Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?40979

Kursänderung?

Deutsche Bischofskonferenz begrüßt Coming-out von Kirchenmitarbeitenden

Im Namen der Bischofskonferenz fordert der Aachener Bischof ein "Klima der Angstfreiheit" in der Kirche auch für queere Menschen.


Bischof Helmut Dieser in seiner Erklärung vom Montagnachmittag (Bild: Facebook / Deutsche Bischofskonferenz)

  • 24. Januar 2022, 15:34h 8 2 Min.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat das Coming-out von 125 queeren Beschäftigten in der Initiative #OutInChurch begrüßt. "Ich möchte das im Namen der Deutschen Bischofskonferenz begrüßen als ein Zeichen dafür, dass wir daran arbeiten, dass ein solches Klima der Angstfreiheit in unserer Kirche herrschen muss und entstehen muss", sagte am Montag der Aachener Bischof Helmut Dieser am Rande von Beratungen des Ständigen Rates der Bischofskonferenz in Würzburg.

Niemand dürfe wegen seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität diskriminiert, abgewertet oder kriminalisiert werden, so der Bischof. Beides sei Teil der individuellen Persönlichkeit. "Wir haben ein Menschenbild, das uns sagt, dass die Person unbedingt von Gott geliebt ist." Die Aussage des Bischofs wurde auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz in sozialen Medien veröffentlicht.

Als Vorsitzender des Synodalforums ?Leben in gelingenden Beziehungen ? Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft? hat...

Posted by Deutsche Bischofskonferenz on Monday, January 24, 2022
Facebook / Deutsche Bischofskonferenz
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Dieser hatte bereits in einem am Montag veröffentlichten Artikel als erster katholischer Oberhirte ein Schuldbekenntnis seiner Kirche gegenüber Lesben und Schwulen gefordert. "Ich glaube schon, dass wir es mit Diskriminierung zu tun haben", sagte Dieser. Homosexuelle Menschen seien auch durch die Kirche "abgewertet und kriminalisiert" worden (queer.de berichtete).

Die Initiative "#OutInChurch. Für eine Kirche ohne Angst" fordert unter anderem eine Änderung des katholischen Arbeitsrechts, so dass etwa Beschäftigte, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, nicht mehr um ihren Job fürchten müssen. Die neu eingerichtete Website der Initiative war am Montag nach einem Ansturm teilweise nicht mehr erreichbar.

Chef der Deutschen Bischofskonferenz ist der relativ liberale Limburger Bischof Georg Bätzing (queer.de berichtete). Er hat immer wieder in Aussicht gestellt, dass Homosexuelle auch in der katholischen Kirche akzeptiert werden könnten, selbst wenn sie nicht keusch lebten (queer.de berichtete). Allerdings verhielt sich die Konferenz auch immer wieder LGBTI-feindlich: So vergab sie letztes Jahr ihren Kinderbuchpreis nicht, weil im Gewinnerbuch eine trans Figur auftauchte (queer.de berichtete). (dpa/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Wird die katholische Kirche nach #OutInChurch endlich ihre Attacken gegen LGBTI einstellen?
    Ergebnis der Umfrage vom 24.01.2022 bis 31.01.2022
-w-

#1 DreddAnonym
  • 24.01.2022, 16:52h
  • Jede Organisation, Gruppe, Bewegung etc. die für sich die Deutungshoheit über Moral beansprucht arbeitet mit "Angst", da eine Verfehlung der Moral zum Ausschluss aus der gewählten Organisation,Gruppe führt!

    Und da "Moral" in den meisten Fälle die Grundlage ist auf welchen sich die verschiedenen Gruppierungen erst bilden ist die Forderungen bzw. Anstrebung nach einem angstfreien Raum doch egtl. eine den Grundstrukturen widersprechenden und somit nicht umsetzbare Anstrengung.
  • Direktlink »
#2 NiLeiAnonym
  • 24.01.2022, 20:11h
  • Wenn ich einen Artikel später lese, daß Henry Frömmichen wegen eines Selfies mit einem Prince Charming Teilnehmer aus dem Priesterseminar geworfen wurde, dann glaube ich denen gar nichts.
    Die Deutschen Bischhöfe sind Rom zum Gehorsam verpflichtet und müssen die offizielle katholische Lehre vertreten und die besagt immer noch, daß das Ausleben von schwulem Sex Sünde ist.
    Das Arbeitsrecht gehört schon lange geändert und die Kirchen sollten hier keine Sonderrolle mehr haben. Müssten die Politiker halt nur mal wollen. Auch die Kirchensteuer, die eine Entschädigung für Enteignungen vor vielen hundert Jahren sein soll, soll neu verhandelt werden. Das hat sie CDU/SPD Regierung einfach verschleppt. Mal schauen ob die Ampel besser ist.
    Generell tut der Kirche nur der Geldentzug weh, da muss eben auch gelten: Kein Geld mehr für die deutschen Bistümer und kein Geld mehr zur Weiterleitung nach Rom. Und ihre Gehälter und Pensionen darf die Kirche bitte auch selber zahlen und nicht der Staat.
    Ich persönlich bin mit 17 aus dem Verein ausgetreten und habe es nie bereut. Dauerte 5 Minuten und ich war den Verein los, der mir erzählen wollte, daß meine Identität und Sexualität als schwuler Mann Sünde sei.
    Wer sich befreien möchte dem kann ich diesen Weg nur empfehlen. Wenn mensch eine geistige Heimat braucht, dann kann mensch die auch woanders finden.
  • Direktlink »
#3 ZürichAnonym
  • 25.01.2022, 07:43h
  • ... die katholische Kirche arbeitet daran ... - und das schon bald 2000 Jahre
  • Direktlink »