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"Star Trek"

Die lesbische Liebe der Seven of Nine: "Wir überspringen die gesamte Honeymoon-Phase"

Seven of Nine und Raffi werden in der zweiten Staffel von "Star Trek: Picard" ein Paar sein. Darstellerin Jerri Ryan gibt jetzt eine Vorschau auf die "Wirbelwind-Romanze".


Seven of Nine (Jerri Ryan) verliebt sich in "Star Trek: Picard" in eine Frau (Bild: Amazon Prime)

Die in München geborene amerikanische Schauspielerin Jerri Ryan hat im Interview mit dem "SFX Magazine" über die Zukunft des Liebenslebens von Seven of Nine gesprochen. Die Figur, die in den Neunzigerjahren in "Star Trek: Raumschiff Voyager" eingeführt wurde, ist in der 2020 gezeigten ersten Staffel von "Star Trek: Picard" erstmals in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung mit einer Frau zu sehen – mit der früheren Sternenflotten-Veteranin Raffi Musiker (dargestellt von Schauspielerin Michelle Hurd). Neue Episoden der zweiten Staffel sollen in Deutschland ab dem 4. März bei Amazon Prime Video zu sehen sein.

Twitter / PrimeVideoDE | In der zweiten Staffel von "Picard" dürfen sich Trekkies auf Zeitreisen und alte Bekannte wie Q (John de Lancie) und Guinan (Whoopi Goldberg) freuen
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Ryan erklärte, es gebe in Staffel zwei einen Zeitsprung: "Wir überspringen die gesamte Honeymoon-Phase, und wir befinden uns in der Komplexität einer erwachsenen Beziehung, in den Gräben, mittendrin", so die 54-Jährige. "Wie navigiert man durch eine Romanze, die ihren Ursprung fast ausschließlich in jeder Menge Adrenalin hatte? Jetzt muss man diese Wirbelwind-Romanze im Alltag meistern, während man gleichzeitig die Welt rettet? Das macht Spaß, und wir sind in der Lage, weitere inklusive Geschichten zu erzählen, die tatsächlich unsere Gesellschaft widerspiegeln."

Die Figur Seven of Nine gehörte zwischen 1997 und 2001 zur Besatzung des Raumschiffs Voyager unter dem Kommando von Kapitänin Kathryn Janeway (dargestellt von Kate Mulgrew, die auch als Mrs. Columbo – die Ehefrau von Peter Faulks "Columbo" – und aus der Serie "Orange is the New Black" bekannt ist). Seven spielte eine von Janeway befreite ehemalige Borgdrohne, die erst ihre Identität als Mensch wiederentdecken musste.


Die Beziehung von Seven und Raffi wurde in Staffel eins nur angedeutet (Bild: CBS All Access)

In der "Voyager"-Zeit war Seven als heterosexuell dargestellt worden. Ryan sagte jedoch jetzt, dass dies nicht immer so geplant gewesen sei: "Ich weiß, dass Jeri Taylor, eine der damaligen Showrunnerinnen, interessiert daran war, Seven lesbisch, bi oder pansexuell zu machen, aber das nicht durfte", so die Schauspielerin. "Aber für die Figur hätte [Queersein] absolut Sinn ergeben, weil sie nicht mal als Mensch aufgewachsen ist."

In der 1966 gestarteten "Star Trek"-Franchise haben TV-Sender jahrzehntelang queere Handlungsstränge unterdrückt (queer.de berichtete). Inzwischen hat sich das geändert: In der parallel zu "Star Trek: Picard" laufenden Serie "Star Trek: Discovery" gibt es etwa unter den Hauptfiguren ein schwules Paar sowie eine nichtbinäre und eine trans Figur (queer.de berichtete). (dk)



#1 Bi AktivistAnonym
  • 25.02.2022, 18:49h
  • Sorry, ist sie dann nicht bisexuell?
    Ich vermute, dass hier wieder stark BiErasure betrieben wird.
    Bi.org hat ein Artikel über sie geschrieben und als Bi bezeichnet.
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#2 KopfschüttelAnonym
  • 25.02.2022, 19:13h
  • Antwort auf #1 von Bi Aktivist
  • Wo steht denn da, dass sie lesbisch ist?

    Angesichts der Tatsache, dass die Charaktere in einem fiktiven Universum sexuelle Beziehungen mit anderen Spezies (!) von Beginn an der Serie pflegen, finde ich die Bezeichnungen ob nun "heterosexuell", "lesbisch" oder "bisexuell" im Kontext sowie nicht passend. Bei den ganzen Diskussionen, die ich seit 20 Jahren verfolge und den negativen Reaktionen, bin ich verwundert, welches Brett vor dem Kopf viele Leute haben (dich meinte ich jetzt nicht damit).
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#3 Loren LoganAnonym
#4 Paula RoydAnonym
  • 27.02.2022, 00:25h
  • Antwort auf #2 von Kopfschüttel
  • Die Aussage, dass die Frage der Sexualität angesichts von speziesübergreifenden Beziehungen nachrangig bis irrelevant sei ist, verfängt nicht wirklich. Mit Ausnahme der wenigen bekannten Fälle und Grenzfälle (J'naii - i. d. R. keine biologischen und sozialen Geschlechter; Vissianer - drei biologische Geschlechter männlich, weiblich und die Cogenitoren; Trill - nun ja, schwer zu erklären; Shelyak - sehr geheimnisvoll) sind im Wesentlichen alle Spezies bei Star Trek binär männlich und weiblich (bzw. vermutlich mit den weiteren Varianten und Zwischenformen, die man auch bei Menschen findet, ausgestattet) und entsprechen in ihrer Erscheinung auch im Wesentlichen den jeweiligen menschlichen Mustern und werden von Angehörigen anderer Spezies auch entsprechend eindeutig und gleichartig wahrgenommen.
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#5 KopfschüttelAnonym
  • 27.02.2022, 09:00h
  • Antwort auf #4 von Paula Royd
  • Trotzdem ist das doch widersprüchlich. Wir wissen doch spätestens seit ST VI, dass "nicht alle Spezies ihre Genitalien an derselben Stelle haben".
    Klar, sie werden im Kontext lediglich binär wahrgenommen, und dann passt das wieder ins Weltbild vieler.
    Aber schauen wir doch mal, welches Brett vor dem Kopf manche Zuschauer haben:
    Kirk küsst dunkelhäutige Uhura --> pfui, geht gar nicht.
    Kirk küsst außerirdische grüne Orionerin --> ach, das geht klar und unterstreicht Kirk's Ruf als Womanizer.
    Natürlich protestieren die (rassistischen) Zuschauer
    nicht, da die Schauspielerin unter der grünen Farbe weiß ist.
    Übertragen wir das doch mal auf die Realität:
    Sex mit einer anderen Spezies (binär hin oder her)
    würde als Sodomie abgetan.
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#6 BjörnAnonym
  • 18.03.2022, 08:45h
  • Antwort auf #1 von Bi Aktivist
  • "BiErasure" - ernsthaft? Einerseits soll es egal sein auf wen man steht, Menschen sollen nicht and ihr Geschlecht oder Orientierung reduziert werden, und anderseits liefern sich queere Untergruppen kleine Opferscharmützel?
    So kann man auch zeigen die privilegiert man ist: so ein Problem muss man sich auch leisten können.
    Komm klar.
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