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Neuer Rekord

Mindestens 35 queere Sportler*innen bei den Olympischen Spielen

Im Vergleich zur letzten Winter-Olympiade hat sich die Zahl offen queerer Athlet*innen mehr als verdoppelt.


Ob Gus Kenworthy Peking inzwischen gefunden hat? (Bild: Instagram / Gus Kenworthy)
  • 3. Februar 2022, 14:13h, noch kein Kommentar

Bei den anstehenden Olympischen Spielen in Peking, die am Freitag eröffnet werden, treten laut "Outsports" mindestens 35 Wintersportler*innen an, die sich als schwul, lesbisch, bisexuell, trans, queer, pansexuell oder nichtbinär geoutet haben. Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der Olympiade 2018 im koreanischen Pyeongchang; damals hatten sich im Vorfeld der Spiele nur zwölf Athlet*innen als Mitglieder des Teams LGBT zu erkennen gegeben (queer.de berichtete).

Der diesjährige Anteil an queeren Sportler*innen beträgt damit gegenwärtig 1,2 Prozent. Wie schon von vier Jahren ist auch dieses Jahr niemand aus dem deutschen Team out.

Insgesamt haben sich dieses Mal 24 Mitglieder des Frauenteams und elf Mitglieder von Männerteams geoutet. Damit sind in Frauenteams 1,9 Prozent und in Männerteams 0,7 Prozent der Athelt*innen Mitglied der queeren Community. Die meisten queeren Sportler*innen stammen aus Kanada (10), gefolgt von den USA (6) und Großbritannien (4). Das queerste Team ist das kanadische Eishockeyteam der Frauen, das allein sieben queere Spielerinnen zählt. Vor vier Jahren hatten die kanadischen Spielerinnen die Silbermedaille geholt.

Instagram / ireenw | Die bisexuelle niederländische Eisschnellläuferin Ireen Wüst hat bereits fünf olympische Goldmedaillen und allerhand weiteres Edelmetall – wird es dieses Jahr mehr?
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Die queersten EU-Länder sind Schweden (3) und die Tschechische Republik (2). Die einzige queere Sportlerin aus einem deutschsprachigen Land ist die österreichische Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz, die seit 2013 mit einer Ärztin verpartnert ist. Iraschko-Stolz hatte vor acht Jahren in Sotschi die Silbermedaille an der Normalschanze geholt, vor vier Jahren in Pyeongchang reichte es nur für den sechsten Platz.



Prominentester queerer Teilnehmender ist der offen schwule Skifahrer Gus Kenworthy, der 2014 im Slopestylewettbewerb für die USA olympisches Silber gewinnen konnte. Inzwischen ist er auch in Hollywood aktiv: So spielte er eine Hauptrolle in der Serie "American Horror Story: 1984" – er mimte einen heterosexuellen Sportler, der des Dopings überführt worden war (queer.de berichtete). Er hat unter anderem auch eine Rolle in der Neuauflage von "Will & Grace" und war bei der Netflix-Doku "Coming out Colton" dabei. Sportlich startet der 30-Jährige bei dieser Olympiade für sein Geburtsland Großbritannien.

Kritik an Menschenrechtsverletzungen Chinas

Kritik gibt es an der Austragung der Spiele in China, da das Land wegen seiner Menschenrechtsverletzungen in der Kritik steht. Human Rights Watch erklärte etwa: "Olympische Spiele können keine 'positive Kraft' entfalten, wie das Internationale Olympische Komitee behauptet, wenn die Regierung des Gastgeberlandes schwere Verbrechen begeht und gegen internationales Recht verstößt", so Sophie Richardson, die China-Direktorin der Menschenrechtsorganisation.

China ist auch das erste Austragungsland seit den Winterspielen in Russland 2014, das auf Staatshomophobie setzt. So verbietet das kommunistische Regime queere Sichtbarkeit in den Medien. (dk)