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Erzbistum Köln
Woelki bietet Rücktritt an
Jetzt also doch: Der wegen seiner mangelnden Aufklärung von Missbrauchsskandalen viel kritisierte homophobe Erzbischof von Köln will sein Amt aufgeben. Der Papst muss noch zustimmen.

Laut Umfragen werden die meisten Menschen in Köln glücklich über den Rücktritt des ungeliebten Erzbischofs sein (Bild: Bilddatenbank Erzbistum Köln)
- 2. März 2022, 10:06h 2 Min.
Kardinal Rainer Maria Woelki hat dem Papst nach Angaben des Erzbistums Köln seinen Amtsverzicht angeboten. Der Papst werde zu gegebener Zeit darüber entscheiden, teilte das Erzbistum Köln am Mittwochvormittag mit. In einem Brief erklärte der 65-Jährige, er habe Papst Franziskus sein "Amt als Erzbischof von Köln zur Verfügung gestellt, so dass auch er frei ist, zu entscheiden, was dem Wohl der Kirche von Köln am meisten dient". In dem Brief gab Woelki auch zu, dass viele im Erzbistum ihm "Misstrauen bis hin zur Ablehnung" entgegenbrächten.
/ Erzbistum_Koeln+++ Kardinal Woelki zurück im Dienst +++
Erzbistum Köln (@Erzbistum_Koeln) March 2, 2022
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In einem Brief wendet sich Kardinal Woelki an die Gläubigen des Erzbistums:
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Bild: Vatican Media/Romano Siciliani/KNA#erzbk #Woelki pic.twitter.com/FTz2eJvDJd
Woelki kehrte erst am Dienstag nach einer vom Vatikan angeordneten fünfmonatigen Auszeit in sein Bischofsamt zurück. Zuvor hatte seine mangelnde Aufklärungsbereitschaft bei Fällen sexueller Übergriffe auf Kinder in der Kirche eine Austrittswelle ausgelöst. So verdoppelten sich 2021 die Kirchenaustritte in Köln. Laut einer Umfrage des "Kölner Stadtanzeigers" (Bezahlartikel) forderten 92 Prozent der Katholik*innen im Erzbistum, dass Woelki zurücktreten solle.
Woelki für Segnungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung
Kritisiert worden war auch die extrem homophobe Haltung Woelkis. Letztes Jahr sorgte er für Empörung, als er sich bei der Frage des Segnungsverbots für gleichgeschlechtliche Paare gegen die meisten anderen deutschen Bischöfe stellte: Er lobte mehrfach ausdrücklich ein entsprechendes Verbot aus dem Vatikan. In der gegen Schwule und Lesben gerichteten Haltung des Vatikans sehe er "eine Stärkung des katholischen Ehe- und Familienverständnisses", so Woelki in einem Interview (queer.de berichtete).
Der Papst muss nun entscheiden, ob er den Rücktritt annimmt oder nicht. Laut dem Kölner Erzbistum werden Franziskus "zu gegebener Zeit" darüber entscheiden. Weiter habe der Papst angeordnet, dass Woelki bis zur Entscheidung seinen Dienst wiederaufnehmen sollte.
Einen angebotenen Rücktritt des Münchner Erzbischofs Reinhard Marx wegen der Missbrauchsaffäre hatte Franziskus im Mai 2021 noch abgelehnt. Allerdings hatte Marx damals weit weniger in der öffentlichen Kritik gestanden als Woelki heute. (dk)
















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Tja - aus Versehen wenigstens einmal was richtig gemacht.