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Kommentare zu:
Eckpunkte für Selbstbestimmungsgesetz noch vor Sommerpause


#1 RebeccaProfil
  • 23.02.2022, 15:50hBerlin
  • Das wird ja auch Zeit, dass endlich nach über 40 Jahren das TSG in seiner Form abgeschafft wird.

    Und ebenso das Offenbarungsverbot für die Dead-Namen mit Strafe sanktioniert wird.
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#2 KaiJAnonym
  • 23.02.2022, 16:00h
  • Gut, dass die Gesetzesvorlage in den Händen von Grünen und FDP liegt, so dass nachteilige Veränderungen im Gesetzgebungsverfahren dann auch gut verhindert werden können. Ich hoffe, dass die Grünen weiter so viel autonomen queeren Sachverstand haben, so dass eine Beteiligung der Trans-Community ebenfalls keinen Nachteil auf das Gesetz haben kann. Jetzt muss denn aber auch das Gesetz gegenüber Emma und anderen Irrenden zügig durchgezogen werden.
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#3 tchantchesProfil
  • 23.02.2022, 16:20hSonstwo
  • Alice Schwarzer ist nur noch eine böse alte Frau, die nichts konstruktives mehr beizutragen hat. Höchste Zeit für sie, in Rente zu gehen.
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#4 KampflesbeAnonym
#5 kleine KatzeAnonym
  • 23.02.2022, 17:02h
  • Antwort auf #2 von KaiJ
  • ...'so dass eine Beteiligung der trans community ...' alles verhunzt und ein Desaster angerichtet wird! Das hoffe ich allerdings auch, nämich daß bei den Grünen genug 'autonomer ...Sachverstand' vorhanden ist und eingesetzt kommt.

    Denn wenn ich mir ein (Pseudo-)'Selbstbestimmungsgesetz' vorstelle, an dem die trans Verbände mitarbeiten, dann sind wir jetzt besser dran! Denn das würde ein Total-Ermächtigungsgesetz für Gutachter, Zwangstherapeuten, gatekeeper und alle Schinder der deutschen Psycho-'Medizin'!
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#6 DominikAnonym
  • 23.02.2022, 19:18h
  • Der Gesetzentwurf muss auch den Bundesrat passieren. Der wiederum wird von der Union dominiert. Ich sag's ja nur.
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#7 Lucas3898Anonym
  • 23.02.2022, 19:44h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Wobei es dieses Jahr in drei Bundesländern Landeswahlen geben wird.
    Die Wahl im Saarland ist bereits am 27.03.2022.

    Umfragen:

    dawum.de/Saarland/

    dawum.de/Nordrhein-Westfalen/

    dawum.de/Schleswig-Holstein/

    In Schleswig-Holstein wird wohl die Jamaika-Regierung (CDU+Grüne+FDP) bleiben.

    In NRW und dem Saarland sind nach aktuellen Umfrage eine Groko (SDP+CDU) unter Führung der SPD, sowie eine Ampel (SPD+FDP+Grüne) - wie derzeit im Bundestag und Rheinland-Pfalz - möglich.
    Wenn die Linke in den in die Landtage einzieht, bzw. drin bleibt, wäre wohl auch SPD+Grüne+Linke möglich.

    Damit reduziert sich dann der Einfluss der CDU im Bundestag.
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#8 KaiJAnonym
#9 SakanaAnonym
  • 23.02.2022, 20:31h
  • Antwort auf #7 von Lucas3898
  • Wären für NRW 6, für SH 4 und Saarland 3 Stimmen, also 13 Stimmen im BR, die potentiell wechseln könnten zur Ampelkoalition. Allerdings sollte das Selbstbestimmungsgesetz nicht allzu lange rausgezögert werden parlamentarisch.

    Problem könnte aber auch sein, dass viele Wähler:innen die Ampelkoalition auch bei den Landtagswahlen wegen der Performance in der Ukraine-Krise abstrafen könnten. Das ist politisch gesehen nicht unwahrscheinlich.
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#10 AtreusProfil
  • 24.02.2022, 00:04hSÜW
  • In Texas ist man seit heute zur Verfolgung Transsexueller übergegangen. Das ist leider kein Scherz! Sein Dekret ist seit 7 Stunden online einsehbar. Auf Twitter kommt ihr am schnellsten ran:

    "Greg Abbot hat die Familien- und Schutzdienste offiziell angewiesen, mit der Untersuchung aller Transkinder in Texas zu beginnen und ihre Eltern als Kinderschänder strafrechtlich zu verfolgen.

