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Spanien

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen homophoben Bischof

Bischof Bernardo Álvarez, der in der Vergangenheit Homosexualität mit sexuellem Kindesmissbrauch gleichsetzte, teilte im Fernsehen erneut gegen sexuelle Minderheiten aus. Dieses Mal hat das aber Konsequenzen.


Bischof Bernardo Álvarez macht aus seiner Abneigung gegenüber sexuellen Minderheiten kein Geheimnis (Bild: Conferencia Episcopal Española)

Die Staatsanwaltschaft von Santa Cruz de Tenerife hat Ermittlungen gegen den katholischen Bischof Bernardo Álvarez eingeleitet, weil dieser vergangenen Monat in einem Fernsehinterview Homosexuelle mit Alkoholkranken verglichen hatte. Außerdem sagte er, die homosexuelle Orientierung sei eine "Todsünde". Laut lokalen Medienberichten sei der Chef des Bistums San Cristóbal de La Laguna auf den kanarischen Inseln am Mittwoch wegen des Vorwurfs der Hasskriminalität vernommen worden.

Nach dem Interview hatten LGBTI-Organisationen gegen den Bischof protestiert. Die Asociación LGBTI* Diversas startete eine Petition gegen den Geistlichen, die inzwischen von mehr als 57.000 Menschen unterzeichnet wurde. Darin wird die katholische Kirche aufgefordert, Álvarez zu feuern.

Twitter / FELGTBI

Auch aus der Politik gab es scharfe Kritik. Ángel Torres, der Ministerpräsident der Kanarischen Inseln, erklärte etwa, dass "Homosexualität und Heterosexualität ähnlich sind, keiner steht über oder unter dem anderen". Der sozialistische Politiker forderte den Bischof auf, seine Aussage richtig zu stellen.

Halbherzige Entschuldigung

Nach Kritik auch aus den Medien und der Kirche entschuldigte sich Álvarez "bei allen, die ich mit meinen Worten beleidigt haben könnte". Er habe einige Interviewfragen unklar beantwortet, sagte er weiter. Für Fragen zur Haltung der Kirche zu Homosexualität verwies er auf den Vatikan.

Álvarez hatte bereits in der Vergangenheit Stimmung gegen sexuelle Minderheiten gemacht. Vor 14 Jahren attestierte er männlichen Homosexuellen etwa, "krank wie Päderasten" zu sein. Außerdem warf er jugendlichen Opfern von sexuellem Missbrauch vor, oft selbst Schuld am Missbrauch zu sein: "Es gibt 13-Jährige, die völlig einverstanden sind und es sich zudem wünschen", so Álvarez damals (queer.de berichtete). Von queer.de erhielt er für diese Äußerungen damals die Homo-Gurke. (dk)



#1 Julian 80Anonym
  • 18.02.2022, 13:23h
  • Gut, dass solche Hassprediger endlich auch mal zur Rechenschaft gezogen werden und ihnen klar gemacht wird, dass sie nicht über dem Gesetz stehen. Die wurden allzu lange von den Strafverfolgern und Gerichten mit Samthandschuhen angefasst.

    Aber unabhängig davon finde ich es schon ein starkes Stück, dass ein hochrangiges Mitglied des größten Kinderschändervereins andere Menschen als Kinderschänder hinstellt. Und im Gegensatz zum Kindesmissbrauch seines Vereins kann Liebe keine Todsünde sein. Eine Religion, die Liebe als Sünde ansieht, hat nur den Untergang verdient.

    Deshalb:
    Kirchenaustritt JETZT.
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#2 AtreusProfil
  • 18.02.2022, 13:57hSÜW
  • Alvarez hat zwei Wahrheiten ausgesprochen.

    Einmal, wer den Menschenhass zum Grundpfeiler der RKK erhoben hat und ihn über seine Gauleiter verbreiten lässt: "Für Fragen zur Haltung der Kirche zu Homosexualität verwies er auf den Vatikan."

    Und ein zweites Mal, als er die Haltung der RKK zu sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung gegenüber den Opfern beschrieb: "Es gibt 13-Jährige, die völlig einverstanden sind und es sich zudem wünschen." Was doch sehr stark an den Einwurf der RKK Polens im aktuellen Prozess erinnert, als man feststellen ließ, ob der Missbrauchte während seiner Vergewaltigung Lust empfunden habe.

    Alles in allem: Im Westen nichts neues. Alles schon hundertfach gehört und gelesen. Die Anhänger ergehen sich nun wieder in Relativierungen und sprechen sich von jeglicher Verantwortung frei, die sie als zahlendes Mitglied inne haben und mir ist wieder schlecht.
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#3 olfwobAnonym
  • 18.02.2022, 15:55h
  • Antwort auf #1 von Julian 80
  • Alleine die Gedankengänge, dass Schwule Pädophile sind, aber wenn dann ein Priester einen 13jährigen belästigt, dann wollte der Jugendliche das ja eigentlich.
    Muss schön sein, wenn man sich die Wahrheit immer so hindrehen kann wie es gerade paßt.
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#4 SebiAnonym
  • 18.02.2022, 16:15h
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    Außerdem warf er jugendlichen Opfern von sexuellem Missbrauch vor, oft selbst Schuld am Missbrauch zu sein: "Es gibt 13-Jährige, die völlig einverstanden sind und es sich zudem wünschen"
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    Ja klar, Opfer von Vergewaltigungen haben es eigentlich so gewollt. (**Zynismus aus**)

    Noch perverser und schäbiger kann man die Opfer von deren Machenschaften nicht verhöhnen und verspotten.

    Dass so jemand nach wie vor in seinem Amt bleibt, beweist, dass all das Gerede der Kirche, man wolle sich ändern, nichts als dreiste Lügen sind.

    Wie kann man sich selbst als "Christ" bezeichnen und dann noch Mitglied in so einem Verein sein?
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#5 gut soAnonym
  • 18.02.2022, 18:16h
  • es ist höchste zeit, dass diese christen mit aller härte des gestzes bestraft werden. in deutschland hingegen darf der lutheraner latzel vorerst fröhlich weiterhetzen und schwule mit dem tod bedrohen.
    www.kirchenaustritt.de
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