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Programmänderung

ARD hievt #OutInChurch-Doku in die Primetime

Statt einer Hai-Doku zeigt Das Erste am Montagabend zur besten Sendezeit einen einstündigen Film über das Coming-out von mehr als 100 Mitarbeitenden der katholischen Kirche. Bereits jetzt steht das Werk zum Streaming zur Verfügung.


Die Doku "Wie Gott uns schuf" läuft bereits um 20.30 Uhr (Bild: Screenshot ARD-Mediathek)

"Es ist das größte Coming-out in der Geschichte der katholischen Kirche. Und es geschieht jetzt in Deutschland." Mit diesen Worten leitet ein Sprecher die Dokumentation über das Massen-Coming-out unter dem Hashtag #OutInChurch ein, das erst am Montagmorgen publik gemacht wurde. Die Sendung wird überraschend zur Hauptsendezeit um 20.30 Uhr im Ersten gezeigt. Über 120 Mitarbeitende outeten sich auf der Kampagnen-Webseite und im Rahmen der Dokumentation als queer – und müssen nun wegen der Ablehnung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten in der ältesten christlichen Kirche um ihren Job bangen (queer.de berichtete).

Die einstündige Sendung ist bereits jetzt in der ARD-Mediathek abrufbar – und wird in dem Streamingportal als Highlight angepriesen. Ursprünglich wollte Das Erste die Dokumentation am Montagabend auf einem späten Sendeplatz kurz vor 23 Uhr zeigen.

Kurzfristig hat man sich am Morgen umentschieden: Die Doku wird um 20.30 Uhr nach der "Tagesschau" und einem "ARD extra" zur Corona-Pandemie gezeigt – und damit zur besten Sendezeit. Ursprünglich war für diese Sendezeit die Natur-Doku "Haie leben gefährlich" aus der Reihe "Erlebnis Erde" geplant. Wegen der längeren Laufzeit der Kirchen-Dokumentation verschiebt sich die darauffolgende Talkshow "Hart aber fair", in der über die hohen Energiepreise gesprochen wird, auf 21.30 Uhr. Die "Tagesthemen" werden dann um 22.40 Uhr ausgestrahlt.

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Inspiriert worden war die Initiative #OutInChurch durch die Aktion #ActOut, bei der sich vor einem Jahr zahlreiche queere Schauspieler*innen outeten (queer.de berichtete). Danach gab es eine Aktion von queeren Pädagog*innen mit dem Hashtag #TeachOut (queer.de berichtete).

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In der ARD-Mediathek wird nicht nur die Doku gezeigt, sondern auch Einzelinterviews mit Dutzenden der Menschen, die sich in der Aktion geoutet haben. Die Einzelinterviews haben in der Regel eine Länge von zwei bis drei Minuten.

Wöchentliche Umfrage

» Wird die katholische Kirche nach #OutInChurch endlich ihre Attacken gegen LGBTI einstellen?
    Ergebnis der Umfrage vom 24.01.2022 bis 31.01.2022


#1 AtreusProfil
  • 24.01.2022, 11:09hSÜW
  • Ein Spezial zu struktellem Menschenhass, Missbrauch und Konversions-Menschenversuchen zur Primetime in der ARD, in der Opfer zur Sprache kommen und Täter mit ihrer Tat und Doppelmoral konfrontiert werden? - Fehlanzeige!

    Anne Will oder Plasberg mit einer Sendung über Ratzinger und sein verbrecherisches System? - Fehlanzeige!

    Eine Gruppe von Menschen, die mit internalisierter Homophobie ihrer eigenen Diskriminierung zuarbeiten und helfen, die oben erwähnten Strukturen am Leben zu halten? - Check, machen wir!

    Ich möchte nur noch speihen.
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#2 elimAnonym
  • 24.01.2022, 11:22h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Ich versteh zwar was Du meinst, aber für eine Organisation wie die ARD mit den Kirchen im Rundfunkrat ist es schon ein Schritt in die richtige Richtung - wie viele von der cis-het-Mehrheitsgesellschaft haben das mit den hinterhältigen Klauseln im Kirchenarbeitsrecht wirklich auf dem Radar? Und vielleicht erkennt auch der eine oder die Andere den ganzen internalisierten Selbsthass in der Kampagne...

