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Polizeibericht

Mann schlägt trans Mädchen dreimal mit der Faust in Gesicht

In Berlin-Kreuzberg kam es am Montagabend zu einem transfeindlichen Angriff auf eine 16-Jährige. Der ebenfalls noch junge Angreifer befand sich in Begleitung eines namentlich bekannten Nachbarn.


Symbolbild: Die Berliner Polizei meldet gezielt queer­feindliche Übergriffe in ihren Polizeiberichten (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

  • 1. Februar 2022, 12:31h 2 2 Min.

In Berlin-Kreuzberg wurde eine 16-Jährige am Montagabend von einem unbekannt gebliebenen, vermutlich heranwachsenden Mann verbal und körperlich angegangen. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Dienstag.

Gemäß Aussagen von Zeug*­innen soll die junge trans Frau gegen 21.20 Uhr im Flur eines Mehrfamilienhauses in der Admiralstraße aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes von der Begleitung eines namentlich bekannten Nachbarn beleidigt worden sein. Als sie diese Bemerkung ignorierte, stellte ihr der Tatverdächtige hinterrücks ein Bein und schlug ihr anschließend dreimal mit der Faust ins Gesicht.

Eine Anwohnerin kam zu Hilfe

Auf diesen Angriff aufmerksam geworden, schlug eine weitere Anwohnerin den Angreifer und den Nachbar durch lautes Schreien in die Flucht. Die Geschädigte verzichtete trotz Schmerzen auf eine ärztliche Behandlung und erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.

In wenigen Wochen düften die ersten Kriminalitätsstatistiken für letztes Jahr vorliegen. Im letzten Dezember stellte die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik einen Zwischenstand zu queerfeindlichen Übergriffen für das Jahr 2021 vor. Im Bereich der Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurden für Berlin zu dem Zeitpunkg 369 Fälle registriert und damit nahezu so viele Fälle wie im gesamten Vorjahreszeitraum (2020: 372 Fälle). Gewaltdelikte machten 94 der angezeigten Fälle aus. Es wurden fünf Propagandadelikte registriert sowie 270 sonstige Straftaten, darunter vor allem Beleidigungen und Bedrohungen. Aufgrund eines vermuteten hohen Dunkelfeldes sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig. (pm/cw)

-w-

#1 DQ24Anonym
  • 03.02.2022, 05:41h
  • Dank der mutigen HelferInnen ist niemand gestorben oder schwer verletzt worden. Anscheinend fühlte sich der Täter durch ihre Anwesenheit in seiner "Männlichkeit" bedroht, anders kann ich mir es nicht erklären.
    Ich hoffe nur, es bleiben keine seelischen Narben für sie!
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#2 mmmmAnonym
  • 17.04.2022, 18:52h
  • wir müssen schon polizei bei beleidigung anrufenm, nicht erst wenn die zuschlagen.
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