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Todesstrafe

Iran richtet offenbar zwei Männer wegen Homosexualität hin

Neuer Bericht über eine Hinrichtung im Iran: Im Nordwesten des Landes sollen zwei schwule Männer auf staatliche Anordnung getötet worden sein.


Mehrdad Karimpou und Farid Mohammadi sollen im Nordwesten des Irans hingerichtet worden sein (Bild: Twitter / hra_news)

  • 1. Februar 2022, 13:44h 49 2 Min.

Iran hat nach Berichten einer Menschenrechtsorganisation am Sonntag zwei Männer wegen homo­sexueller "Unzucht" hingerichtet. Laut der Human Rights Activists News Agency (HRANA) wurden Mehrdad Karimpou und Farid Mohammadi am Sonntag in einem Gefängnis im Maragha im Nordwesten der Islamischen Republik gehängt.

In einem Tweet hieß es: "Die zwei Iraner wurden hingerichtet, nachdem sie wegen Homosexualität angeklagt und für schuldig befunden worden waren." Die Anklage habe "erzwungener Geschlechtsverkehr zwischen zwei Männern" gelautet. Die beiden Männer sollen bereits vor sechs Jahren festgenommen worden sein und seither im Todestrakt des Gefängnisses sitzen. Mehr Informationen zu den Hintergründen sind bislang nicht bekannt. Laut HRANA haben die staatlich kontrollierten Medien überhaupt nicht über den Fall berichtet.

HRANA erklärte auch, dass erst im vergangenen Juli zwei schwule Männer in Maragha exekutiert worden seien. Insgesamt seien im Iran im vergangenen Jahr auf staatliche Anordnung hin 299 Personen getötet worden, darunter auch Jugendliche. Seit der Islamischen Revolution vor 43 Jahren sollen Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen zufolge zwischen 4.000 und 6.000 Menschen allein wegen ihrer sexuellen Orientierung hingerichtet worden sein.

Im Iran drohen Homosexuellen nach islamischem Scharia-Recht Gefängnisstrafen, Auspeitschungen oder sogar Todesurteile. Eine genaue Einschätzung über entsprechende Hinrichtungen ist aber schwierig, weil die iranischen Gerichte in ihren Urteilen Formen von unehelichem oder gleichgeschlechtlichem Sex mit sexueller Gewalt vermischen. Zudem ist eine unabhängige Berichterstattung oft nicht möglich.

Vergangenes Jahr gab es auch den Berichte über einen sogenannten Ehrenmord an einem 20-jährigen schwulen Mann, der von seinen eigenen Verwandten wegen seiner sexuellen Orientierung enthauptet worden sein soll (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 Leash
  • 01.02.2022, 15:14hHamburg
  • In was für einer Welt wir leben, kaum auszuhalten
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#2 NaluckAnonym
  • 01.02.2022, 15:19h
  • "Vergangenes Jahr gab es auch den Berichte über einen sogenannten Ehrenmord an einem 20-jährigen schwulen Mann, der von seinen eigenen Verwandten wegen seiner sexuellen Orientierung enthauptet worden sein soll."

    So etwas widerspricht dem Menschsein und alles was ich damit verbinde, so etwas machen nur verängstigte Tiere. So etwas kann auch nur passieren, wenn Gehirnvernebler an der Macht sind.
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#3 LarsAnonym
  • 01.02.2022, 15:33h
  • Es tut mir sehr leid um die beiden Männer. Das islamische Strafrecht ist an Menschenverachtung und Abscheulichkeit nicht zu übertreffen.
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