Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?41051

Finanzen

Was ist eine gute Geldanlage 2022?

Zinseinlagen, Immobilien, Aktien, ETFs, Anleihen oder Fonds? Wir geben Tipps für die besten Anlagemöglichkeiten in diesem Jahr.


Was tun mit dem eigenen Geld? Welche Anlagemöglichkeiten bieten 2022 attraktive Konditionen? (Bild: andretaissin / unsplash)
  • 1. Februar 2022, 14:23h, noch kein Kommentar

Die Welt der Geldanlage ist sehr vielfältig und bietet heute zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Doch was lohnt sich für Anleger wirklich? Welche Geldanlagen sind sinnvoll, wenn man sich stets und ständig mit der Thematik befassen kann? In diesem Artikel werden die aktuellen Gegebenheiten auf gängige Geldanlagemöglichkeiten projiziert und die Chancen genauer aufgezeigt.

Zinseinlagen: In Zeiten von Niedrigzinsen und Inflation nahezu unbrauchbar

Zinseinlagen gehörten hierzulande sehr lange zu den beliebtesten Geldanlageformen. Ob nun das Sparbuch, das Tagesgeldkonto oder das Festgeldkonto – die Anlageformen bieten vordergründig ein sehr hohes Maß an Sicherheit. Die Einlagen auf Sparkonten sind von der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde abgesichert. In Deutschland folgen darauf zudem noch freiwillige Einlagensicherungssysteme, die die Absicherung weiter deutlich erhöhen.

Doch was nützt ein so hohes Maß an Sicherheit, wenn die Rendite nicht stimmt? Durch die Niedrigzinspolitik der EZB bieten Banken heute Zinssätze zwischen 0,1 und 0,5% pro Jahr für Sparguthaben auf Tagesgeldkonten. Die Inflationsrate betrug im Jahr 2021 3,1%, so dass Anleger mit diesen Optionen kaufkraftbereinigt einen Verlust gemacht hatten

● Anlagebetrag: 5.000 Euro
● Zinsen (0,2%): 10 Euro
● Kaufkraftverlust durch Inflation: 155 Euro
● Bilanz: 4.855 Euro

Auf den ersten Blick sieht dies natürlich anders aus, weil das Tagesgeldkonto 5.010 Euro anzeigt. Durch höhere Preise lassen sich damit im Jahresvergleich jedoch nur noch Waren und Dienstleistungen im Wert von durchschnittlich 4.855 Euro kaufen.

Immobilien: Vermietete Objekte bieten attraktive Renditen

In einem Vergleich beliebter Geldanlagemöglichkeiten werden vermietete Immobilien als attraktivste Form der Geldanlage im Jahr 2022 bezeichnet. Wenn das Modell funktioniert, ist es nach wie vor sehr ertragreich:

1. Vermietete Immobilie zu guten Modalitäten suchen (Lage, Preis, Zustand)
2. Eine günstige Baufinanzierung aufnehmen
3. Die Kreditraten durch die Mieten bezahlen
4. Einen kleinen Anteil aus den Mieten als Sofortgewinn verbuchen

Im Idealfall ist der Vermieter nach 20-25 Jahren schuldenfrei und kann die gesamten Mieteinnahmen (abzüglich der Zinsen) als Gewinn verbuchen. Immobilien in guter Lage erzielen eventuell sogar noch eine Wertsteigerung, die sich bei einem späteren Verkauf realisieren ließe.

In punkto Sicherheit gelten Immobilien zudem ebenfalls als solide. Die Mieteinnahmen sind bis auf etwaige Mieterwechsel stabil und der Wert von Immobilien kennt in vielen Regionen aktuell nur eine Richtung: nach oben.

Trotzdem sollten Anleger auch hier die Risiken im Blick behalten:

● Wertverlust: In Zukunft könnten die Preise für Immobilien auch wieder sinken. Dies würde für Anleger in diesem Bereich für einen entsprechenden Verlust sorgen, auch wenn dies angesichts der Politik der Zentralbanken recht unwahrscheinlich ist.

● Mietausfälle: Wenn sich nach der Kündigung eines Mieters nicht schnell genug ein Nachmieter finden lässt, kann dies die Finanzierung in Wanken bringen. In guten Lagen ist dieses Risiko glücklicherweise recht klein. Zudem könnte das allgemeine Mietniveau sinken oder politische Maßnahmen sorgen wie bei der Mietpreisbremse dafür, dass Vermieter das Renditepotenzial nicht ausschöpfen können.