    Er hat auch alle Lehrer, Ärzte und Betreuer angewiesen, damit zu beginnen, alle transsexuellen Schüler zu melden, die sie sehen."
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#11 kleine KatzeAnonym
  • 24.02.2022, 05:32h
  • Als trans Frau graut mir vor dem (Pseudo-')Selbstbestimmungsgesetz'.

    Es gab eine Chance, und die wurde am 19.05.2021 zerschlagen, als das Selbstbestimmungsgesetz, das wirklich im Prinzip eins gewesen wäre, von AfD, CDU/CSU und SPD niedergestimmt wurde.

    Seither arbeiten die Sexualwissenschaft, die Psychiatrie und die Psychologie, über die trans Verbände und sicherlich auch direkt, an der Fabrikation einer kosmetischen Hülse ('guter Eindruck'), unter der ein psychomedizinischer Terror aufgespannt wird, der alles Bisherige wie einen Kindergeburtstag aussehen lassen wird.

    Das haben sie seit Jahren vorbereitet.

    Die körperlich-medizinische Selbstbestimmung ist schon weg, auf Betreiben der trans Verbände.

    Wahrscheinlich dauert es mit den 'Eckpunkten' bis zum Sommer, weil jeder reaktionäre trans feindliche 'Fachverband' seine Extrawurst gebraten bekommt, der sichere Zugriff von Psychiatern auf alle trans Personen gesichert werden muß und jeder Gutachter, Zwangstherapeut und Gatekeeper seine sichere Pfründe bekommen soll.

    Glaubt irgend jemand an 'self-ID' in Deutschland ohne (Zwangs-)'beratung' - also Gutachten - und 'therapeutische Begleitung' - also Zwangstherapie?

    Aber der eigentliche Terrorapparat wird im Gesundheitswesen errichtet.

    Woher stammen denn die trans feindlichen Auffassungen der TERFs und der anderen Rechten? Aus Sexualwissenschaft und Psycho-'medizin', und zwar allesamt. Wer hat uns denn zu Geisteskranken gemacht, der Weihnachtsmann vielleicht?

    Von wegen 'Selbstbestimmungsgesetz'.
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#12 Ana NymAnonym
  • 24.02.2022, 11:18h
  • Antwort auf #5 von kleine Katze
  • Trans-Verbände, wie etwa das dgti, setzen sich für Trans-Rechte ein und fordern schon sehr sehr lange entsprechende Reformen.
    Lediglich die Konstellation CDU+CSU+SPD haben das verhindert bzw. wollten "kurz mal schnell" sogar noch etwas Verschlimmbessern. Die Leitung des BMI hatte damals Herr Seehofer.
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#13 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 11:27h
  • Antwort auf #12 von Ana Nym
  • Das BMI ist ja jetzt in SPD-Hand und Innenministerin Faeser ist mir jetzt nicht als TERF bekannt.

    Ich finde es im Übrigen gut, dass das FDP-geführte Justizministerium und das GRÜNEN-geführte Familienministerium gemeinsam die Eckpunkte des Selbstbestimmungsgesetzes ausarbeiten und es dann den anderen relevanten Ministerien zur Abstimmung geben können. Denke aber nicht, dass das BMI in irgendeiner Art und Weise mauern würde.

    Danach kommen noch Kabinett und dann die parlamentarischen Lesungen und Beratungen in den Fachausschüssen. Im Innenausschuss und im Gesundheitsausschuss sind die AFD-Kandidaten ja durchgefallen und sie werden aktuell kommissarisch von SPD- und GRÜNEN-Politiker:innen geführt, nur der Rechtsausschuss ist in UNIONs-Hand.

    Denke aber, dass eine besonders liberale Version des Selbstbestimmungsgesetzes parlamentarische Zustimmung finden wird.
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#14 kleine KatzeAnonym
  • 24.02.2022, 12:00h
  • Antwort auf #13 von Sakana
  • Dankeschön für die Erläuterung, das läßt mir einen Funken Hoffnung. Weil: bisher, und zwar seit das Transsexuellengesetz damals in die Ausschüsse ging, haben Sexualwissenschaftler, Psychiater und Psychologen sich in die Gesetzgebung eingemischt und sie quasi vorgegeben. Ich sehe, daß das jetzt schwieriger werden dürfte, auch weil das alles jetzt so groß aufgezogen wird. Und die Deutsch-'Medizin' vor dem Problem steht, daß das ICD-11 in Kraft ist.

