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DFB-Pokal

Bochum-Fans beschimpfen Mainzer Fußballer als "schwule Sau"

Erneut gab es einen homophoben Zwischenfall in einem Fußballstadion – und das, obwohl nur 750 Fans anwesend waren.


Vorwürfe gegen Bochum-Fans nach einem Pokalspiel (Bild: VfL Bochum)

  • 20. Januar 2022, 13:42h, noch kein Kommentar

Ein homophober Zwischenfall überschattet das DFB-Pokalspiel zwischen den Bundesligisten VfL Bochum und FSV Mainz 05 vom Dienstagabend: Fans der nordrhein-westfälischen Heimmannschaft sollen laut "Bild" den 25-jährigen Mainzer Spieler Moussa Niakhaté "Du schwule Sau" zugerufen haben. Neben der homofeindlichen Beschimpfung hätten Fans auch "Brich ihm die Beine" in Richtung des Franzosen skandiert. Bei dem Spiel waren coronabedingt nur 750 Zuschauer*innen vor Ort zugelassen. Die Bochumer konnten es am Ende mit 3:1 für sich entscheiden.

Auch in sozialen Netzwerken äußerten sich Mainz-Fans empört: "Vielleicht solltet ihr einfach mal die Fresse halten Bochum. Eure homophoben Kommentare hört man super im Fernsehen. Schämt euch", schrieb ein Mainzer Fan. Das Spiel war nur im Pay-TV zu sehen.

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Bochums Sicherheitschef Andreas Rösner zeigte sich von den Berichten über Homophobie überrascht: "Ich habe davon in den sozialen Medien gelesen, aber selbst nichts mitbekommen. Im Spielbericht ist auch nichts dergleichen vermerkt." Im Nachgang sei es nun schwierig, jemanden "aus so einer Menge zu identifizieren". Rösner betonte, dass der Verein viel Wert auf Fairplay lege. "Insofern sind solche Beleidigungen nicht akzeptabel, aber sie sind bei einem Spiel leider immer wieder mal präsent – das sind die Erfahrungswerte auch aus anderen Stadien. Und in einem leeren Stadion kann man sie natürlich deutlicher hören."

St. Pauli schafft Überraschung im Regenbogentrikot

Zu den größten Überraschungen des Pokal-Achtelfinals zählte, dass Zweitligist FC St. Pauli Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund mit 2:1 aus dem Weg räumte. Dabei trugen die Hamburger das diese Saison eingeführte Pride-Trikot mit den Regenbogenfarben im Vereinslogo. Außerdem lief St.-Pauli-Kapitän James Lawrence mit Regenbogenbinde auf. Der Club aus dem Norden setzt sich bereits seit Jahren für queere Rechte ein (queer.de berichtete). (cw)

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