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Neuer Schlag für lesbische Entertainerin

Weitere Show von Ellen DeGeneres abgesetzt

Einst war "Ellen's Game of Games" die erfolgreichste Primetime-Gameshow. Nach Mobbingvorwürfen muss sich die lesbische Moderatorin aber auch von dieser Sendung verabschieden.


Bei "Ellen's Game of Games" hat es sich ausgespielt (Bild: NBC)

Der US-Privatsender NBC wird die Spielshow "Ellen's Game of Games" laut dem Branchenmagazin "Deadline" nach vier Staffeln nicht verlängern. Grund sind die massiv gefallenen Einschaltquoten der letzten Staffel, die von Oktober 2020 bis Mai 2021 ausgestrahlt wurde. In der Show traten nichtprominente Kandidat*innen in verschiedenen Geschicklichkeitsspielen gegeneinander an und kämpften um das Preisgeld in Höhe von 100.000 Dollar (knapp 90.000 Euro).

Anlass für das schwindende Publikumsinteresse waren offenbar kurz vor der Staffelpremiere bekannt gewordene Mobbingvorwürfe gegen die Entertainerin, die ihr Image als menschenfreundliche Zuhörerin erheblich beschädigten (queer.de berichtete). Diese hatte bereits zur Folge, dass DeGeneres' äußerst erfolgreiche Nachmittagstalkshow in diesem Jahr nach zwei Jahrzehnten eingestellt wird (queer.de berichtete).


Die Karriere von Ellen DeGeneres musste mal wieder Schläge hinnehmen

Von "Ellen's Game of Games" sind seit 2017 insgesamt 58 je einstündige Folgen gezeigt worden. 2019 war die Sendung die nach Einschaltquoten erfolgreichste Spielshow im Hauptabendprogramm. In der Spitze sahen rund neun Millionen Zuschauer*innen zu, zuletzt sank die Quote aber unter zwei Millionen.

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NBC verkaufte die Senderechte von DeGeneres' Show auch in mehrere andere Länder, darunter auch an den deutschen Privatsender Sat.1. Sechs 90-minütige Folgen mit Moderator Bülent Ceylan wurden im September und Oktober 2018 gezeigt. Obwohl Kritiker*innen die Spielshow als kurzweilig lobten, wurde sie nach nur einer Staffel eingestellt. Grund sind die schlechten Einschaltquoten, die zwischen 930.000 und 1,5 Millionen Zuschauer*innen lagen, was für eine 20.15-Uhr-Sendung als sehr schwach gilt.

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Ellen DeGeneres war in den Neunzigerjahren zur queeren Ikone geworden, als sie sich im Jahr 1997 im wirklichen Leben und dann in ihrer Sitcom "Ellen" outete. Diese Folge der sonst als eher mittelmäßig angesehenen Serie konnte die höchste Einschaltquote einer Sitcom in den Neunzigerjahren verbuchen.

In der damals homophoben Atmosphäre weigerte sich ein Sender in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama damals sogar, wegen der Homosexualität der Darstellerin diese Folge zu zeigen. Die Episode hatte aber große Auswirkungen: Produzent*innen späterer Sendungen mit queeren Figuren – etwa der 1998 gestarteten Sitcom "Will & Grace" – erklärten, dass "Ellen" ihnen den Weg geebnet hätte und TV-Sender dadurch offener für schwule oder lesbische Thematiken geworden seien.

Der Serie "Ellen" hat die Folge jedoch nicht geholfen. Sie wurde kurz nach der Coming-out-Episode abgesetzt und DeGeneres erlebte einen teilweise auf der Skandalisierung ihrer sexuellen Orientierung basierenden Karriereknick. Mit ihrer Nachmittagstalkshow konnte sie aber ab 2003 die Herzen des in Bezug auf Homosexualität weltoffener werdenden US-Publikums wieder erobern. Bis zum Mobbingskandal galt sie als einer der populärsten TV-Gesichter Amerikas. (dk)

Direktlink | Ellen DeGeneres kommentierte 2017 in ihrer Show die Coming-out-Episode
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#1 RecherchehinweisAnonym
  • 20.01.2022, 17:30h
  • anscheinend ist der CD(S)U das Programm des "Ersten" zu Minderheitenlastig, auch deshalb soll es nach deren Vorstellung abgeschafft werden...?!?!?!?!?!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 andreAnonym