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Ireen Wüst bricht Rekorde

Winterspiele in Peking: Erste Medaille für Team LGBT

Ireen Wüst holt die erste Medaille für das inoffizielle queere Team bei den Olympischen Spielen – sie ist aus Gold!


Ireen Wüst hat ihre inzwischen zwölfte olympische Medaille in Peking geholt (Bild: Instagram / Ireen Wüst)

Die 35-jährige Eisschnellläuferin Ireen Wüst hat am Montag die erste Medaille für das Team LGBT gewonnen. Die bisexuelle Niederländerin siegte über 1.500 Meter in 1:53,28 Minuten. Damit konnte sie nicht nur Gold holen, sondern sorgte für einen neuen olympischen Rekord.

Wüst hat bereits elf weitere olympische Medaillen in ihrem Schrank hängen. Keine andere offen queere Athletin oder kein anderer queerer Athlet hat mehr Medaillen bei Winterspielen gewonnen als Wüst: Über 1.500 Meter konnte sie bereits 2010 im kanadischen Vancouver und 2018 im koreanischen Pyeongchang alle anderen Athletinnen in die Schranken weisen. Außerdem holte sie 2006 in Turin und 2014 in Sotschi über 3.000 Meter Gold. 2014 gewann sie auch in der Team-Verfolgung. Zudem hat sie fünf Silbermedaillen und eine Bronzemedaille errungen.

Wüst ist mit ihrer niederländischen Eisschnelllaufkollegin Johanna Letitia de Jong liiert. 2019 kündigten beide an, heiraten zu wollen.

Weitere Medaillenhoffnung

Eine weitere Medaille für das Team LGBT könnte der offen schwule Schotte Bruce Mouat gewinnen: Der Curler verlor zwar am Dienstag im Mixed-Wettbewerb an der Seite seiner Teamkollegin Jennifer Dodds das Halbfinale gegen Norwegen, allerdings könnte sich das britische Duo im Spiel gegen Schweden noch eine Bronzemedaille sichern.

Bei der Olympiade in Peking treten mindestens 35 offen queere Athlet*innen an, allerdings niemand aus dem deutschen Team (queer.de berichtete). Insgesamt haben sich damit 1,2 Prozent aller Teilnehmenden als schwul, lesbisch, bisexuell, trans, queer, pansexuell oder nichtbinär geoutet.

Bei den letzten Winterspielen in Pyeongchang hatte das Team LGBT insgesamt acht Medaillen gewinnen können, davon zwei in Gold (queer.de berichtete). Damals traten allerdings nur halb so viele offen queere Athlet*innen an wie dieses Jahr. (cw)



#1 HexeAnonym
#2 NOlympiaAnonym
  • 08.02.2022, 17:55h
  • Mich widert nicht nur Olympia an, sondern auch jede Berichterstattung, die meint sich einfach auf sportliche Aspekte beschränken zu dürfen.

    Konsequenzen täten leider auch allen weh weil sie u.a. Verzicht beinhalten (würden).

    Einen Grund dann doch auf die ein oder andere Art teilzunehmen oder zu partizipieren lässt sich leicht finden.
    Doch egal, wie solche Gründe lauten.
    Es bleibt, was es ist.
    Die demutsvolle Unterwerfung vor Folterer und Mörder zum eigenen Vorteil.
    Sport, zumindest in diesem öffentlichen Kontext, ist immer auch Mittel von Macht und Politik.
    Wer das verneint und das Märchen vom neutralen Sport verkaufen will, stellt sich nicht nur inhaltlich vor und hinter Bach und Xi.

    Leider sind diese Spiele, wie auch die WM in Katar, ein grässlicher Spiegel unserer Zeit, unserer Gesellschaft und nicht zuletzt von vielen von uns selbst.
    Viele Worte, viel Palaver. Aber bitte nicht um den Preis von Konsum, Vergnügen und Kommerz.
    Wäre ich Putin, Xi oder sonst ein Verbrecher, würde ich diesen Besser-Westen auch nur lächerlich finden und nicht wirklich ernst nehmen.

    Wieviel Medaillen und Rekorde wiegen Konzentrationslager, Gewaltherrschaft, Vertreibung, Folter und Mord sowie deren propagandistische Legitimation auf?
    Wir sollten das aus eigener Erfahrung besser wissen... doch wer will schon ernsthaft aus Geschichte lernen.
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#3 SakanaAnonym
  • 08.02.2022, 18:01h
  • Ich schenke mir dieses Jahr beide Sportereignisse, weil ich die Austragungsorte für komplett deplaciert halte und ich Menschenrechtsverletzungen nicht indirekt unterstützen möchte.
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#4 DreddAnonym
  • 08.02.2022, 18:16h
  • Antwort auf #1 von Hexe
  • Die Leute haben Jahre darauf hingearbeitet das sie um eine Medaille kämpfen können !

    Ich freu mich für alle die am Start sind und für die deutsche Abteilung noch ein bisschen mehr!

    Es gibt vieles was man - zurecht - kritisieren kann/darf/sollte, die Sportler sollten aber nicht die leidtragenden der ganzen Peinlichkeit sein, die meisten bekommen nur 1ne Chance um dabei zu sein und haben zuviel Zeit und Leben darin investiert jetzt als Sündenböcke für Verfehlungen anderer zu dienen.
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