    Natürlich wird die trans feindliche Gutachter- Zwangstherapeuten- und gatekeeper- Lobby alles daran setzen, es wie gehabt in ihrem Sinne zu steuern, und natürlich sind da auch Leute involviert, die sich als 'die trans community' etikettieren und das gleiche anstreben, weil sie davon profitieren, aber kein Mandat haben und nur für sich selbst sprechen. Und weil - das kann sein - sie zwischen psychomedizinischer Gewalt, 'Hilfe' und 'Begleitung' weder unterscheiden können noch wollen. Obwohl der Unterschied sofort offensichtlich wäre, würden cis Personen diese 'Hilfe' und 'Begleitung' aufgezwungen!

    Ich habe auch gesehen, daß die Innenministerin sich glasklar gegen Rechts und Rechte positioniert hat und prompt von Rechten angefeindet wurde. Hoffentlich weiß sie, daß trans Feindlichkeit rechts ist - aber hey, dazu hat Beatrix von Storch ja beigetragen! Und das wird in naher Zukunft noch deutlicher werden.
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#15 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 12:20h
  • Antwort auf #14 von kleine Katze
  • Je besser und abgestimmter das Gesetz im Interesse mit den Trans*- und Inter*Menschen ausgearbeitet und verabschiedet wird, umso besser. Für so ein Gesetz ist die Ampelregierung zweifelsohne die beste Option.

    Ich vermute, dass nicht alle Referent:innen in den relevanten Bundesministerien mit der Trans*- und Inter*_Problematik zu 100% vertraut sind und da mit Sicherheit noch Wissenslücken bzw. Vorurteile bestehen könnten. Deshalb ist der Input von Trans*- und Inter*-Verbänden in diesem Verfahrensteil extrem wichtig.

    Allerdings sollte dann auch eine Einigkeit in der Trans*- und Inter*-Community über die konkreten Zielsetzung der Gesetzgebung bestehen und es sollte "mit einer Stimme" gesprochen werden...nur so kann vermieden werden, dass sich eine abgeschwächte Version durchsetzen könnte im Parlament.

    Man muss da alle politischen Ebenen politisch berücksichtigen, um eine Enttäuschung im Nachgang zu vermeiden.
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#16 kleine KatzeAnonym
  • 24.02.2022, 12:52h
  • Antwort auf #15 von Sakana
  • Zustimmung! Allerdings sprechen bisher die psychomedikalisierenden trans Verbände allein, weil die anderen trans Personen, praktischerweise, keine Stimme haben.

    Ich würde als Referentinnen Felicia Ewert und Lou Kordts vorschlagen. Felicia Ewert ist die Autorin von 'trans Frau sein. Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung' und hält ununterbrochen Vorträge zu dem Thema. Lou Kordts hat die Recherche zum Lesbischen Frühlingstreffen 2021 (sehr gute Artikel hier auf queer de) im Alleingang geleistet und ist eine der besten Kennerinnen von trans Feindlichkeit im deutschen Sprachraum.

    Dann noch die youtube-erin 'Unruly Juli', die sich gezielt und profund mit psychomedizinischer Gewalt gegen trans Personen befaßt.

    Das wäre also möglich - wenn man denn wollte.
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#17 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 13:01h
  • Antwort auf #16 von kleine Katze
  • Das ist jetzt allerdings ein internes Problem der Trans*- und Inter*-Community, was im Vorfeld geklärt werden muss. Sonst wissen die Referent:innen in den Ministerien auch nicht, wer jetzt genau ihre Ansprechpartner:innen in der Community für den Gesetzesentwurf sein sollen.

    Es ist einfach eine generelle Warnung, den Prozess hin zum Selbstbestimmungsgesetz nicht zu unterschätzen. Auch das Gesetz der Ehe für Alle von 2017 weist immer noch zu bereinigende Lücken auf, die jetzt in additiven Gesetzgebungsverfahren durch die Ampelkoalition bereingt werden müssen.

