Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?41263

"Das zeigt uns, dass wir das Richtige tun"

Sam Dylan "völlig schockiert" über Kritik an seiner Muttersuche

Die Ankündigung der Reality-Sternchen Sam Dylan und Rafi Rachek, zur Gründung einer Regenbogenfamilie mit einer Art Castingshow eine Mutter zu suchen, stieß auf heftige Reaktionen.


In einem inzwischen nicht mehr öffentlichen Video erklären Sam Dylan (li.) und Rafi Rachek ihre Intentionen (Bild: Instagram / Sam Dylan)

Der 31-jährige Realitydarsteller Sam Dylan hat am Mittwoch Kritik an der geplanten Show "All We Need Is Love" zurückgewiesen. Hintergrund ist Kritik an der Ankündigung von Dylan und seinem Partner Rafi Rachek am Tag zuvor, mit Hilfe dieser Show eine Mutter für ihre geplante Regenbogenfamilie zu casten (queer.de berichtete). Ein Clip der Show war am Dienstag kurzzeitig auf Dylan Instagramseite erhältlich, inzwischen wurde die Seite aber auf "privat" umgestellt.

"Ich bin völlig schockiert, wie einige Menschen reagieren. Teilweise scheinen mir einige in der heutigen Zeit ganz weltfremd zu sein", erklärte Dylan gegenüber "Promiflash". "Das zeigt uns aber erst recht, dass wir das Richtige tun, um diese Menschen endlich aufzuklären – dass es heute nicht mehr verwerflich ist, auch diesen Schritt im TV zu gehen."

"Der Begriff Casting ist auch falsch"

Dylan wies Kritik daran zurück, die Mutter in einer Unterhaltungssendung im Fernsehen zu finden. Zudem erklärte der ehemalige "Prince Charming"-Kandidat: "Der Begriff Casting ist auch falsch: Wir lernen uns alle gegenseitig kennen und jeder von uns kann jederzeit sagen, dass es doch nicht die richtige Person ist – wir und natürlich die Frauen." Der "Duden" definiert Casting im Zusammenhang mit Film und Fernsehen übrigens als "Auswahl der für eine bestimmte Rolle geeigneten Person".


Auf einer Website können sich interessierte Frauen bewerben

Für den in Köln lebenden Realitydarsteller handle sich bei der TV-Show aber vielmehr um ein Baby-Date. "Für uns ist am Ende wichtig, dass wir glücklich sind. Denn wir werden unser Leben zusammen verbringen", sagte Dylan. Außerdem würde das Publikum am Ende nur einen Bruchteil des Auswahlprozesses zu Gesicht bekommen.

Seit der Ankündigung gab es viel Kritik, dass Dylan und Rachek, die sich nach einer Trennung erst vor sieben Monaten wieder versöhnt haben, ihre Kindersuche auf bedenkliche Art vermarkten würden. Neben viel offensichtlich homophob motivierter Kritik gab es auch Vorbehalte unter queeren Menschen, auch bei Leser*innen von queer.de. Einer schrieb etwa auf Facebook: "Bei allen Respekt, ein Kind ist weder Show noch Projekt und schon gar kein Showprojekt." (cw)



#1 LarsAnonym
  • 23.02.2022, 14:59h
  • Ich finde es auch eher befremdlich und kann mir schon vorstellen, dass es eher schlecht umgesetzt wird. Ein Kind ist keine Ware.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SaftlarsAnonym
#3 Indra RuppAnonym
  • 23.02.2022, 15:11h
  • Interessant auch, dass die Kritik ja eher das "Casting" ist, und nicht auf der Vorstellung eines verstaubten Familienbildes basiert. Als Homophobieopfer kann man sich also nicht inszenieren. Und hat bei der Mutter das Kind oder der TV-Auftritt Priorität?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LeroAnonym
  • 23.02.2022, 15:29h
  • Ich wiederhole mich, für mich ist das reine Mediengeilheit.

