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Kommentare zu:
CSD Kiew: "Die Propaganda muss gestoppt werden"


#1 KaiJAnonym
  • 25.02.2022, 11:10h
  • Ukrainische Aktivist*innen seien auf russischen Listen für Internierungslager vermerkt. Das ist das, was auch der US-Geheimdienste meldeten. Es ist das gleiche Vorgehen Putins wie in Russland selbst, um in der Ukraine auch jegliche Opposition zu ersticken.
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#2 Gemeiner_HaiProfil
  • 25.02.2022, 13:14h
  • Wie sich einige erinnern werden, hätte ich Putin diesen Einmarsch nie zugetraut - nicht, weil ich ihn für einen Friedensengel gehalten hätte, sondern weil ich ihm so viel Aggressivität, Dreistigkeit und Verlogenheit nicht zugetraut hätte. Ich bekam dafür viel Widerspruch - zu Recht, wie man jetzt sieht. Dennoch wünschte ich, ich hätte Recht behalten ...

    Bereits Putins Rede am Montag ließ tief blicken. Die war schon voller Revanchismus, Anklänge an die Zarenzeit und Kriegsbegründungen wie etwa einem drohenden Völkermord, einem nötigen "Präventivkrieg" oder Massenvernichtungswaffen. (Und was für mich persönlich hinzukommt: Sie war zutiefst antisowjetisch.) Der Punkt ist: Selbst, wenn Putins fadenscheinige Begründungen wahr wären, gibt ihm das keinen Grund für diese Aggression.

    Im Grunde ist es doch ganz einfach: Die USA hatten kein Recht, in den Irak einzumarschieren, weil ihnen die Regierung dort nicht passt. (Man kann hier hinzufügen, dass die Begründungen für westliche Kriege oftmals dieselben waren wie nun Putins.) Und Russland hat kein Recht, in die Ukraine einzumarschieren, weil ihm die Regierung dort nicht passt. Ich war immer schon ein entschiedener Gegner der westlichen Kriege. Wer aber den einen verurteilt, während er dem anderen Beifall zollt, der ist ein Heuchler.
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#3 LarsAnonym
  • 25.02.2022, 15:04h
  • Antwort auf #2 von Gemeiner_Hai
  • Ich finde es gut, dass du deinen Fehler in der Einschätzung von Putin einsiehst.

    Wir können wirklich nur hoffen, dass er in seiner wahnhaften Wahrnehmung und Handlung nicht einen NATO Staat angreift; er hat nicht mehr viel zu verlieren und könnte aufs Ganze gehen, so wie er es auch in seiner Rede formuliert hat. Schliesslich reichen ihm ja konstruierte Gründe für einen Einmarsch aus.
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#4 LarsAnonym
  • 25.02.2022, 15:06h
  • Im Übrigen kann ich immer noch nicht verstehen, dass die SPD, die ja angeblich auf der Seite der Ukraine und Freiheit steht, kein Parteiauschlussverfahren gegen G. Schröder eingeleitet hat.
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#5 StaffelbergblickAnonym
  • 25.02.2022, 15:52h
  • Antwort auf #3 von Lars
  • "Wir können wirklich nur hoffen, dass er in seiner wahnhaften Wahrnehmung und Handlung nicht einen NATO Staat angreift; " Putin traue ich inzwischen alles zu, selbst den Einsatz von Atomwaffen. In der wiederholt berichteten Rede nimmt er Bezug auf seine gut ausgerüstete Armee einschließlich Atomwaffen.
    Und das könnte möglicherweise schneller passieren, als wir denken. Aufgrund der initialen Blockierung der IT in der Ukraine schließe ich nicht aus, dass seine Hacker mittlerweile tief in den Natostaaten elektronische Fallen aufgebaut haben. Wir haben uns alle mit unserer Gutgläubigkeit in eine wirtschaftliche Phantasiewelt begeben, die einigen das Geld brachte und dem Rest Sand in die Augen streute.
    Ich habe mich inzwischen auf harte Zeiten eingestellt.
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#6 LarsAnonym
#7 KaiJAnonym
  • 25.02.2022, 16:29h
  • Putin ruft ukrainisches Militär zur Machtübernahme auf. Wenn das doch Putin durch sein eigenes Militär blühen sollte. Wenn die starken Verluste des russischen Militärs stimmen sollten, könnten Putins Tage schnell gezählt sein.
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#8 LorenProfil
  • 25.02.2022, 17:12hGreifswald
  • Ich bin nicht besonders optimistisch, wenn ich an die Zukunft der "queeren Menschen" dort denke, sei es unter direkter russischer Herrschaft oder der einer Kreml-gesteuerten Marionettenregierung.
    Hoffentlich gelingt es vielen, ins Ausland zu gelangen.
    Und hoffentlich leistet Deutschland in dieser Hinsicht auch einen bedeutenden Beitrag.