Aktien: Angesichts der Inflation könnten Turbulenzen drohen

Aktien bieten langfristig betrachtet normalerweise ein gutes Renditepotenzial bei einem gewissen Maß an Sicherheit. Es kommt jedoch immer darauf an, welche Aktien im Vorfeld gewählt werden. Genau dies macht die Angelegenheit riskant: Wer auf die falschen Unternehmen setzt, muss im schlimmsten Fall deren Siechtum und dem Verfall des eigenen Vermögens zuschauen. Aus diesem Grund gibt es zwei wichtige Grundsätze beim Kauf von Aktien:

1. Vorher mit der Materie beschäftigen
Zum einen sollten sich Anleger vorher mit der Materie beschäftigen. Nur so können sie Aktien identifizieren, die entweder ein sehr großes Zukunftspotenzial haben (bei entsprechendem Risiko) oder solide Werte darstellen, die langfristig betrachtet Rendite einbringen. Zum wichtigen Wissen gehören grundsätzliche Marktzusammenhänge sowie die grundlegenden Aktienstrategien.

2. Das Risiko streuen
Darüber hinaus ist es sehr sinnvoll, das Risiko zu streuen und verschiedene Aktien ins Portfolio aufzunehmen. Sollte ein Papier enorm an Wert verlieren, ist damit nicht das gesamte Kapital verloren, sondern der Verlust wird eventuell durch Gewinne an anderer Stelle wieder aufgefangen.

Angesichts der aktuellen Situation rund um die hohe Inflation bestehen für die Aktienmärkte 2022 tatsächlich einige Risiken. So könnten etwaige Zinserhöhungen der Notenbanken zur Bremsung der Preissteigerung die Stimmung an den Börsen verdüstern und somit zu einem Kursrutsch führen.

ETFs als Alternative zu Aktien

ETF werden oft als neue Standardanlage gepriesen. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds. Wer in entsprechende Papiere investiert, kauft damit die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienfonds wie zum Beispiel dem DAX, dem S&P 500 oder dem MSCI World.

Die Vorteile:
● Große Risikostreuung (es werden quasi alle Werte im Index gekauft)
● Geringe Gebühren (kein aktives Management)

Die Rendite bewegt dabei in etwa auf dem Niveau des jeweiligen Aktienindexes. Grundsätzlich liegt darin jedoch auch ein großer Nachteil: Das Ganze bremst die Renditemöglichkeiten etwas. Darüber hinaus hilft ein ETF nicht, wenn sich der Aktienmarkt in seiner Gesamtheit eher auf dem absteigenden Ast befindet.


Attraktive Rendite bei hoher Sicherheit? Nur wenige Anlagemöglichkeiten können dies bieten.(Bild: cdubo / unsplash)

Anleihen: Niedriges Zinsniveau als große Hürde

Anleihen funktionieren ähnlich wie Zinseinlagen. Hier existiert jedoch der Unterschied, dass Anleger entweder dem Staat oder einem Unternehmen durch den Kauf der Anleihe direkt ein Darlehen einräumen. Dafür wird regelmäßig ein Zinssatz ausgeschüttet. Das Risiko besteht dabei in einer Insolvenz des jeweiligen Staates oder Unternehmens. Zusätzlich hat das niedrige Zinsniveau auch hier für eher magere Renditen bei sicheren Anleihen gesorgt. Beispiel: 10 Bundesanleihen bringen aktuell ca. 0,007% Rendite.

Sollten die Notenbanken die Leitzinsen anheben, könnte hier jedoch wieder Bewegung in den Markt kommen.

Fonds: Es kommt stark auf den Einzelfall an

Aktiv gemanagte Fonds existieren in vielen Bereichen. So zum Beispiel klassische Aktienfonds oder auch offene Immobilienfonds. Hier gilt Ähnliches wie für Aktien: Anleger sollten sich die Fonds und deren Strategie genau anschauen. Mit einer geschickten Auswahl lassen sich attraktive Renditen bei überschaubarem Risiko erzielen.

Es gibt auch 2022 attraktive Anlagemöglichkeiten

Abschließend lässt sich festhalten, dass auch das Jahr 2022 attraktive Anlagemöglichkeiten bietet. Die hohe Inflation könnte tendenziell Gegenwind für Aktien erzeugen, wenn die Notenbanken die Leitzinsen anheben. Immobilien bieten hingegen nach wie vor attraktive Renditechancen, wenn sich entsprechende Objekte zu annehmbaren Preisen finden lassen. Auch ETFs und Fonds bleiben interessant, wohingegen auch 2022 nicht das Jahr der Zinseinlagen werden dürfte. (bt)