    ... und klar wird gedacht man ist auf dem richtigen Weg, die Aufmerksamkeit und ergo die Quote ist einem ja jetzt sicher.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 TrashAnonym
  • 23.02.2022, 16:10h
  • Was hatte er denn erwartet?
    Hier geht es ja in erster Linie um Selbstdarstellung und Kommerz. Ein dokumentarischer Ansatz könnten wir ja unterstellen, wäre aber doch eher unrealistisch.
    Und wenn es ihnen um das Kind ginge, dann könnten sie das auch privat machen.
    Bleibt immer noch die Frage, wie diese Leihmutterschaft im deutschen Geltungsbereich umgesetzt werden soll. Oder steht das Ende (es findet keine Leihmutterschaft statt) etwa schon fest?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Nesiree DickAnonym
  • 23.02.2022, 16:25h
  • La Dylan ist ja nun bekanntermaßen eine echte Trash-Diva.
    Trashloverinnen haben ihren Beef mit Trashqueen Georgina Fleur sicherlich mitbekommen.

    Falls es diese Show überhaupt geben sollte, dann wird das Ganze irgendwann in einem riesigen Zickenkrieg enden, der dann auch über die Boulevardgazetten ausgetragen wird.

    Die möglichen Bewerberinnen sollten also ausgemachte Krawallschachteln sein, um diesen Kampf bestehen zu können.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 DominikAnonym
  • 23.02.2022, 18:36h
  • Die Entstehung der Samenspende sollte auch übertragen werden. Das wäre gut für die Quote.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 AyidaProfil
  • 23.02.2022, 19:17hHessen
  • Antwort auf #5 von Trash
  • Tatsächlich nennt man das was die beiden Herren vorhaben nicht Leihmutterschaft. Leihmutterschaft bedeutet nämlich, dass die Gebärende sowohl Samen als auch Eizelle von anderen bekommt, somit ist sie also genetisch mit dem Kind nicht verwand. In Deutschland ist die Eizellenspende jedoch verboten und die Gebärende gilt als rechtliche Mutter. Die Frau, die hier "gecastet" werden soll, ist also keine Leihmutter, sondern sie wird die biologische Mutter sein und auch rechtlich als Mutter gelten. Sie wird wahrscheinlich von einem der Männer künstlich befruchtet werden, was in Deutschland legal und auch unkompliziert ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 lindener1966Profil
  • 23.02.2022, 20:47hHannover
  • Erstens finde ich es naiv, wenn man sich über die Reaktionen wundert. Manche leben in einer sehr liberalen Bubble. Für die meisten Menschen wird es keinen Unterschied machen, ob das Dreierkonstrukt eine Leihmutterschaft beinhaltet oder ein gemeinsames Kind dabei herauskommt (die Austragende ist auch die biologische Mutter). So viele Menschen fühlen sich bei so etwas derart getriggert, dass kein Differenzieren möglich ist. Wer Kommentare zu einigen sehr guten Dokus, die man auf Youtube sehen kann, liest, wundert sich nicht mehr. Eine Frau für ihren berechtigten Kinderwunsch zu suchen, sollte kein Gegenstand eines Medienformats sein. Ein entfernter Bekannter von mir hat dasselbe ganz im Privaten zustande gebracht und ist jetzt zweifacher Vater.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Indra RuppAnonym
  • 24.02.2022, 10:11h
  • Beziehung im TV suchen - OK

    Beziehung hinterher vermarkten, Trennungen öffentlich machen, Kinder wunsch äußern, frohe Botschaft werdende Eltern zu sein verkünden, Bild vom Baby zeigen, übers Eltern sein berichten, ins Familienleben reinschauen lassen - OK

    Einen Spender welcher Art auch immer im TV suchen, quasi als Dienstleistung-OK

    Einen Elternteil im TV suchen - NICHT OK!

    Grund :
    Den Elternteil sucht man vor allem für das Kind, auch wenn es in diesem Fall noch nicht da ist. Wäre dasselbe, als wenn man als Alleinerziehende im TV für sein Kind zB einen Vater sucht und es hier auch nicht vordergründig um die Beziehung unter den Erwachsenen geht, zB weil die Erwachsenen auch garkeine Liebesbeziehung anstreben, sondern vordergründig um die Beziehung zum Kind. Indirekt wird also das Kind gezwungen seine Beziehung im TV zu vermarkten und da ist eine Grenze überschritten.
    Meine Meinung
  • Antworten » | Direktlink »