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Unisex in städtischen Einrichtungen

Heidelberg setzt auf "WC für alle Geschlechter"

Bei allen städtischen Neu- und Umbauten wird fortan geprüft, ob Unisex-Toiletten eingerichtet werden können.


Die fünftbevölkerungsreichste Stadt Baden-Württembergs hat bereits ein zweisprachiges Logo für ihre Unisex-Toiletten entwickelt (Bild: Stadt Heidelberg)

Der Heidelberger Gemeinderat hat am Donnerstag mit großer Mehrheit beschlossen, geschlechsneutrale Toiletten in städtischen Einrichtungen auszubauen. Künftig soll demnach bei allen städtischen Neu- und Umbauten das Hochbauamt, die zuständigen Bauherrenämter sowie die Koordinationsstelle LSBTIQ+ gemeinsam über den Bedarf und die Möglichkeiten der geschlechtsneutralen Toiletten entscheiden.

"Für Menschen, deren Erscheinungsbild nicht den gängigen Geschlechterbildern entspricht, kann es durch fehlende sanitäre Angebote zu diskriminierenden Erlebnissen und Gefahrensituationen kommen", so begründete Marius Emmerich von der Koordinationsstelle LSBTIQ+ der Stadt Heidelberg die Initiative. "Sie erfahren nicht selten Beleidigungen, Raumverweise und sogar Gewaltandrohungen."

Im Heidelberger Rathaus wurde bereits 2020 ein WC für alle Geschlechter eingerichtet. Zurzeit sind weitere Unisex-Toiletten in Planung, unter anderem im neuen Kulturhaus Karlstorbahnhof, im sich gerade im Bau befindlichen Konferenzzentrum und in einem städtischen Verwaltungsgebäude. In den nächsten Jahren soll nun die Anzahl geschlechtsneutraler Toiletten schrittweise erhöht werden, indem deren Einrichtung bei allen Neu- und Umbaumaßnahmen von vornherein eingeplant wird.

Heidelberg als "deutschlandweite Vorreiterin"

Mit diesem Vorgehen sei die Stadt Heidelberg "deutschlandweite Vorreiterin und eine der ersten Städte, die das Thema fest in die Entwicklung neuer Baumaßnahmen integriert", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Stadt verweist als Grund für die Initiative auf dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts 2017, das dritte Geschlecht "divers" anzuerkennen (queer.de berichtete). "Ein Angebot von WC-Anlagen in öffentlichen Räumen, das von allen Menschen diskriminierungsfrei genutzt werden kann, ist entsprechend erforderlich", erklärte die Stadt.

Die rund 160.000 Einwohner*innen zählende badische Universitätsstadt hat sich bereits wiederholt für LGBTI-Rechte engagiert: Anlässlich des Tages gegen Homo- und Transphobie stellte etwa das Landschafts- und Forstamt 17 Sitzbänke in Regenbogenfarben auf der Heidelberger Neckarwiese und im gesamten Stadtgebiet auf (queer.de berichtete). (cw)



#1 Meinetwegen gerneAnonym
  • 11.02.2022, 16:07h
  • Doch lässt noch das eine oder andere Pissoir bestehen. Da können denn alle rein, egal als was sie sich verstehen, solange sie über das nötige Körperteil verfügen, egal. Ich hab einfach keine Lust fürs kleine Geschäft so lange auf Toilette anstehen zu müssen.
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#2 tecuAnonym
#3 andreAnonym
  • 11.02.2022, 21:19h
  • Ich weiß nicht mal was man unter einer "geschlechtsneutralen" Toilette versteht. Versteht man das echt, kein Pissoir ? Kann mich jemand aufklären ? Aber wenn das so sein sollte, wird die Toilette jämmerlich versüfft aussehen. Welcher Mann setzt sich schon hin beim Pinkeln. Ich mache das zu Hause prinzipiell. Auf öffentlichen Toiletten nie. Gehe nämlich nie ans Pissoir. Mag nicht wenn man mir die ewig Geilen deren Sabber schon aus dem Mund läuft auf den Schwanz schauen. Ich vermute aber bei einer "Geschlechtsneutralen" Toilette sind WC und Pissoir irgendwie ohne Blickkontakt abgetrennt, oder ? Auf jeden Fall wird die "geschlechtsneutrale" Toilette ein "Spanner-Paradies" kann ich mir vorstellen.
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#4 Der WC HorrorAnonym
  • 11.02.2022, 23:04h
  • Antwort auf #3 von andre
  • Ich hab kein Problem wenn mir Leute am Pissoir zufällig oder absichtlich auf den Schwanz schauen. Zumindest solange die ebenfalls einen haben. Wenn nötig guckste halt frech zurück.