    Die derzeitige Zeitenwende wird hoffentlich zu einer Revision der Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik hierzulande anregen. Eine deutliche Verringerung der Abhängigkeiten von Staaten, die von Demokratiefeinden beherrscht werden, und eine gestärkte Wehrhaftigkeit scheinen vonnöten. Und vieles mehr, was man in einem klugen Buch niederschreiben müsste.
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#9 LarsAnonym
#10 dellbronx51069Anonym
  • 25.02.2022, 19:12h
  • Alles was jetzt passiert war absehbar . Für mich stand ausser Frage das der neue Hitler im Kreml die Ukraine angreifen würde . Seit Jahren warne ich vor Russland, was bekam ich als Antwort: Hab ich noch nie von gehört, glaube ich nicht, du spinnst , waren noch die freundlichen Antworten. Putin verachtet den liberalen Westen, höchster Ausdruck dessen sind für ihn LGBTI Rechte . Was macht unsere Regierung? Sie eiert weiter und läßt die Ukraine im Regen stehen statt sie massiv zu unterstützen. Es bleibt zu hoffen das er dort einen Partisanen Krieg zu erwarten hat ,denn das hemmt seinen Appetit auf mehr. Das ist grausam besonders wenn ich daran denke dass auch junge Männer sterben auf beiden Seiten. Es besteht die reale Gefahr das Putin das Baltikum Heim ins Reich holt, denn das ist ja ehemaliges Sowjet Territorium und spätestens dann kommt unser Offenbarungseid.
    Wie auch immer, ich habe heute für mich und meinen Mann Visa für ein Land weit weg von Europa beantragt. Und der Makler ist auch schon eingeschaltet. Die Worte meiner Großeltern, gehe bevor es zu spät ist, klingen mir an diesen Tagen in den Ohren.
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#11 KopfschüttelAnonym
  • 25.02.2022, 19:21h
  • Antwort auf #10 von dellbronx51069
  • Erschreckend ist ja, dass bis vor 2-3 Tagen die Putin-Versteher (wie Sarah Wagenknecht) noch steif und fest behaupten, dass Putin gaaaaanz sicher nicht einmarschieren und man ihn ja nur falsch verstehen würde, wo doch für die ganze Welt sichtbar war, dass er die Truppen zusammenzieht und verlegt, um von allein Landseiten (minus Westen) angreifen zu können.
    Aber dass die NATO Truppen im eigenen Gebiet aufstellt und gar nicht vorhat anzugreifen, ist natüüürlich ganz verwerflich und provokant gewesen.
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#12 BaerchenProfil
#13 MajoberlAnonym
  • 25.02.2022, 23:18h
  • Antwort auf #2 von Gemeiner_Hai
  • Natürlich hat der Westen damals zu unrecht interveniert , aber es ist nicht so, als wäre der Irak völlig unschuldig gewesenganz im Gegenteil. Siehe z.B. den Angriff Kuwaits seitens des Irak.

    Im Gegensatz dazu, hat die Ukraine nichts verbrochen, was auch nur im Entferntesten den Angriff Russlands rechtfertigt.
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#14 Roland SAnonym
  • 26.02.2022, 00:09h
  • Vielen Dank für die Übersicht!

