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Wisconsin, Kansas oder doch lieber die Jungferninseln?

American Song Contest startet im März

US-Sender NBC verspricht "America's Next Big Hit", wenn im März der Ableger des Eurovision Song Contest losgeht. Künstler*innen aus 56 Staaten und Territorien sollen gegeneinander antreten.


Der offizielle US-Ableger feiert 66 Jahre nach dem Start des Eurovision Song Contest Premiere (Bild: NBC)
  • 20. Januar 2022, 15:19h, noch kein Kommentar

Der erste interkontinentale ESC-Ableger wird im Frühjahr an den Start gehen: Wie NBC mitteilte, wird der American Song Contest ab dem 21. März wöchentlich immer montags zwischen 20 und 22 Uhr gezeigt (mit wohl den üblichen 30 bis 40 Minuten Werbung). Das Finale will der Privatsender am 9. Mai übertragen – und damit nur einem Tag vor dem ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest in Turin. Bei der US-Show soll aus 56 Bewerber*innen ein Siegertitel gefunden werden (zum Vergleich: beim ESC treten dieses Jahr 41 Länder an).

Ursprünglich sollte die amerikanische Show bereits am 21. Februar starten. Allerdings wurde die Sendung wegen der Omikron-Variante des Corona-Virus um einen Monat nach hinten geschoben.

"Größtes Livemusikevent, das Amerika jemals gesehen hat"

In der neuen Sendung antreten werden Musiker*innen aus allen 50 Bundesstaaten sowie der nicht zu einem Staat gehörenden Hauptstadt Washington und aus fünf zu den USA gehörenden Territorien (Samoa, Guam, Nördliche Marianen, Amerikanische Jungferninseln und Puerto Rico). Vorentscheide finden in den Bundesstaaten nicht statt, vielmehr bestimmt das Produktionsteam, wer für welchen Staat teilnehmen darf. Die Künstler*innen müssen dabei eine "starke Verbindung" zu der Region haben, für die sie singen. Wie beim ESC gibt es auch beim ASC ein Mindestalter von 16 Jahren. In einem Trailer kündigte NBC die Show bereits im Dezember als "größtes Livemusikevent, das Amerika jemals gesehen hat" an. Geplant sind offenbar mehrere Qualifikationsrunden sowie Halbfinals und ein Finale.

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Wie in der Originalshow müssen alle Sänger*innen oder Bands live singen und in einer Live-Sendung antreten. Der Gewinnersong soll durch das TV-Publikum und eine "Jury aus Profis der Musik-Industrie" bestimmt werden. Noch ist unklar, ob die US-Version auch in Deutschland zu sehen sein wird.

Viele Einzelheiten der Sendungen sind bislang noch unklar. Zum Produzententeam gehört mit Christer Björkman auch ein ESC-Veteran: Der offen schwule 64-Jährige vertrat Schweden 1992 mit dem Song "I morgon är en annan dag" beim Grand Prix, wurde später schwedischer ESC-Delegationsleiter und war bis 2021 Produzent des schwedischen Vorentscheids "Melodifestivalen".

Es gibt bereits seit Jahren Gerüchte über eine US-Version des ESC – schon kurz nach der Jahrtausendwende überlegte NBC, ob es die Rechte erwerben soll und die Show zu einer Konkurrenz der Fox-Reihe "American Idol", der US-Version von DSDS, aufbaut. Letztlich dürfte der Erfolg des oscarnominierten Netflix-Films "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga" dazu beigetragen haben, dass NBC nun einen Versuch wagt.

Vor dem Film war der ESC den meisten Amerikaner*innen unbekannt, hatte aber Fans in der queren Szene: Der ESC wurde mehrere Jahre lang von Logo übertragen, einem queeren TV-Sender. US-Kommentatorin war unter anderem die aus "RuPaul's Drag Race" bekannte Dragqueen Shangela (queer.de berichtete). (dk)