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"Benachteiligung einer nicht zur LGTBIQ-Gemeinschaft gehörenden Person"

Wien: Rechtspopulist fühlt sich durch queeres Bahnticket diskriminiert

Der Chef der FPÖ-Fraktion im Wiener Landesparlament vermutet hinter dem "Queer City Pass" Diskriminierung von Cis- und Heterosexuellen. Das städtische Verkehrsunternehmen bezeichnet den Wutanfall des Rechtspopulisten als Fake News.


Maximilian Krauss sorgt sich um den gemeinen Heterosexuellen (Bild: Bwag / wikipedia)

Der FPÖ-Politiker Maximilian Krauss hält es für eine Benachteiligung der Mehrheitsbevölkerung, dass der städtische Verkehrsbetrieb Wiener Linien den "Queer City Pass" für Tourist*innen anbietet. "Es ist schlichtweg nicht zu akzeptieren, dass im Kampf gegen die Diskriminierung von Minderheiten die Mehrheit benachteiligt wird", erklärte der 29-jährige Klubobmann (Fraktionschef) der FPÖ im Wiener Landtag gegenüber heute.at. Er beklagte, dass es einen Preisunterschied zwischen der "Vienna City Card" und dem "Queer CityPass" gebe, aber kaum Leistungsunterschiede. "Da eine Benachteiligung einer nicht zur LGTBIQ-Gemeinschaft gehörenden Person strikt abzulehnen ist, muss Klarheit über die Preisdifferenz hergestellt werden", so seine Forderung im Wiener Stadtparlament.

Die Wiener Linien wiesen die Vorwürfe zurück: "Wer ein 72-Stunden-Ticket der 'Vienna City Card', des 'EASY CityPass' oder 'Queer CityPass' kauft, bekommt dafür immer dasselbe Angebot im Öffi-Netz der Wiener Linien. Der Preisunterschied liegt in der Anzahl der Extras und den Vergünstigungen", heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Die Ermäßigungen handelten die Unternehmen selbst aus, die Wiener Linien böten nur den Vertrieb der Tickets auf der Homepage an.

"Es steht natürlich allen Fahrgästen frei, dieses Ticket zu erwerben"

Ferner erklärte der ÖPNV-Anbieter, dass es den "Queer CityPass" auch in Berlin und Köln gebe und die Kontrolleur*innen keinen Hetero-Check durchführten: "Die sexuelle Orientierung wird von uns selbstverständlich nicht kontrolliert, wie das etwa auf Twitter kolportiert wurde. Diese Fake News haben wir direkt auf Twitter klargestellt. Es steht natürlich allen Fahrgästen frei, dieses Ticket zu erwerben."

Twitter / wienerlinien
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Krauss, der früher als Referent beim homophoben Ex-Abgeordneten Johann Gudenus gearbeitet hatte, versuchte sich bereits wiederholt mit Queerfeindlichkeit zu profilieren. So bezeichnete er 2020 die Einrichtung eines queeren Jugendzentrums als "ein sinnloses linksideologisches Projekt". Zudem macht er gerne Stimmung gegen die muslimische Minderheit: 2019 zeigte er sich etwa besorgt, dass in Kitas kein Schweinefleisch mehr erhältlich sei; in sozialen Medien forderte er allen Ernstes: "Jedes Kind soll in den Genuss eines Schnitzels kommen dürfen." (dk)


Maximilian Krauss hat offenbar Angst, dass Kinder mal ein echtes Wiener Schnitzel erhalten, das aus Kalbfleisch besteht



#1 JohannbAnonym
  • 23.02.2022, 15:02h
  • Das zeigt ja nur den beschränkten Horizont von ihm.
    War doch eigentlich logisch, dass jeder so ein Ticket kaufen kann bzw. dass einem keine Kontrolleur*innen etwas abfrägt.
    Hoffentlich jetzt was gelernt....
    Vermutlich wars ihm aber bewusst und er spielt nur mit den Leuten, die das nicht glauben werden oder wollen.
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#2 daVinci6667
  • 23.02.2022, 16:23h
  • Der soll zu sich stehen und in der Schlange laut und deutlich so ein Ticket kaufen! Hinterher dann beweisen, dass er queer ist. Vielleicht findet sich da ja etwas, oder er hatte mal was auf der Klappe oder so. Würde mich nicht wundern, hätte man den mal bei etwas erwischt.
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#3 dellbronx51069Anonym
  • 23.02.2022, 17:28h
  • Typisch Schrankschwester. Einfach nicht beachten und vor allem nicht drüber berichten, sonst wird noch Werbung für solche Typen gemacht.
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#4 tandrinAnonym
  • 23.02.2022, 23:49h
  • Das Schnitzel schaut gut aus. Jetzt hab ich Hunger. Ich bin für mehr Abbildungen von Schnitzel in Artikeln über Vollpfosten.
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#5 KopfschüttelAnonym
  • 24.02.2022, 10:18h
  • Schenkt ihm doch endlich ein queeres Bahnticket. Dazu muss er sich aber verpflichten, alle "Vergünstigungen" in Anspruch zu nehmen.
    Nach der vergünstigten Bahnfahrt zum CSD gibt es einen vergünstigten Eintritt in die Blue Oyster Bar inkl. Besuch im Darkroom.
    Zur Übernachtung bekommt er eine Gratisfahrt zu M-Quartier, wo er aus dem Zimmer geworfen wird und er sich die Standpauke eines Ex-Gays anhören muss.
    Am Sonntag geht es dann natürlich zum Gottesdienst von Olafselm Urlatzel, wo er eine Predigt genießen darf, die ihm (natürlich im Namen der Religionsfreiheit) in Bezug auf Leviticus erklärt, wessen er würdig sei.
    Einverstanden?

    Sarkasmus off.
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