Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?41041

Machosprüche

Sean Penn: "Feige Gene" sind schuld, dass Männer Röcke tragen

Der Schauspieler, der für seine Darstellung des Schwulenaktivisten Harvey Milk einen Oscar erhalten hat, sorgt sich um die "maßlose Verweiblichung" des amerikanischen Mannes.


Sean Penn befürchtet, dass Männerröcke bald auch sein Heimatland erobern könnten (Bild: Mike McBey / flickr)

  • 31. Januar 2022, 11:21h 9 2 Min.

Sean Penn hat Angst davor, dass Männer zu "weiblich" werden. Das erklärte der 61-Jährige bei einer Interview-Tour zu seinem neuen Film "Flag Day", in dem er einen Bankräuber spielt. Gegenüber dem britischen Boulevardblatt "i" erklärte der US-Schauspieler: "Ich bin der Meinung, dass Männer in der amerikanischen Kultur maßlos verweiblicht worden sind." Er glaube zwar nicht, dass es männlich sei, "ein Grobian zu sein oder Frauen nicht zu respektieren. Aber ich denke, wir sollten nicht Frauen werden, um fair zu ihnen zu sein".


Sean Penn in seiner oscarprämierten Rolle als Harvey Milk (Bild: Focus Features)

Gegenüber der Londoner Tagezeitung "Indepedent" ergänzte Penn: "Ich glaube, es gibt eine Menge feiger Gene, die dazu führen, dass Männer ihre Jeanshosen aufgeben und Röcke tragen."

Kritik an Äußerung

Die Äußerungen trafen auf viel Unverständnis in sozialen Medien. Manche erklärten, dass gerade heterosexuelle US-Männer "toxische Maskulinität" zeigten, da viele stets Angst hätten, für schwul gehalten zu werden. Andere wiesen darauf hin, dass gerade Penn, der mehrfach wegen Körperverletzung in den Schlagzeilen war, möglicherweise nichts zu diesem Thema sagen sollte. Hintergrund ist, dass Penn etwa in den Achtzigerjahren zu zwei Monaten haft verurteilt worden war, weil er auf einem Filmset einen Fotografen zusammengeschlagen hatte. Ende der Achtziger soll er auch seine damalige Ehefrau Madonna mit einem Baseballschläger auf den Kopf geschlagen haben, die Sängerin zog aber später laut Medienberichten eine Anzeige zurück und behauptete dann, nie von Penn körperlich angegriffen worden zu sein.

Twitter / TheRochaSays

Penn spielte 2009 im Film "Milk" den Schwulenaktivisten Harvey Milk. Für diese Rolle erhielt er seinen zweiten Oscar als bester Hauptdarsteller. Bei seiner Dankesrede sprach er sich für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben aus – zu einer Zeit, als dieses Thema in den USA noch hoch kontrovers war (queer.de berichtete).

In den letzten Jahrzehnten sorgte Penn immer wieder mit Äußerungen jenseits der Schauspielerei für Schlagzeilen – beispielsweise war er ein erbitterter Gegner des Irak-Krieges von Präsident George W. Bush. Er zelebrierte auch seine Freundschaft mit dem queerfeindlichen venezolanischen Diktator Hugo Chávez, den er bis zu dessen Tod 2013 auch politisch verteidigte.

Anfang 2016 wurde Penn scharf von der Obama-Regierung kritisiert, weil er sich heimlich im mexikanischen Dschungel mit Drogenkartell-Boss Joaquín Guzmán ("El Chapo") getroffen hatte, um mit ihm über einen biografischen Film zu sprechen. 2018 äußerte sich Penn kritisch über die MeToo-Bewegung – diese spalte Männer und Frauen, beklagte der Schauspieler. (dk)

Direktlink | Trailer zum Film "Flag Day", in dem Penn an der Seite seiner Tochter spielt – Penn führte auch Regie (es gibt noch keinen deutschen Starttermin)
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

#1 KopfschüttelAnonym
#2 LothiAnonym
  • 31.01.2022, 12:56h
  • Das Sean Penn eine äußerst widersprüchliche Person ist, wußte ich bereits. Deshalb bin ich über seine Äußerungen auch nicht allzu überrascht. Scheint mir nicht nur bei ihm ein echtes Macho Problem zu sein.
  • Antworten »  |  Direktlink »
#3 WissenschaftAnonym
  • 31.01.2022, 13:28h
  • Dass die Amis immer alles so dramatisieren müssen, was soll denn ein "feiges Gen"?
    Und bei manchem Typen schaut es ja auch gut aus.
    Ich bin bei der Bekleidung eher konservativ binär ... aber hab auch nicht die Beine fürn Mini.
  • Antworten »  |  Direktlink »