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- 04. Januar 2006 3 Min.
Am 9. Januar ist es auf ProSieben soweit: Die amerikanische Fassung der schwulen Serie "Queer as Folk" geht an den Start.
Von Jan Gebauer
Die Amerikaner lieben Remakes: Ob japanische Horrorfilme oder französische Komödien – die Kassenhits aus der Ferne werden dem amerikanischen Geschmack angepasst und schon ist der nächste Quotenknüller fertig. Ganz ähnlich verhält es sich mit der TV-Serie "Queer as Folk", deren Pilotfolge in der Nacht vom 9. zum 10. Januar um 0:00 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt wird. Das Original der schwulen Seifenoper lief 1999 in Großbritannien und erhielt gute Kritiken. Auch die "Los Angeles Times" berichtete wohlwollend über die Produktion und unkte, dass eine amerikanische Version sicher ein komplettes Desaster wäre. Das motivierte den privaten Kabelsender Showtime und die Produktinsfirma Temple Street Productions im Winter 2000, den Gegenbeweis mit einer amerikanischen Fassung anzugehen. Die Handlung bietet jede Menge Stoff für spannende Fernsehnächte: Brian (Gale Harold) ist ein Männerschwarm und ein Playboy. Doch als er eine Affäre mit dem minderjährigem Justin (Randy Harrison) anfängt, der daraufhin von seinem Vater rausgeschmissen wird, fühlt er sich für ihn verantwortlich und nimmt ihn bei sich auf. Trotzdem wird er ziemlich eifersüchtig, als Michael (Hal Sparks), sein langjähriger Freund und Ex-Lover, jemanden kennen lernt und wiklich verliebt zu sein scheint. Dazu kommt noch die Geburt seines Sohnes, der bei einem befreundeten lesbischen Pärchen Melanie (Michelle Clunie) und Lindsay (Thea Gill) aufwachsen soll.
Laut ProSieben dauert aber keines der Probleme lange. "Genau wie die meisten Beziehungen, die in der Gay Community schnell wechseln, werden auch die alten Sorgen schnell von neuen abgelöst", spekuliert der Pressetext des Müncheners TV-Senders. ProSieben-Sprecherin Susanne Lang sagte im Dezember zur "Berliner Zeitung": "Vor vier, fünf Jahren hätten wir die Serie wohl noch nicht gezeigt. Schwule und Lesben sind aber mittlerweile in der Öffentlichkeit voll akzeptiert. Warum sollten wir sie also im Fernsehen nicht so zeigen, wie sie sind, wie sie sich selbst sehen? Das ist auch für Heteros interessant." So ganz geheuer scheint dem Sender die Ausstrahlung dann aber doch nicht zu sein, denn "Queer as Folk" startet montags erst um Mitternacht. Lang dazu in der "B. Z.": "In den USA lief die Serie auch zu nachtschlafender Zeit. 'Queer as Folk' wurde für Erwachsene, nicht für Kinder produziert. Deshalb also der späte Sendestart."
In Amerika war sich die schwule Community nicht einig, ob die Serie nichts weiter als Klischees oder repräsentative Ausschnitte aus dem schwulen Alltag zeigt. Vor allen Dingen die explizite Einbindung von sexuellen Handlungen, die überwiegende Darstellung von gut aussehenden Homos in Bars und Kneipen und das Fehlen von afroamerikanischen Charakteren stieß auf Unverständnis. Der TV-Sender Showtime blendete darum vor jeder Episode eine kurze Erklärung ein: "'Queer as Folk' feiert das Leben und die Leidenschaften einer Gruppe schwuler Freunde. Es soll nicht die ganze schwule Gesellschaft repräsentieren." In Kanada, wo die Serie fast zeitgleich auf dem Sender Showcase ausgestrahlt wurde, drückte man sich direkter aus: "Diese Show enthält Nacktheit, Sexualität und grobe Sprache – das Anschauen liegt im Ermessen des Zuschauers." Ob ProSieben eine ähnliche Einblendung vornimmt, wird spätestens am 9. Januar um 00:00 Uhr geklärt werden.
Queer as Folk, Pilotfolge am 9./10. Januar um 0:00 Uhr auf ProSieben, dann ab dem 16. Januar immer montags um 23:45
4. Januar 2005
Links zum Thema:
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Legenden
Folge 43: Rosenstolz – Liebe ist alles – Sie waren eine der erfolgreichsten deutschen Popbands der letzten 30 Jahre, ein Schwuler aus Goslar und eine Hetera aus Ost-Berlin: ein Duo der Gegensätze.
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da möchte man doch gleich stockschwul sein,
ich schalte die Serie natürlich auf meinem Empfänger an,
das wird auch in meiner Regierung Pflichtpgrogramm.