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Herzlicher Ungehorsam
#liebegewinnt: Wieder katholische Segnungsgottesdienste im Mai
Nach 111 für gleichgeschlechtliche Paare offenen Segnungsgottesdiensten im letzten Mai soll die weltweit beachtete Aktion eine Fortsetzung finden.

Gegen das Verbot aus Rom soll es auch in diesem Mai wieder Segen für alle geben (Bild: liebegewinnt2021 / facebook)
- 4. Februar 2022, 09:56h 2 Min.
Während der Synodale Weg an diesem Wochenende grundsätzlich über die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in der katholischen Kirche debattiert, wollen einige Gemeinden im Mai wieder ohne offiziellen Segen der Kirche entsprechende Gottesdienste anbieten.
Das gaben die Initiator*innen von "#liebegwinnt" bekannt – unter diesem Motto war es im letzten Mai über das ganze Land verteilt zu insgesamt 111 Segnungsgottesdiensten für gleichgeschlechtliche Paare gekommen (queer.de berichtete). Die koordinierte Aktion reagierte damit auf eine zwei Monate zuvor veröffentlichte Klarstellung der Glaubenskongregation des Vatikans, wonach es "nicht erlaubt" sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, da solche Verbindungen "nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden" könnten (queer.de berichtete). Die Äußerung aus Rom hatte weltweit für Kritik gesorgt. Im deutschsprachigen Raum protestierten zahlreiche katholische Verbände und über 280 Theologieprofessor*innen dagegen (queer.de berichtete).
/ dw_politik | Bericht aus dem letzten JahrIn vielen katholischen Kirchen können sich homosexuelle Paare unter dem Motto #liebegewinnt in diesen Tagen segnen lassen.
DW Politik (@dw_politik) May 10, 2021
Mit den Gottesdiensten setzen sich die Katholiken demonstrativ über den Vatikan hinweg, der im März erklärte, dass Gott "Sünde" nicht segnen könne. pic.twitter.com/WpXyLCK6Mo
Die zweite Runde der Segnungsgottesdienste ist nun erneut rund um den 10. Mai geplant. Unter dem Slogan "Da ist noch viel offen" lädt das #liebegewinnt-Team ein, "besondere Gottesdienste unter dem Zeichen des Regenbogens" zu feiern: "Wir können gar nicht anders, wir bekamen so viele Anfragen aus dem In- und Ausland", so Pfarrer Burkhard Hose, Mit-Initiator aus Würzburg, zur Neuauflage.
Mit der zweiten Runde reagiere man auch auf das kürzlich erfolgte Massen-Coming-out von Mitarbeitenden in der Kirche. "Mehr #liebegewinnt ist eine logische Fortführung von #OutInChurch. Denn nach den Bekenntnissen der Bischöfe zu den Coming-outs ihrer einzelnen Mitarbeitenden fehlt noch immer das Bekenntnis zum Segen für queere Lebensformen", so Jens Ehebrecht-Zumsande aus Hamburg, Mit-Initiator von #OutInChurch und #liebegewinnt.
Die Segnungsgottesdienste 2021 waren in der katholischen Kirche bislang einmalig: "Von der 'Washington Post' bis zum Chinesischen Staatsfernsehen: Weltweit sorgte dieses Bekenntnis aus der deutschen katholischen
Kirchenbasis für eine Vielfalt der verschiedenen Lebensentwürfe und Liebesgeschichten von Menschen für Aufsehen", so die Initiator*innen in einer Pressemitteilung. Erklärtes Ziel der Neuauflage sei, international Katholik*innen zu ermutigen, Segensfeiern zu gestalten, ohne auf eine Erlaubnis aus Rom zu warten. "Das internationale Feedback war enorm. Ich habe gute Kontakte zu Brasilien und dort wurden wir z.T. gefeiert für unseren Mut", so Pfarrer Carsten Leinhäuser aus Winnweiler.
Da ist noch viel offen. Nach den über 100 Segnungsgottesdiensten rund um 10. Mai 2021 kamen immer wieder Anfragen: Wird...
Posted by Liebe gewinnt on Wednesday, February 2, 2022
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Die Gottesdienste sollen auf der Webseite liebegewinnt.de angekündigt werden. Die Ankündigung der Neuauflage erfolgt mitten zur dritten Runde des Reform-Forums zwischen Offiziellen und Basis der katholischen Kirche in Deutschland: Beim "Synodalen Weg" wird am Samstag auch ein Antrag debattiert, der Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare ermöglichen soll (queer.de berichtete). (cw)















Hier die Übersetzung Katholisch - Deutsch:
#Diskriminierung gewinnt: Wieder erneute Diskriminierungen im Mai
Denn "segnen" tun die auch Tiere, Spielzeug, Motorräder, Gebäude, Waffen, etc. Echte Gleichstellung wäre die Ehe, wie sie auch Heteros eingehen können.
Aber alles was nicht 100% Gleichstellung ist, ist per definition Diskriminierung.
Das wäre vor 30 Jahren vielleicht noch revolutionär gewesen, aber heute kommt das einfach Jahrzehnte zu spät und auch erst, wenn die Kirche wegen der anhaltenden Kindesmissbrauch-Skandale bis zur Halskrause in der Scheiße steckt.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich eh nicht weiß, wie jemand einen "Segen" so einer menschenverachtenden und auch unchristlichen Organisation haben will, aber die Zeit, wo man uns mit weiterer Diskriminierung abspeisen konnte, ist endgültig vorbei.