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Schweiz

Angelina Maccarone gewinnt Pink Apple Festival Awards 2022

Eine der Pionierinnen des lesbischen Films gewinnt den prestigeträchtigen Communitypreis. Angelina Maccarone brachte bereits vor 27 Jahren lesbische Liebe in die deutsche Primetime.


Angelina Maccarone erhält eine weitere Auszeichnung (Bild: Pink Apple Festival)

  • 16. Februar 2022, 15:25h - 2 Min.

Die deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone hat den Pink Apple Festival Award 2022 gewonnen. Das gaben die Veranstalter*­innen des queeren schweizerischen Filmfestivals am Dienstag bekannt. Die Auszeichnung soll in gut zwei Monaten in Zürich an die 56-Jährige überreicht werden.

Maccarone schrieb schon im letzten Jahrtausend Lesbenfilmgeschichte, als ihr Filmdebüt "Kommt Mausi raus?!" am 7. Juni 1995 gleich nach der Hauptausgabe der "Tagesschau" im ersten Programm der ARD ausgestrahlt wurde. "Seiner Zeit voraus war auch das Liebesdrama 'Alles wird gut' (1998), und 'Fremde Haut' (2005) wiederum thematisierte Migration und Gender", kommentierte das Pink Apple Festival. "In ihren Werken verknüpft Angelina Maccarone Identität und Fremdheit, Politisches und Privates, Feminismus und lesbische Liebe." Zu ihren Filmen gehört auch "Verfolgt" (2007) mit Maren Kroymann und Kostja Ullmann.

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Ihre Filme liefen auf internationalen Filmfestivals, auf denen sie mehrfach ausgezeichnet wurde – so zum Beispiel mit dem Goldenen Leoparden in Locarno. Ihr erster Dokumentarfilm "Charlotte Rampling: The Look" – über und mit Schauspielerin Charlotte Rampling – feierte 2011 in Cannes Premiere. Im selben Jahr war sie mit "Kommt Mausi raus?!" Gast am Pink Apple. 2014 schrieb und produzierte sie gemeinsam mit Carolin Emcke eine Internet- und Kinokampagne gegen Homophobie: "Tolerant? Sind wir selber!"

Angelina Maccarone lebt in Berlin, wo sie ihren nächsten Kinospielfilm "Klandestin" vorbereitet. Für das Drehbuch wurde sie mit dem Deutschen Drehbuchpreis Lola ausgezeichnet. Seit 2014 ist sie zudem Professorin für Regie an der Filmuniversität Babelsberg.

Seit 2015 vergibt Pink Apple jährlich einen Festival Award für Verdienste im queeren Filmschaffen. Die bisherigen Preisträger*innen sind: Lionel Baier, Léa Pool, Rob Epstein und Jeffrey Friedman, Christine Vachon, Rosa von Praunheim, Ulrike Ottinger sowie Eytan Fox. (pm/cw)

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