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#OutInChurch

Bischof: "Unsere Kirche sollte Ausgrenzungen überwinden"

Der katholische Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers forderte seine Kirche dazu auf, Akzeptanz für queere Menschen zu entwickeln. In seinem Bistum hätten queere Mitarbeitende keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten.


Heinrich Timmerevers wurde 2016 von Papst Franziskus zum Bischof von Dresden-Meißen ernannt (Bild: BMO-Vechta / wikipedia)

Der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers begrüßt die Aktion #OutInChurch von queeren Menschen in der katholischen Kirche. "Es ist mir ein Anliegen, dass wir in unseren Gemeinden wie in der ganzen Kirche in unserem Umgang mit der Gruppe der queeren Menschen Akzeptanz und Toleranz entwickeln und stärken", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. "Bisher ist uns das zu wenig gelungen."

Die Kirche habe homosexuelle Partnerschaften, Transgeschlechtlichkeit und Diversität "häufig falsch beurteilt", aber man suche sich seine Sexualität nicht aus. Auch im Bistum Dresden-Meissen seien diese Menschen oft alleingelassen oder de facto ins Abseits gestellt worden. "Mit Blick auf heutige Erkenntnisse der Sexualwissenschaft müssen wir diese Fragen neu bewerten", sagte Timmerevers und versicherte zugleich: "Menschen müssen wegen ihrer sexuellen Orientierung in unserem Bistum keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen befürchten."

Humanwissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen

Die Katholische Kirche sollte mit Blick auf die Sexualmoral humanwissenschaftliche Erkenntnisse und auch pastorale Notwendigkeiten berücksichtigen, sagte der Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Dazu gehöre auch die Frage nach der Möglichkeit zu Segenshandlungen für gleichgeschlechtliche Paare.

"Unsere Kirche sollte Ausgrenzungen überwinden und die Möglichkeit bieten, alle Menschen seelsorglich zu begleiten und zu integrieren", sagte Timmerevers. Er wünsche sich eine Haltung, "die den anderen annimmt, so wie auch Gott jeden Menschen trotz und mit allem annimmt – jeden Menschen." Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der 69-Jährige für die Segnung von lesbischen und schwulen Paaren ausgesprochen (queer.de berichtete)

#OutInChurch fordert Ende der Diskriminierung

Im Zuge der Initiative "#OutInChurch. Für eine Kirche ohne Angst" hatten sich am Montag 122 Beschäftigte der katholischen Kirche als queer geoutet und ein Ende ihrer Diskriminierung gefordert, darunter auch Priester (queer.de berichtete). Sie verlangen unter anderem eine Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts, damit künftig die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität kein Kündigungsgrund mehr sind, die Streichung diffamierender Aussagen aus der kirchlichen Lehre sowie Zugang zu den Sakramenten und allen Berufsfeldern der Kirche. (cw/dpa)

Wöchentliche Umfrage

» Wird die katholische Kirche nach #OutInChurch endlich ihre Attacken gegen LGBTI einstellen?
    Ergebnis der Umfrage vom 24.01.2022 bis 31.01.2022


#1 LarsAnonym
  • 28.01.2022, 08:49h
  • "Die Katholische Kirche sollte mit Blick auf die Sexualmoral humanwissenschaftliche Erkenntnisse und auch pastorale Notwendigkeiten berücksichtigen, "

    Ja, natürlich sollte sie das, was denn auch sonst?

    Soll es denn ewig so weitergehen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ca. 100 bis 500 Jahre brauchen, bis sie von der Kirche akzeptiert werden?
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#2 tychiProfil
  • 28.01.2022, 09:13hIrgendwo im Nirgendwo
  • "Menschen müssen wegen ihrer sexuellen Orientierung in unserem Bistum keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen befürchten."

    Schön und gut, richtig und wichtig.