    Ansonsten werden sich diejenigen* wieder aufregen, warum ihre Forderungen und Ansichten nicht im Gesetz gelandet sind. Und aktuell sind eben die Trans*Verbände für die politischen Institutionen die primären Ansprechpartner:innen, weil sie im Lobbygefüge in Berlin besser verankert sind. Einfache Youtuber:innen werden da selten gehört oder Journalist:innen. Deshalb meine Forderung, mit "einer Stimme zu sprechen".
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#18 KratzbürsteAnonym
  • 24.02.2022, 13:54h
  • Antwort auf #17 von Sakana
  • Das große Problem ist: es gibt nicht die eine Stimme. Es gibt jene, die nach dem bisherigen TSG die Vornamensänderung haben machen lassen und sagen, "das hat mir nicht geschadet, das kann so gelassen werden, seht zu, wie ihr das bezahlt". Meistens sind das auch die, die sagen, dass ein trans Mann schon als Kind Puppen gehasst haben muss und immer Fußball spielen gegangen ist und alle, die das nicht so gemacht haben, sind nicht "echt" [sic!]

    Und dann gibt es eben jene, die die massiven Probleme des TSG sehen und nicht wollen, dass das noch ein Mensch so durchmachen muss. Häufig auch diejenigen, die anerkennen, dass jedes Leben und jede menschliche Erfahrung unterschiedlich und individuell ist und jedes Gatekeeping einfach nichts bringt.

    Jetzt mach da mal eine Stimme raus...
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#19 KaiJAnonym
  • 24.02.2022, 14:02h
  • Das Fachwissen werden die Grünen weiterhin haben. Es gilt die "Spreu vom Weizen" zu trennen und alles Beste in's Gesetz einzusortieren. Ein Kompromiss-oder Einheitspaket der trans Verbände kommt überhaupt nicht in Frage.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 14:24h
  • Antwort auf #18 von Kratzbürste
  • Ich finde deine Beschreibung der Situation sehr einleuchtend auch unter dem Eindruck hier aus dem Forum, wenn Trans*-, Inter* und nichtbinäre Forenteilnehmer:innen ohne cis-Beteiligung zu vergleichbaren Themen diskutieren (Arbeitsmarkt, etc..) Da werden hin und wieder auch verschiedene Positionierungen sichtbar und auch unterschiedliche Erlebnisse untereinander geteilt.

    Nur, davon wissen die mit solchen Gesetzesentwürfen betrauten Referent:innen in den Ministerien häufig nur seeehr wenig und suchen eher nach etablierten Gesprächspartner:innen in den Verbänden, die mit dem jeweiligen Ministerium/Abteilung schon mal Kontakt hatten. Deshalb ist es so notwendig, da eine im Vorfeld abgestimmte Position zu finden zwischen den Aktivist:innen und den Verbänden....sich dabei nur auf das Fachwissen der GRÜNEN zu dem Thema verlassen zu wollen, hielte ich in dem Zusammenhang auch für fahrlässig. Es geht ja um ein Gesetz, was allen Trans*, Inter*- und nichtbinären Menschen hier in Deutschland zugute kommen soll.
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#21 Gnurfel42Anonym
  • 24.02.2022, 14:55h
  • Blöde Frage, aber warum fangen die wieder bei Null an und arbeiten »Eckpunkte« heraus? Warum kramen die nicht einfach 1:1 den selben Entwurf heraus, der 2021 abgeleht wurde? Wenn ich mich richtig erinnere, war der doch schon OK, oder?

    Warum wurde diese Vorarbeit jetzt komplett weggeschmissen? Ich verstehe das nicht.
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#22 AlexAnonym
  • 24.02.2022, 14:59h
  • Antwort auf #20 von Sakana
  • Es gibt ebensowenig "die eine Stimme" der trans Verbände wie die eine demokratisch legitimierte Stimme der Schwulen, der Autofahrenden oder der Muslim*innen. Es gibt immer nur mehr oder weniger erfolgreiche Lobbyverbände, mehr oder weniger Zoff über den Vertretungsanspruch und bestenfalls mal die Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner (der natürlich nicht immer die beste Lösung ist). Schlimmstenfalls reißt einfach eine Gruppe den Alleinvertretungsanspruch an sich, und wer will dann von außen entscheiden, ob der legitimiert ist?

    Ich kann deine Forderung theoretisch und strategisch total nachvollziehen. Wie sich das konkret in die Praxis umsetzen ließe, bleibt aber leider unklar.

    Ich glaube nicht, dass das "mit einer Stimme sprechen" nur daran hakt, dass die trans Verbände selbst noch nicht auf diese Idee gekommen sind und diesen Ratschlag von außen brauchten...
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#23 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 15:16h
  • Antwort auf #22 von Alex
  • Stimmt, mir gehts einzig und alleine um die Strategie, wie man zu einem haltbaren Gesetz kommt, ohne sich dabei im Vorfeld durch interne Zwistigkeiten selbst auszuknocken und die Ministerien-Referent:innen mit einem "Ja was jetzt!?"-Gefühl zurückzulassen.

