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Pop
Beim Tanzen die Welt verändern: Asbjørn
Das neue Album "Boyology" des dänischen Sängers Asbjørn ist eine Sammlung eindrucksvoller und mitreißender Popsongs, versehen mit einer Prise Gesellschaftskritik und Geschlechterpolitik.

Asbjørn lädt am 8. April 2022 zu einem exklusiven Releasekonzert im LIDO Berlin (Bild: Johanna Hvidtved)
- 7. Februar 2022, 07:52h - 4 Min.
Mit einem T-Shirt als Perücke und den Spice Girls aus den Lautsprechern betrat Asbjørn, 9 Jahre alt, den Sommertanz seiner Schule. "Ich wollte diesen Arschlöchern zeigen, dass ich nicht aufgeben werde", sagt er. Fast 20 Jahre später hat der dänische Sänger die Schläge in der Mittagspause gegen Umarmungen seiner treuen Fans getauscht. Jetzt ist sein drittes Album "Boyology" erschienen, eine Sammlung eindrucksvoller und mitreißender Popsongs, versehen mit einer Prise Gesellschaftskritik und Geschlechterpolitik. Mit den Worten von Asbjørn selbst: "Es ist endlich an der Zeit, sich vom traditionellen männlichen Rollenbild zu verabschieden!"
"Ich habe eine Karriere daraus gemacht, Normen zu brechen", lacht Asbjørn. "Der Mainstream denkt ich sei Underground und der Underground denktich sei Mainstream. Das gefällt mir sehr – die Freiheit, nicht dazuzugehören." Seit seinem 2012 erschienenen Debütalbum "Sunken Ships" geht der dänische Singer/Songwriter und Produzent seinen eigenen Weg. Das 2015 erschienene Album "Pseudo Visions" und seine 9 miteinander verbundenen Musikvideos erregten die Aufmerksamkeit seiner skandinavischen Kollegin Lykke Li, während Soundvenue in einer 5-Sterne-Rezension Asbjørn dafür lobte, dass er "…einem Genre, das Gefahr läuft, seine Schärfe zu verlieren, die dringend benötigte Wiederbelebung gibt".
Kein Kind, kein Mann

Das neue Album "Boyology" von Asbjørn ist Ende Januar digital erschienen
Asbjørn ist längst kein kleiner Junge mehr, dennoch auch kein ganzer Mann und das will er auch gar nicht sein. Seine Musik ist ehrliche Popmusik, trotzdem zählt er zu den Außenseitern im Mainstream. Asbjørn ist ein Aushängeschild des Unkonventionellen. Seine offenen Texte bieten Aufklärungsunterricht in Radiolänge, verpackt in experimentelle, aber hochgradig ansteckende Pop-Produktionen. Diese bescherten ihm bereits sowohl Lob von seinen skandinavischen Musik-Kolleg*innen als auch Bekanntheit über die Grenzen seines Heimatlandes Dänemark hinaus.
"Ich erinnere mich, wie ich dieses wunderbare Publikum in Berlin, die Vielfalt und die selbstbestimmte Individualität meiner Fans sah und dachte: Das fühlt sich an wie ein Zuhause. Dies ist ein Ort, an dem ich nicht um das Recht kämpfen muss, ich selbst zu sein". Ein paar Monate später zog er nach Berlin und verbrachte die folgenden vier Jahre mit dem Schreiben und Produzieren von "Boyology" (Amazon-Affiliate-Link ).

(Bild: Johanna Hvidtved)
"Dieses Album ist meine Emanzipation vom traditionellen männlichen Ideal und den unsichtbaren Erwartungen in der Gesellschaft und an uns selbst, wein ein Mann sein oder nicht sein sollte", sagt Asbjørn. Und diese Entschlossenheit ist kaum zu übersehen. Wenn man seine intimen Erkundungen von Sexualität und Verletzlichkeit in der begleitenden Videotrilogie des Albums sieht. Wenn er durch High Schools tourt und mit Schülern über Identität und Popkultur spricht. Oder, vielleicht am meisten, im Album-Highlight "Be Human", wo er Geschlechterpolitik auf einen Four-to-the-Floor-Beat packt und mit seinem melancholischen Falsett sagt: "I don't wanna be a man if man means power, to not empower others!"
Asbjørn wehrt sich gegen Konventionen und Stereotype, er macht das vermeintlich Unvereinbare vereinbar und hat so sein ganz eigenes Alleinstellungsmerkmal gefunden: Ein moderner Popstar, der die Welt verändern will – während er tanzt.
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Asbjørn's persönliche Einladung:
Ihr seid alle herzlich zu meinem Release Konzert am 08.04. eingeladen. Es findet im Lido statt, einem meiner Lieblingsveranstaltungsorte in Berlin, von dem ich schon immer davon geträumt habe, einmal selbst dort aufzutreten. Und da ich möchte, dass es ein ganz besonderes Konzert wird, habe ich einige meiner besten Freunde eingeladen, um mit mir einen unvergesslichen Abend zu gestalten. La Boum Fatale ist einer meiner langjährigen Lieblingskollaborateure. Seine EP "Scent of Gravity" aus dem Jahr 2020 ist ein intensiver und unglaublicher Trip. Er geht ständig an die Grenzen der elektronischen Musik und ist einer der nettesten Menschen, mit denen man auf Tour gehen kann (er ist auch Mitglied meiner Band). Rangleklods hat letztes Jahr mit der "All About U"-EP ENDLICH neue Musik veröffentlicht. Er ist ein riesiger Geek, der sich hinter dem Gesicht eines Rockstars verbirgt. Ich verliebe mich jedes Mal in ihn, wenn er auf einer Bühne steht. Mit einfachen Worten: Es wird großartig werden!
Es wird auch Zeit zum gemeinsamen Abhängen geben und exklusive Give-Aways geben.
Besorgt euch Tickets, meine Lieben!
Es gibt so viele Dinge, die ich euch über dieses Album und seine Entstehung erzählen möchte. Die Umwege, die unvorhergesehen Wendungen, die es gab und wie ich dachte, es würde nie das Licht der Welt erblicken. Aber auch über die Durchbrüche und die neuen Gebiete, die es mich erkunden ließ. Aber zuerst und vor allem möchte ich es euch vorspielen. Euch schwitzen, tanzen und singen sehen. Schwitzen, tanzen und singen mit Euch, verdammt!
Denn FUCK IT! – Ich habe mich danach gesehnt, dass meine Musik wieder ein Wir wird und nicht ein Ich ist.
Links zum Thema:
» In das Album bei amazon.de reinhören
» Infos & Tickets
» Offizielle Website von Asbjørn
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