    DOCH: Wenn es der röm.-kath. Religionsgemeinschaft wirklich ernst damit wäre, müsste sie sich dafür einsetzen, dass auch in der Gesetzgebung (Grundgesetz, Arbeitsrecht, etc.) jeglicher Raum für Diskriminierung und Ausnahmen von Gleichgestellung und -behandlung getilgt wird.
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#3 ZürichAnonym
  • 28.01.2022, 09:19h
  • Herr Goethe und Herr Faust für die lieben Deutschen:
    Der Worte sind genug gewechselt,
    Laßt mich auch endlich Taten sehn!
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#4 TrekieAnonym
  • 28.01.2022, 15:27h
  • Schön das vereinzelt mal Kirchen-Leute (zumindet hier in Europa) über eine "Überwindung von Ausgrenzung" und Erteilung ihres "tollen" Segens auch für uns nachdenken. Kommt richtig früh, und ist super viel Wert wen ich bedenke wie die überall sonst Hass und Gewalt schüren.

    Allgem glaube ich aber, würde mehr Übel und Leid aus der Welt verschwinden, wenn die Menschheit endlich mal die Kirchen überwindet.

    Und ihren tollen Segen, mögen sie bitte einfach behalten, wie den ganzen anderen heiligen Stuhl den die so verbreiten
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#5 SebiAnonym
  • 29.01.2022, 10:00h
  • Ich kaufe denen nicht ab, dass sie auf einmal innerhalb einer Woche ihre Meinung geändert haben.

    Fakt ist: jetzt wo die Hütte brennt und die neusten Kindesmissbrauch-Enthüllungen bis zum Ex-Papst reichen, kriegen die langsam Panik um ihr Einkommen und ihr schönes Luxus-Leben. Und dann versuchen sie mit solchen Aussagen zu retten, was noch zu retten ist.

    Würden die es ernst meinen und wirklich LGBTI nicht mehr ausgrenzen wollen, würden die z.B. gleichgeschlechtliche Paare trauen.
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#6 LothiAnonym
  • 29.01.2022, 12:09h
  • Antwort auf #5 von Sebi
  • Die RKK ist nicht pleite. Sie besitzt eine Unmenge an teurer Immobilien und weiß der Teufel wo sie sonst noch überall die Finger mit im Spiel haben. So manches wurde ja schon aufgedeckt. Nein, Geld spielt für diese Organisation nur eine untergeordnete Rolle. Es geht denen einzig und allein um den Machterhalt in Staat und Kirche. Würde man ihnen für sich alleingenommen die staatliche Einmischung entziehen, erst dann sähe es tatsächlich anders aus. Aber auch das dürfte schwierig werden, solange politische Staatsmänner beim Papst immer wieder Hof halten. Alleine das sagt schon viel aus.
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#7 SWATklinNZProfil
  • 30.01.2022, 05:28hAhipara
  • Antwort auf #5 von Sebi
  • Das betrifft wohl leider nur eine untergeordnete Ebene. Das ganze System ist eine weltweit verstrickte art Mafiaorganisation, unter der die Ausbeutung von Kindern und der Kinderschänderring nur Zweigungen ihres Wurzelweges darstellen. Viel mehr Griff haben die durch ihre Einmengung in das politische Geschick, das ehestens in Frankreich säkular läuft. So sichern die sich immer neu ihren Einfluss ab, und werden von verschiedensten Politikern immer wieder gepudert und gepampert. Da müsste man die stränge kappen, die deren Apparatus den Lebenssaft geben. Und Geld gibt es durch die Alimentierung ihrer Liegenschaften und die auch nach 100 Jahren nicht abgelösten "Staatsleistungen" immer noch grade enug. Für 2020 waren das allein schon wieder über 600 Millionen Euro aus D, unabhängig von Kirchensteuern, wohlgemerkt. Noch einmal unabhängig davon gibt es Gelder für den Unterhalt von Gebäuden in deren Hand, das wissen noch weniger Leute. Und es wird erzählt, dass in HH und Berlin Tausende auf der Straße leben, weil kein Geld für bezahlbaren Wohnraum vorhanden sei.
    Aber zur Unterhaltung dieser Kirchen?
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