    Ich bin tatsächlich zutiefst besorgt um die ukrainische LGBTIQ*-Community und war auf der Suche nach einer Möglichkeit, speziell hier zu unterstützen und habe eure Seite bereits weiterempfohlen.
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#15 KaiJAnonym
  • 26.02.2022, 00:18h
  • Antwort auf #13 von Majoberl
  • Der Vergleich hinkt sowieso. Saddam Hussein hatte schon 100.000 Menschen u.a. mit seinen Giftgaseinsetzen auf dem Gewissen, und es bestand die Drohung, dass es noch mehr werden würden. Die Iraker*innen lebten unter einer brutalen Diktatur. Die Ukrainer*innen befanden sich selbstbestimmt auf dem Weg zur Demokratie. Wer diese beiden Länder gleichsetzt, der scheint da so manches an wirklicher Erkenntnis und überhaupt Bereitschaft dazu noch nachholen zu müssen.
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#16 Gemeiner_HaiProfil
  • 26.02.2022, 12:48h
  • Antwort auf #15 von KaiJ
  • Es ging mir nie darum, diese beiden Länder gleichzusetzen (wobei in der Ukraine auch nicht alles Gold ist, das glänzt) - sondern die beiden Militäroperationen. In beiden Fällen lag ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg vor, der mit Lügen begründet wurde. Und das gilt unabhängig davon, ob Saddam nun ein Teddybär oder ein Tyrann war. Das Völkerrecht verbietet es grundsätzlich, nach Gutdünken in andere Länder einzumarschieren und Regierungen ab- oder einzusetzen.

    Lenin schrieb vor über hundert Jahren (er meinte dabei eigentlich Russland, musste aber unter der zaristischen Zensur ein anderes Beispiel wählen): Wenn ein Japaner gegen die Annexion der Philippinen gegen die USA ist, dann macht es einen großen Unterschied, ob sein Motiv die Ablehnung von Annexionen überhaupt ist - oder ob er die Philippinen nur für Japan haben will.

    Ich habe den Irakkrieg damals entschieden abgelehnt (wie so ziemlich jede westliche Militäroperation, denn Militär ist aus meiner Sicht nur zur unmittelbaren Landesverteidigung da). Und wenn (bzw. weil) mein Motiv die Ablehnung von Interventionen und Angriffskriegen überhaupt ist, ist es nur allzu logisch, dass ich diesen russischen Angriffskrieg auch ablehnen muss. Man kann nicht das eine verdammen und das andere schönreden.
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#17 KaiJAnonym
  • 26.02.2022, 16:19h
  • Antwort auf #16 von Gemeiner_Hai
  • Wie wär' denn für Dich die Lösung gewesen? Saddam war mit jahrelangen Sanktionen nicht bei zu kommen. Er ließ darin die Bevölkerung verrecken. Bei Aufhebung der Sanktionen wäre Hussein wieder und zu einer noch größeren Gefahr für die Bevölkerung und die Länder der Region einschließlich seines öffentlichen geäußerten Vernichtungszieles Israel geworden. Das war die Entscheidungsgrundlage. Im Nachhinein weiss mensch ja oft Vieles besser, um auf meine Anfangsfrage zurück zu kommen.
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#18 Gemeiner_HaiProfil
  • 26.02.2022, 18:00h
  • Antwort auf #17 von KaiJ
  • Ich möchte jetzt eigentlich nicht groß den Irakkrieg thematisieren - nachdem die Frage aber aufgeworfen wurde, möchte ich darauf kurz antworten.

    Wer im Irak herrscht, haben nicht die USA zu bestimmen. Und noch viel weniger hatten sie das Recht auf einen Angriffskrieg. Saddam zu entmachten - oder eben auch nicht - wäre ausschließlich Sache der Iraker gewesen. Es gibt mehr als genug Beispiele, in denen sich die Bevölkerung eines Landes selbst eines Tyrannen entledigt hat, worauf dann in aller Regel stabile Staaten entstanden sind. Umgekehrt sind "Regime Changes" von außen nicht nur grobe Verstöße gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker, sondern in der Regel auch nicht langfristig stabil.

    Das völkerrechtliche Gewaltverbot macht keine Ausnahmen für "böse" Herrscher (zumal dann erst völkerrechtlich verbindlich festgelegt werden müsste, nach welchen Kriterien und ab wann genau jemand als "böse" gilt), sondern nur für absolute Ausnahmesituationen gegeben - und auch dann gibt es noch den UN-Sicherheitsrat. Es ist ein bisschen wie mit Notwehr: Ich darf gegen niemanden Gewalt anwenden, weil ich ihn für einen schlechten Menschen halte, sondern nur in Selbstverteidigung. Dafür allerdings reicht die Vermutung nicht, dass jemand mir möglicherweise mal was antun will, sondern es muss eine konkrete Notsituation vorliegen.

