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Instant Fiction

ZDF dreht Serie über nichtbinäre Figur

In einer neuen sechsteiligen Serie erzählt das ZDF die Geschichte von der Figur Charlie, die sich "weder als Mann noch als Frau" fühlt.


Charlie (Lea Drinda) fragt: "Wo gehöre ich hin?" (Bild: ZDF / Tatiana Vdovenko)

Für das ZDF entsteht derzeit in der hessischen Großstadt Offenbach die neue sechsteilige Fernsehserie mit dem Arbeitstitel "Charlie" über einen nichtbinären Twen. Die Reihe "erzählt in den jeweils 15-minütigen Folgen Charlies Suche nach Identität", erklärte der Sender. Sie ist als Instant-Fiction-Serie konzipiert – dabei handelt es sich um ein vom ZDF während der Corona-Krise erdachtes Produktionsformat für fiktionale Serien, die in nur wenigen Wochen vom Konzept bis zur Veröffentlichung insbesondere für die Mediathek produziert werden. "Charlie" soll auch auf ZDFneo laufen.

Die Hauptfigur wird von der deutsch-spanischen Schauspielerin Lea Drinda dargestellt, die zuletzt Babsi in der Amazon-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" darstellte und auch im ZDF-Fernsehfilm "Theresa Wolff – Home Sweet Home" zu sehen war. Die von ihr dargestellte Figur Charlie ist nach Senderangaben Anfang Zwanzig, "fühlt sich weder als Frau noch als Mann", kommt aus einem Plattenbau und lebt noch bei Mutter Rowena (Bärbel Schwarz).

Das ZDF stellt die Figuren und Handlung so vor: "[Charlies] Mutter hat weder ihr eigenes Leben noch die Finanzen der Familie im Griff. Beide hangeln sich von Job zu Job. Zurzeit ist Charlie als Fahrradkurier unterwegs und bemerkt immer häufiger, dass die Erwartungshaltungen des Umfeldes nicht damit übereinstimmen, wie Charlie sich fühlt. Charlie scheint nirgendwo richtig reinzupassen, weder bei den coolen Jungs noch bei den überschminkten Mädels. Und in der chaotischen Familie gibt es nur Stress, als Rowenas Schwester Fabia (Katja Bürkle) lange aufgeschobene Schulden einzutreiben versucht. Immer öfter plagt Charlie die Frage: 'Wo gehöre ich hin?'"

Die Dreharbeiten für "Charlie" dauern noch bis zum 11. Februar an. In weiteren Rollen sind Anna Bardavelidze, Danilo Kamperidis, Dalila Abdallah, Antonije Stankovic, Aiken-Stretje Andresen und Rouven Israel zu sehen. Kerstin Polte und Greta Benkelmann inszenieren die Drehbücher von Lion H. Lau. Wann die Reihe veröffentlicht wird, steht noch nicht fest. (pm/cw)



#1 Vater2Anonym
  • 29.01.2022, 12:45h
  • Nicht binäre Schauspieler wollten sie wohl nicht auftreiben. Vielleicht war ihnen die Suche auch zu anstrengend.

    Ich vermute aber eher, dass es denen scheißegal war.

    Sowas geht mir mittlerweile genauso auf den Keks wie das große Lob, Mit dem heterosexuelle Schauspieler überschüttet werden wenn sie schwule oder lesbische Figuren spielen. Wie großartig! Wie mutig! Und seit jeher hatten Homosexuelle Schauspieler Probleme gute Rollen zu bekommen (weil man ihnen die Rolle nicht abnehmen würde)

    Da lobe ich mir den großartigen schwulen Drehbuchautor Russell t Davies, der in seiner Ex-Serie " it's a sin" beispielsweise keine einzige schwule Rolle an heterosexuelle Schauspieler vergab.
    . Ebenfalls hervorheben möchte ich an dieser Stelle den Schauspieler Jeffrey bowyer-chapman, der kein Interesse mehr hat zukünftig heterosexuelle Rollen zu spielen.

    Sicher gibt es da draußen viele Leute, die argumentieren, dass ein Schauspieler genau eins ist: eine Person, die etwas darstellt was sie nicht ist. Wer einen Mörder spielt muss ja auch in Wirklichkeit kein Mörder sein.
    Grundsätzlich mag das richtig sein; in diesen Fällen kann man aber getrost von einer Ausnahmesituation sprechen weil sich Leben und Kunst überschneiden und hinter einer Rolle auch ein Darsteller steht. Wenn dann ein Schauspieler in den Himmel gelobt wird weil er als Heterosexueller so unfassbar glaubwürdig einen Schwulen spielen konnte und wenn homosexuelle Menschen auch in der Filmbranche immer noch diskriminiert werden dann muss unser eins erst einmal wirklich völlig gleichwertig behandelt werden bevor wir an den Punkt kommen an dem es wirklich keine Rolle mehr spielt.
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