h 21 2 Min.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat anlässlich der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in einem Unterstützervideo für die Initiative "Liebe kennt keine Pause" deutlich gemacht, dass er die queere Community auch in Katar unterstütze: "Es muss egal sein, wen man liebt, ob man als Mann oder als Frau geboren ist und wie man leben möchte. Nicht nur hier in Deutschland, sondern überall auf der Welt – und auch in Katar, wo 2022 die nächste Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet", erklärte der 63-Jährige in dem gut einminütigen Video, das bereits letztes Jahr vor der Bundestagswahl aufgenommen worden war. Es wurde am Dienstag auf der Instagramseite von "Liebe kennt keine Pause" veröffentlicht.

Scholz erklärte weiter: "Lasst uns dafür sorgen, dass diese Botschaft Gehör findet und verbreitet wird, dass die LGBT-Community in Katar und auf der ganzen Welt hört, dass wir sie unterstützen."

In der zweiten Hälfte des Videos fordert der Kanzler "Respekt für die vielen Tausend Arbeiterinnen und Arbeiter", die in Katar schwierige Bedingungen ertragen müssten. "Nachvollziehbare Lieferketten und das Achten von Arbeitsstandards muss verbindlich sein", so Scholz. "Hier sollen sich der DFB, die vielen Spieler, Trainer und natürlich auch alle Fans anschließen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch diese Weltmeisterschaft für Millionen Menschen Grund ist, sich auf die Zukunft zu freuen."

Ein Unterstützervideo von Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) war bereits zuvor veröffentlicht worden. In früheren Videos hatten auch Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn oder der Ex-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer (beide CDU) die Initiative unterstützt.

Die WM der Herren soll im November und Dezember in Katar stattfinden. Am Gastgeberland entzündet sich seit längerem Kritik. So steht dort auf Homosexualität eine siebenjährige Gefängnisstrafe, nach islamischem Recht ist sogar die Verhängung der Todesstrafe möglich. Deshalb kommen etwa vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland Forderungen nach einem Boykott (queer.de berichtete). DFB-Direktor Oliver Bierhoff erklärte jedoch, ein Boykott sei "keine Option".

"Liebe kennt keine Pause" war von Benjamin Näßler, dem Mr. Gay Germany 2020, ins Leben gerufen worden. Der Hobby-Fußballer will damit auf die Homosexuellenfeindlichkeit in Katar aufmerksam machen. In einer Petition wird gefordert, "dass der Druck auf Katar erhöht wird, die Diskriminierungspraxis von Homosexuellen zu beenden und eine WM möglich zu machen, bei der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und sexueller Neigung willkommen sind". (cw)

-w-

#1 AtreusEhemaliges Profil
  • 19.01.2022, 15:58h
  • Wie sinnfrei und überaus bequem, sich mit solch einer Botschaft auf einem Instagramkanal an ein ausgewähltes Publikum zu richten, das ohnehin dieselbe Meinung vertritt und der adressierten LGBTQ Familie angehört, statt als Bundeskanzler die FIFA, die Kataris und die profitierenden Unternehmen zu konfrontieren. Noch schlimmer finde ich, dass sich wieder eine beachtliche Zahl unserer Brüder und Schwestern von diesem politisch vollkommen kostenfreien Video blenden lassen und selbiges als Maßnahme misinterpretieren.
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#2 LothiAnonym
  • 19.01.2022, 16:15h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Schwester Lothi läßt sich nicht dadurch blenden, nur weil unser Bundeskanzler sich mal an uns wendet. Aber Zugeständnisse darf man doch hier machen. Doch wenn eins stimmt, dann folgendes: die Debatte über die Fußball Weltmeisterschaft in Katar hat schon seine wenn auch nicht zufriedenstellende Kreise gezogen. Ich für mein Teil trage dazu bei, indem ich mir kein Spiel im TV anschaue. Fällt diesmal komplett aus. Aus Protest.
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#3 SakanaAnonym
  • 19.01.2022, 16:19h
  • Antwort auf #2 von Lothi
  • Wenigstens äußert sich ja mal ein Bundeskanzler öffentlich in der wichtigen Sache und setzt ein Zeichen... kann mich jetzt nicht entsinnen, dass die ehemalige verehrte Frau Bundeskanzlerin sowas in ihrem ersten Amtsjahr in den darauffolgenden Jahren jemals getan hätte....
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