    Jede der halbwegs gesellschaftskritischen Reportagen die nicht jenseits der 23 Uhr versteckt werden, egal zu welchem Thema, ist ein Gewinn.
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#3 KopfschüttelAnonym
  • 24.01.2022, 11:27h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • "Eine Gruppe von Menschen, die mit internalisierter Homophobie ihrer eigenen Diskriminierung zuarbeiten und helfen, die oben erwähnten Strukturen am Leben zu halten? - Check, machen wir!"

    Hast du mal in die Doku reingeschaut? Wer sagt denn, dass diese Strukturen erhalten bleiben? Vielleicht sorgt es ja für mehr Kirchenaustritte.
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#4 DreddAnonym
#5 ZenkimausiAnonym
#6 AyidaProfil
  • 24.01.2022, 16:00hHessen
  • Antwort auf #3 von Kopfschüttel
  • In der katholischen Kirche dürfen im Jahr 2022 nur Cis Männer richtig Karriere machen, weil "Gott" das so will oder so. Und ob LGBTQ Menschen Rechte haben sollten, Verhütung erlaubt sein sollte oder man seinen Embryo abtreiben darf, hängt von der Interpretation der Bibel ab oder davon was "Gott" angeblich denkt. Ich finde es gut, dass diese queeren Katholik*innen sich outen, aber wie ich ihre Zugehörigkeit zur kath. Kirche finde steht auf einem ganz anderem Blatt.
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#7 Max83Anonym
  • 24.01.2022, 16:33h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Aktuell wird auch viel über die Falschaussagen von Pabst Benedikt XVI. in einem Gutachten zu Kindesmissbrauch berichtet.

    Das sorgt vielleicht auch noch für die nötigen Austritte.

    Zumindest zeigt das beide Themen gerade gleichzeitig stattfinden, wunderbar die Doppelmoral.

    Zum einen wird Kindesmissbrauch gefördert und vertuscht und gleichzeitig gegen queere Menschen gehetzt.
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#8 GodzillaAnonym
  • 24.01.2022, 17:09h
  • Ich hätte lieber die Doku über Haie gesehen und das hat zwei Gründe:

    Um mehr über diese wunderbaren und wichtigen Tiere zu erfahren und weil ich absolut nichts von Religion halte.

    Sich als LGBTI+ zu identifizieren und einer Religion anzugehören passt nicht, da kann man mir noch so viel erzählen.
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#9 DreddAnonym
#10 daVinci6667
  • 24.01.2022, 18:36h
  • Antwort auf #8 von Godzilla
  • Nun es passt heute nicht. Zumindest für Menschen wie wir mit Rückgrat. Wir sind nicht so flexibel und lassen alles mit uns machen. Sonst würden wir uns dabei alle Knochen brechen.

    Gläubige LGBTIQ versuchen halt die Kirche von innen zu ändern. Sollen sie halt. Nur mein Ding wäre das nicht. Wozu so viel Energie verbrauchen? Das dauert Ewigkeiten bis sich da was ändert. Bis dann ist das eigene Leben bereits rum! Weshalb startet man überhaupt als Queer eine kirchliche Laufbahn? Man weiss doch wie das endet. Hat schon was masochistisches.

    Trotzdem. Gut wenn sich auch bei den Katholiban endlich endlich was andern würde. Daher gut, sogar sehr gut dieses Massenouting.

    Gleichzeitig hoffe ich inständig das diese Kirche vom Erdboden verschwindet. Spätestens dann werden die sich einen neuen Job suchen müssen

    Viel zu viele Verbrechen wurden und werden im Namen dieser Kirche begangen. Nur schon deshalb würden Menschen mit Rückgrat niemals für die Kirche arbeiten. Ganz unabhängig ob nun LGBTIQ oder nicht.
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