    Was vielleicht hilfreich wäre, wäre eine Konferenz aller Verbände im Vorfeld unter Einbeziehung der Aktivist:innen und die Erarbeitung eines konsistenten Rahmenpapiers, was dann durch gewählte Vertreter:innen an die entsprechenden Stellen in die Ministerien kommuniziert würde.

    Die Gesetzesentwürfe aus dem letzten Bundestag kann man so nicht mehr einbringen ob des Diskontinuitätsprinzips, sie aber trotzdem als eine Diskussionsgrundlage für den zukünftigen nehmen.
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#24 KaiJAnonym
  • 24.02.2022, 16:03h
  • Antwort auf #21 von Gnurfel42
  • Du hast völlig recht. Alles wurde schon im Ausschuss fachlich abgesegnet. Das braucht nur in die neue Gesetzesvorlage eingearbeitet zu werden. Es gibt überhaupt keinen Grund zu einem Widerspruch da. Die Gesetzesvorlagen von Grünen und FDP unterschieden sich nur minimal. Dieser Unterschied wäre nur als einziger Eckpunkt klar zu stellen und das Gesetz könnte durchrauschen.
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#25 KaiJAnonym
#26 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 16:19h
  • Antwort auf #25 von KaiJ
  • "Für den Bundestag gilt das Diskontinuitätsprinzip. Das heißt, dass alle bisherigen Abgeordneten mit der Konstituierung eines neu gewählten Bundestages ihr Mandat verlieren (personelle Diskontinuität). Untergliederungen und Organe des Bundestages wie etwa die Ausschüsse müssen neu gebildet werden (organisatorische Diskontinuität). Alle Gesetzentwürfe und andere Vorlagen, die vom alten Bundestag noch nicht beschlossen wurden, müssen neu eingebracht und verhandelt werden (sachliche Diskontinuität). Vom Diskontinuitätsprinzip unberührt sind dagegen Petitionen und Angelegenheiten der Europäischen Union."

    www.bundestag.de/services/glossar/glossar/D/diskont-245382

    Das umreißt sehr gut, warum ein neuer Gesetzesentwurf zum Selbstbestimmungsgesetz allein schon auf der Basis der bestehenden parlamentarischen Regeln ist. Der neue Bundestag ist nicht personenidentisch mit dem alten, weshalb die alten Gesetzesentwürfe ihre Gültigkeit verlieren.

    Deshalb werden jetzt auch die Eckpunkte eines neuen Gesetzentwurfes erarbeitet, ehe er ausformuliert wird und ins Parlament zur Abstimmung eingebracht wird.
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#27 KaiJAnonym
#28 SakanaAnonym
  • 24.02.2022, 16:35h
  • Antwort auf #27 von KaiJ
  • "Eingebrachte Gesetzesvorlagen [sachliche Diskontinuität] brauchen nicht in Ausschüsse [organisatorische Diskontinuität] verwiesen werden, wenn ihre Inhalte nicht mehr angezweifelt werden [personelle Diskontinuität, weil manche Abgeordnete* in den alten Ausschüssen nicht mehr im neuen Bundestag sitzen]. Nach dritter Lesung wird das Gesetz dann verabschiedet. (betrifft den neuen Gesetzentwurf der Ampelregierung)"

    Damit dürfte klar sein, dass ein neuer Gesetzesentwurf zum Selbstbestimmungsgesetz im neuen Bundestag mit neuen Bundestagsabgeordneten* in neuen Ausschüssen notwendig ist.
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#29 Lucas3898Anonym
#30 canSarahAnonym
#31 Lucas3898Anonym
  • 24.02.2022, 22:55h
  • Antwort auf #30 von canSarah
  • Wobei der radikale Hass auf Trans in der rechten Blase steckt, ähnlich wie es mit den Verschwörungstheorien zu Corona/Impfungen etc. ist.

    Vernünftige Menschen distanzieren sich von sowas.