    Ich hab bloss ein Problem mit der WC-Hygiene. Nicht erst seit Corona. Gerade solche Scham-Pinkler wie du sind eklig, welche alle ihre Tausend Tröpfchen auf dem WC Sitz hinterlassen. Überwinde Mal besser deine Phobie vor angeblichen Spannern.

    Selbst beim Kacken sitze ich nie hin, was dann in einem ordentlichen Krampf in den Oberschenkeln enden kann. Ich will mir ja nicht was zum Kuckuck was einfangen! Ganz eklig sind auch die Händewaschenverweigerer die dann anschliessend den Türgriff anfassen.
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#5 KopfschüttelAnonym
  • 11.02.2022, 23:18h
  • Antwort auf #4 von Der WC Horror
  • Das wird durch das Abschaffen der Pissoirs, um mehr Sitz-WCs für alle Geschlechter zu schaffen, auch nicht besser.
    Meine Uni hat aus einem neu-gebauten Männer WC, welches aus einem abgetrennten Pissoir und einem Sitz-WC bestand, bei der Umwandlung in ein Unisex-WC genau das gemacht. Pissoir samt Trennwand rausgerissen, da es wohl den Damen nicht zuzumuten war, dass daneben jemand das Pissoir benutze. Aus vorher eine Möglichkeit für 2 Männer das WC zu benutzen, kann nun nur noch eine Person das WC benutzen. Tolle Neuerung.
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#6 Der WC HorrorAnonym
  • 11.02.2022, 23:51h
  • Antwort auf #5 von Kopfschüttel
  • Das hab ich auch nicht gesagt. Bin doch ganz deiner Meinung,

    Lasst die Pissoirs doch bitte stehen, ist hygienischer. Pissoirs sind nicht nur für Männer. Sondern für Menschen mit Penis. Ein feiner jedoch wichtiger Unterschied.

    Man könnte sie am Eingang mit einem pinkelnden Menschen im Stehen, ein zweiter Eingang mit einem sitzenden Menschen kennzeichnen. Wäre doch ganz einfach.
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#7 PipiPrinzAnonym
  • 12.02.2022, 01:17h
  • Leute, ich weiß ja nicht, was ihr euch so vorstellt, aber die Unisextoiletten, die ich kenne, sehen so aus: Ein abgeschlossener Raum. Du schließt die Tür hinter dir ab und bist alleine. Dann hat du die Wahl: entweder die Kloschüssel oder das Pissoir. Punkt. Das ist es auch schon.
    Kommt mal runter, Leute.
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#8 SimpelAnonym
  • 12.02.2022, 07:00h
  • ich fand die Unisex Toiletten bei Ally McBeal immer toll. Einzelkabinen mit Sitzklo (dann gibt es auch bessere Auslastung als bei binär geschlechtlich getrennten Klos) und ein gemeinsamer Handwaschbereich. Wenn daneben jetzt noch ein Raum mit Pissoir kommt (eine Hälfte mit Blickschutz, die andere ohne) dann müsste das doch für alle funktionieren.
    Dazu noch ein paar Kloräume für Rollie und Family und die Sache ist geritzt.
    In Deutschland muss man natürlich erstmal 10 Jahre über Verordnungen reden und so werden 10 weitere Jahre Gebäude mit schlechtem Toilettenkonzept weitergebaut.
    Immerhin, solange können bineugierige Familienväter fast ungestört weiter gucken, zeigen, anfassen ....
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#9 Der WC HorrorAnonym
  • 12.02.2022, 14:41h
  • Antwort auf #7 von PipiPrinz
  • Das wäre mal schön. Wo lebst du?Bitte gleich noch mit automatischer WC-Sitz Desinfektion nach Geschäftsverrichtung, und alle wären happy. Bloss sieht in Realität überall alles versifft und eklig aus.
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#10 Lucas3898Anonym