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Staatstransphobie

Behörden in Texas gehen gegen Familien von trans Jugendlichen vor

Eine Mutter könnte ihren Job im öffentlichen Dienst verlieren, weil sie ihre 16-jährige trans Tochter unterstützt.


Der texanische Gouverneur Greg Abbott hat eine Direktive erlassen, um die Familien von trans Kindern verfolgen lassen zu können (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Nach der umstrittenen Einstufung von geschlechtsanpassenden Behandlungen bei Kindern als "Kindesmisshandlung" im US-Bundesstaat Texas haben die Behörden begonnen, gegen betroffene Eltern vorzugehen. Wie aus einer am Dienstag öffentlich gewordenen Beschwerde bei Gericht hervorgeht, wurde die Mutter einer trans Jugendlichen von ihrem staatlichen Arbeitgeber, einer Familienbehörde, suspendiert. Außerdem prüfe das Jugendamt, ob die 16-jährige Tochter sich "derzeit von einem Jungen in ein Mädchen umwandelt".

Unterstützt von der mächtigen Bürgerrechtsorganisation ACLU geht die Familie nun juristisch gegen die Untersuchung vor. Darüber hinaus will sie erreichen, dass die Direktive des texanischen Gouverneurs Greg Abbott, mit der er am 22. Februar Geschlechtsanpassungen bei Kindern als "Kindesmisshandlung" einstufte, für ungültig erklärt wird. Zur Begründung hatte der Republikaner auf geschlechtsanpassende Behandlungen verwiesen, die Sterilisation und Brustamputationen umfassten, sowie auf Medikamente zum Abbremsen der Pubertät.

In ihrer Beschwerde legte die betroffene Familie dar, sie leide unter "Angst und Sorgen" wegen Abbotts Anordnung. Die Tochter sei "traumatisiert" angesichts der Aussicht, dass sie "Zugang zu medizinischer Behandlung verlieren könnte, die es ihr ermöglicht hat, gut zurechtzukommen". Die Jugendliche fürchte außerdem, von ihrer Familie getrennt zu werden.

"Keine Familie sollte Angst haben, weil sie ihr trans Kind unterstützt", erklärte Adri Pérez von der ACLU Texas. Das vom Gouverneur durchgesetzte texanische Recht nehme auf das Wohlergehen einer Familie keine Rücksicht, sondern sei nur ein politischer Angriff auf trans Menschen.

Der Umgang mit minderjährigen trans Menschen oder auch die Frage, welche öffentlichen Toiletten für welches Geschlecht Transgender benutzen dürfen, sind in den USA hochumstritten. Viele konservative Bundesstaaten haben restriktive Regelungen auf den Weg gebracht. Die republikanische Partei sieht laut Beobachter*innen in der Ablehnung von trans Menschen die Möglichkeit, konservative Wähler*innen zurückzugewinnen (queer.de berichtete). (AFP/cw)



#1 PeerAnonym
  • 02.03.2022, 12:30h
  • 1. Die Diskriminierung von Transmenschen ist unmenschlich.

    2. Das verstößt gegen die US-Verfassung.

    3. Angehörige auch mit zu bestrafen ist Sippenhaft.

    Das ist auf so vielen Ebenen undemokratisch, unmenschlich und verlogen... Es wird Zeit, dass das US-weit verhindert wird.
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#2 TrekieAnonym
  • 02.03.2022, 15:04h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Die Vereinigten Staaten sind in ihrer ganzen Geschichte nie wirklich eine echte Demokratie gewesen.
    Und die Republikaner arbeiten auch hart dagegen an das es jemals eine wird indem zum Beispiel noch laaaaange nicht jede*r wählen darf.
    Ein Ausschlusskriterium da ist z.b. Hautfarbe...
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#3 Lucas3898Anonym
#4 BaerchenProfil
#5 Hirn vom HimmelAnonym
  • 02.03.2022, 23:29h
  • Antwort auf #3 von Lucas3898
  • Deine salopp rausgehauene Meinung zeugt von kompletter Unwissenheit bezüglich USA und fußt im deutschen Sozialnetz.

    Wer umziehen weil, muss seinen Job kündigen. Wer das tut, verliert seine Krankenversicherung, ohne die in diesem Fall die Tochter ohne ärztliche Versorgung dasteht. Und selbst wenn ein neuer Job mit Versicherung da ist, gilt die Versorgung der Tochter vermutlich als Vorerkrankung, die nicht mitversichert ist.
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#6 ColonelAnonym
  • 02.03.2022, 23:46h
  • Antwort auf #3 von Lucas3898
  • Was denn nun von beidem? Wenn der Bundesstaat (nicht Bundesland) gewechselt wird, ist die Klage ja offensichtlich hinfällig, da kein Klagegrund mehr besteht. Man ist dann ja nicht länger texanischem State Law unterworfen.
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#7 Lucas3898Anonym
  • 03.03.2022, 01:52h
  • Antwort auf #6 von Colonel
  • Die Diskriminierung ist aber schon durch die Kündigung erfolgt.
    Da kann dann entsprechend Schadenersatz verlangt werden, was bei den Summen in den USA dann auch die Umzugskosten usw. decken sollt.

    Zu dem anderen Post davor:
    Es geht ja gerade darum, dass die Mutter ihren Job aufgrund der Diskriminierung verloren hat und die Tochter nicht mehr von Ärzten behandelt werden darf.

    "Zu den jetzt in Texas verbotenen medizinischen Maßnahmen gehören die Gabe von Hormonen sowie geschlechtsangleichende Operationen."

    www.queer.de/detail.php?article_id=41268
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