    Ich glaube nicht, dass die neue Regierung wegen dem Gekreische der Nazis bei ihren queeren Versprechen einknickt.
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#32 KaiJAnonym
  • 24.02.2022, 23:09h
  • Antwort auf #30 von canSarah
  • Gut, dass Lucas noch mal den Link gesetzt hat. Als ich kürzlich die Zitierung Lehmanns gelesen habe, war ich auch zuversichtlich ob der Klarheit in den Formulierungen. Und es ist eben der selbstbestimmte Geschlechtseintrag, der alles weitere wie selbstbestimmte Geschlechtsangleichungen rechtlich nach sich zieht. Da hat denn keine Leitlinie etwas mehr zu sagen. Es geht um die alleinige Absprache zwischen Ärzt*in und Patient*in. Und es wird auch die einzige logische Folgerung von weiteren Urteilen des Bundesverfassungsgerichts sein.
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#34 SakanaAnonym
#35 kleine KatzeAnonym
  • 25.02.2022, 04:57h
  • Antwort auf #32 von KaiJ
  • Das glaube ich nicht und sehe ich nicht kommen.

    Um das Transsexuellengesetz und seine Zwangsprozeduren hat sich prompt eine regelrechte Industrie gebildet, die dann 41 Jahre lang gewuchert ist. Sexualwissenschaftler und Psychomediziner haben das TSG maßgeblich so geformt und ständig Einfluß auf die Gesetzgebung gehabt. Bei den Krankenkassen haben sich trans feindliche 'Fachverbände' regelrecht eingegraben und dort das ebenfalls wuchernde Extra-Gutachten- und Zwangstherapie-Wesen betrieben. Politik, 'Fachverbände' und insbesondere der Ober-Verband Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung, gegründet vom Rassehyieniker Bürger-Prinz, haben während der ganzen Zeit über trans Personen nach Gutdünken verfügt.

    Ich glaube, hier wird nicht gesehen,welche riesigen Summen Geld diese TSG-Industrie abgeworfen und in private Taschen gesteckt hat, wo es gelandet ist. Ganz einfach: trans Personen quälen zahlt sich aus.

    Dazu kommen schlicht weltanschauliche trans feindliche Motive bei den 'Fachleuten' in Deutschland, die ja wegen willfähiger Politik und dem Riesenfilz zB bei den Krankenkassen tun und lassen konnten, was sie wollten.

    Die trans Verbände waren und sind ein Teil dieser Industrie. In jeder Hinsicht - vor allem selbst trans medikalisierend. 'Selbstbestimmung' ist nicht ihr Anliegen, im Gegenteil: je mehr Psychomediziner sich mit einer trans Person befassen, nacheinander oder gleichzeitig, möglichst lebenslang, desto besser, denn davon leben sie. Also: vom Zwang. Der überall aufrecht erhalten und noch ausgebaut wird, wo das irgend möglich ist. Ideal für sie sind trans Personen, die ohne Therapeuten nicht lebensfähig sind. Diese trans Personen bringt die TSG-Industrie erschreckend effizient hervor!

    Das heißt: das geneinsame Ziel von Psychomedizin und trans Verbänden, wo es von Psychomedizinern wimmelt, ist so wenig Selbstbestimmung wie möglich.

    Der Anknüpfungspunkt für psychomedizinische Erpressung und Gewalt, also auch schlicht: Gewinn, sind die Körper von trans Personen, auch bei tatsächlicher self-ID-Regelung: der Zugang zu somatischen Maßnahmen. Dort stellt diese Industrie sich jetzt auf, dort eingegraben ist sie ja bereits. Sie kann dort sogar noch wachsen und noch weiter wuchern.

    Gatekeeping.

    Es richtet bei trans Personen verheerende Schäden an - na und? Es verschlingt große Summen, die die Beitrags- und Steuerzahler aufbringen - na und? Es nutzt niemandem außer den Gatekeepern - na und? Das Verschwinden körperlich-medizinischer Selbstbestimmung aus dem Koalitionsvertrag zeigt, daß es bereits so läuft. Und das ist die Rolle und die Agenda der trans Verbände, die sich ja schon erfolgreich als 'die trans community' inszenieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 canSarahAnonym
  • 25.02.2022, 05:58h
  • Antwort auf #31 von Lucas3898
  • Ich bin mir nicht sicher. Selbst vernünftige Menschen haben das TSG als gut befürwortet. Das Gesetz baut auf cis-Angst auf und unsere Emanzipation geht daran kaputt. Hier ist die Community nur um dieses Gesetz gebaut und es gibt einen riesigen Druck zum Passing, um durch die Gutachten zu kommen, was für mich als damalige Babytrans sehr befremdlich gewirkt hat. Es hat einen riesigen Impakt... Die Community und die Verbände müssen erst etwas mehr emanzipatorisch werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »

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