    Der Irakkrieg war ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg und als solcher ein Verbrechen; daran gibt es nichts zu rütteln. Aber wie gesagt - um hier mal wieder die Brücke zum eigentlichen Thema zu schlagen: Wer Angriffskriege ablehnt, muss das konsequent tun. Es wäre schlicht heuchlerisch, den einen zu begrüßen und den anderen zu verurteilen. Das ist der Grund, warum ich gegen den russischen Krieg bin und nicht oft genug darauf hinweisen kann, dass es sich genau darum handelt - um einen russischen Angriffskrieg.
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#19 DQ24Anonym
  • 27.02.2022, 10:34h
  • Auch auf die Gefahr hin, dass meine Meinung hier wieder einmal nicht veröffentlicht wird, weil sie einigen nicht in den Kram passt, sage ich es trotzdem:

    Putin ist der Aggressor. Den stoppt man nicht mit Sanktionen oder dem Stoppen der Propaganda. den stoppt man nur mit militärischem Widerstand. Darum schäme ich mich für die Nato, für Deutschland und die USA.
    Hätten diese Länder so bei Hitler gedacht, wäre Europa heute Naziland. Damals fragte niemand, zu welchem Bündnis man gehörte oder nicht gehörte, damals sah man nur die Gewalt und das Leid, was diese faschistischen Länder Deutschland, Italien, Japan und Spanien verursachten.
    Und genau so sollte man mit Putin verfahren. Wer Wind säet, wird Sturm ernten.
    Auch wir sollten die Ukraine unterstützen. Durch Hilfe nicht nur für die Community, und, wenn es nötig sein sollte, auch durch Militäreinsatz.
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#20 antosProfil
#21 KaiJAnonym
  • 27.02.2022, 14:55h
  • Antwort auf #20 von antos
  • Den Artikel halte ich für gut. Was fehlt über Sahra Wagenknecht hinausgehend die Anschlussfähigkeit weiter Teile noch sogenannter Linker an die Rechten. Mensch sieht sie Hand in Hand gehend mit den Rechten auf den Corona-Demos zynisch das Wort Freiheit rufen. Ihre ewige Verteidigung von Russland, den Iran etc. gegenüber dem Westen. Länder, die sich zusammentun in der Verteidigung aktuell Russlands wie auch Syrien und nicht wenig China in ihrem immer weiter sich ausdehnenden, imperialistischen Kampf gegen demokratische Gesellschaften. Ja, die Menschenrechte werden von außen und innen bekämpft. Und das Konglomorat ist erschreckend. Wenn, und das hoffe ich, tut sich jetzt hier im Krieg gegen die Feinde der Demokratie die Zeitenwende auf. Wir wissen, was wir zu verlieren haben, unsere Freiheit.
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#22 KaiJAnonym
  • 27.02.2022, 15:18h
  • Antwort auf #21 von KaiJ
  • Lese gerade auf tagesschau.de, wo sich der Krieg für Putin zum Negativen wendet, er mit Atomwaffen droht. Der Typ war wohl schon und ist völlig abgedreht. Zu hoffen ist inständig, dass Putin auf irgendeine Art und Weise, am naheliegensten von seinem nahen Umfeld, ausgeschaltet wird.
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#23 Lucas3898Anonym
  • 27.02.2022, 16:50h
  • Wie findet man eigentlich lokale Gruppen, die queere Flüchtlinge aus Osteuropa unterstützen?

    Um da ggf. mitzuhelfen und vor allem Leuten sagen zu können, wo sie Hilfe bekommen.
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#24 S30aAnonym
  • 28.02.2022, 10:57h
  • Putin muss aufgehalten werden! Der Mann hat denn Verstand verloren. Ich hab echt Angst, wenn der merkt da er den Krieg nicht gewinnt, das ihm alles egal wird und er seine Atomwaffen einsetzt. Seine Atomstreitkräfte hat er gestern schon in Alarmbereitschaft versetzt.
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