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Katholische Kirche

Wegen Selfie mit Prince Charming rausgeschmissener Seminarist verkündet Kirchenaustritt

Nach einem spontanen Foto mit Datingshow-Teilnehmer Alexander Schäfer war der katholische Priesterkandidat Henry Frömmichen von seiner Kirche gefeuert worden. Jetzt dreht er seiner früheren religiösen Heimat vollends den Rücken zu.


Wegen dieses Fotos schmiss die katholische Kirche Henry Frömmichen aus dem Priesterseminar – laut einem soeben veröffentlichten Missbrauchsgutachten hatte die Kirche allerdings Kinderschänder jahrelang gedeckt. Dieser Widerspruch führt nun dazu, dass Frömmichen seinen Austritt erklärt (Bild: __itsmehenry__ / instagram)

Der 22-jährige ehemalige Priesteramtsanwärter Henry Frömmichen hat am Wochenende in sozialen Netzwerken seinen Austritt aus der katholischen Kirche bekannt gegeben. Als Grund nannte der gläubige Christ den Missbrauchsskandal, der seit letzter Woche das Erzbistum München und Freising erschüttert. Er sei dadurch "tief getroffen und aufgewühlt" gewesen, habe aber schon länger mit sich gerungen, ob die katholische Kirche noch seine Heimat ist, erklärte Frömmichen in einem 15-minütigen Video. Darin steht er vor einer Regenbogenfahne.

Frömmichen hatte letzten April für Schlagzeilen gesorgt, als er bekannt machte, dass er wegen eines Zufalls-Selfies mit "Prince Charming"-Star Alexander Schäfer seinen Platz im Priesterseminar verlor (queer.de berichtete). Der Leiter des Münchner Priesterserminars habe ihm vorgeworfen, sich mit Homosexuellen zu solidarisieren und Homosexualität zu propagieren. Dies entspreche nicht der Lehre der katholischen Kirche – deshalb müsse er gehen.

Später erklärte Frömmichen, dass er das für ihn so folgenschwere Selfie nicht bereue: "Ich finde, es ist wichtig, gerade in der heutigen Zeit einfach Farbe zu bekennen und einfach für das einzustehen und für die Menschen einzustehen, die einem wichtig sind" (queer.de berichtete). Das Erzbistum München und Freising wollte sich bei Presseanfragen zu dem Fall nicht äußern.

Das von Frömmichen angesprochene Münchner Missbrauchsgutachten bescheinigt Bischöfen in hunderten Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern durch Priester Führungsversagen im Umgang mit den Tätern sowie fehlende Sorge für die Geschädigten. Daraus geht auch hervor, dass Ex-Papst Benedikt XVI. als Münchner Erzbischof Joseph Ratzinger 1980 an einem Treffen zu einem Fall teilgenommen hatte, aber später behauptete, dass er nicht anwesend gewesen sei. Am Montag gab der 94-jährige Geistliche schließlich seine Falschaussage zu. (cw)



#1 Lucas3898Anonym
#2 TrekieAnonym
#3 Hilf dir selbst dann hilft dir GottAnonym
  • 24.01.2022, 19:27h
  • Dann hoffen wir mal das Frömmichen definitiv nie mehr frömmelt und rückfällig wird.
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#4 LegatEhemaliges Profil
#5 fredinbkkkAnonym
#6 ZenkimausiAnonym
  • 25.01.2022, 09:20h
  • So soll es sein. Raus aus einer Institution die Liebe Predigt und Hass sät. Nicht sein glaube ist kaputt sonden die Kirche und ihre Würdenträger.
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#7 PetterAnonym
  • 25.01.2022, 16:04h
  • Da sieht man, was in der Realität von dem Gerede der Kirchenoberen übrig bleibt, dass sie angeblich Respekt für uns haben, etc.

    Die reden nur aus Marketinggründen, aber wirklich etwas ändern will keiner von denen.
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#8 kuesschen11Profil
  • 26.01.2022, 12:02hFrankfurt
  • Der junge Mann gibt ein gutes, überzeugendes Statement ab. Dieses Video sollte in jedem Religionsunterricht in Schulen gezeigt werden.

    Persönlich kann ich Henry nur gratulieren zu dem Austritt aus der katholischen Kirche. Er wird in Zukunft befreiter damit umgehen können und mit Sicherheit einen besseren Weg zum Glauben finden.
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