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Unbürokratische Hilfe

Queere Linke fordern von Lehmann Geld statt Worte

Sven Lehmann zeigte sich besorgt um queere Ukrainer*innen, die im Land bleiben oder fliehen. Die LGBTI-Parteigliederung der Linken sagt: Dann gib auch Geld zur Unterstützung!


Hilfe für die Helfer*innen zwischen der ukrainischen Grenze und Deutschland fordern die queeren Linken (Bild: Mirek Pruchnicki / flickr)

Der Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, hat sich wegen der Lage der LGBTI-Community der Ukraine besorgt gezeigt, von einer massiven Bedrohung für die dortige Community gesprochen und Flüchtenden Unterstützung zugesagt (queer.de berichtete).

Das Besorgnis allerdings reicht den Aktiven von Die Linke.queer, der LGBTI-Parteigliederung, nicht. In einer Erklärung kritisierten die Bundessprecher*innen Luca Renner und Frank Laubenburg, dass den Worten auch Taten folgen müssten.

Und mit Taten meinen sie Geld, unter anderem für die queeren Initaitiven, die schon jetzt zwischen ukrainischer Grenze und Deutschland hin und her pendeln, mit Hilfsgütern auf dem Hin- und Menschen auf dem Rückweg.

Pendeln mit Bundesmitteln

Notwendig sei, so die Sprecher*innen in einer Erklärung, dass "die Bundesregierung unverzüglich ausreichende finanzielle Mittel an queere Initiativen in der Bundesrepublik zur Verfügung stellt, um die Abholung von LGBTIQ-Flüchtlingen aus Auffanglagern in queerfeindlichen Staaten wie Polen, Ungarn und Rumänien zu ermöglichen".

Die Privatinitiativen, die sich gleich nach Ausbruch des Krieges organisiert haben, würden angesichts des Ausmaßes der Fluchtbewegung sonst "schnell personell und finanziell überfordert".

Some pics from this morning from our first aid convoy to a queer shelter in Ukraine where especially trans and gay...

Posted by Aktionsbündnis gegen Homophobie on Tuesday, March 1, 2022
Facebook / Aktionsbündnis gegen Homophobie | Die privaten Spenden an das deutsche Aktionsbündnis "Queere Nothilfe Ukraine" zeigen erste Wirkung
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Die queeren Linken erinnern auch daran, dass aus dem vom Queerbeauftragten Lehmann früher geforderten queeren Rettungsschirm für LGBTI-Initiativen in der Corona-Pandemie bis heute nichts geworden sei.

Auch deshalb würden die Vereine, Organisationen und Initiativen finanziell sowie personell "mit dem Rücken zur Wand" stehen. Sie sollten also nicht erst um Geld betteln müssen, das sie dann in die unbürokratische Unterstützung der Flüchtenden von unten investieren.

Ausreise und sichere Unterbringung queerer Flüchtlinge

Die Bundesregierung müsse zudem Einfluss auf die ukrainische Regierung nehmen, was die gegenwärtige Grenzpolitik des Landes angeht. Die Generalmobilmachung dürfe nicht länger dazu führen, dass "männlich gelesene Menschen an der Flucht aus der Ukraine gehindert werden".

Verschiedene Quellen hatten darüber berichtet, dass auch trans- und intergeschlechtliche Frauen und andere transgeschlechtliche Personen mit einem offiziellen "m" in den Unterlagen von ukrainischen Offiziellen an der Ausreise gehindert worden waren. Queere Männer seien darüber hinaus im Armee-Alltag, noch schlimmer jedoch im Falle einer Gefangennahme durch die russischen Truppen besonders gefährdet (queer.de berichtete).

Auch was die Unterbringungsmöglichkeiten queerer Ukrainer*innen in Deutschland angeht, forden die queeren Linken nicht nur warme Worte, sondern Geld. Die spezifischen Unterkünfte seien ausgelastet, wenn überhaupt vorhanden.

Twitter / dielinke_queer
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Man müsse darum Hotelkapazitäten in den Metropolen anmieten, damit die LGBTI-Flüchtlinge hier – und nicht in Sammelunterkünften – sicher untergebracht werden könnten. Weil Länder und Kommunen dazu finanziell oft nicht in der Lage seien, müsse der Bund ran. (jk)



#1 KaiJAnonym
#2 TrekieAnonym
  • 02.03.2022, 12:58h
  • Im Prinzip klingt das recht vernünftig - ist nur leider eine völlig entwertete Aussage wenn sie von der sogenannten Linken kommt.
    Das ist ne Partei die sich noch nicht entschieden kann, ob sie nun weiter für das russische "Demokratie"-Modell steht, oder doch lieber ganz offiziell richtig rechts ist.
    Werdet erstmal Wagenknecht und co los bevor ihr so rumtöhnt!
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#3 TechnikerAnonym
  • 02.03.2022, 13:07h
  • Die sollen ganz schön ruhig sein und sich überlegen, ob sie noch länger in einer Partei bleiben wollen, die einen Kriegsverbrecher und notorisch Homophoben aufs Widerlichste unterstützt und ihm mehrheitlich immer noch die Füße küsst!

    Am Montag hat ein Sympath namens Alexander Neu, glücklicherweise nur noch ein Ex-Bundestagsabgeordneter der DKP, aufs Ekligste und Verlogenste im Deutschlandfunk den Putin-Versteher gegeben - man hört zu und traut seinen Ohren nicht!

    www.deutschlandfunk.de/krieg-um-die-ukraine-droht-jetzt-ein-
    flaechenbrand-dlf-6ff04854-100.html


    Also, liebe queere Linke: Wenn Ihr was tun wollt, macht Euren Putin-Verstehern endlich Beine! Ohne den Kriegsverbrecher müßtet Ihr nicht nach Schutz für queere Ukrainer rufen!
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#4 KopfschüttelAnonym
#5 LorenProfil
#6 TechnikerAnonym
  • 02.03.2022, 13:33h
  • Antwort auf #5 von Loren
  • "Die Linke.queer nicht, wie man hier lesen kann (der Text ist von 2020):"

    Alles schön und gut, Loren. Aber der Fisch stinkt vom Kopfe her. Und die Putin-Versteherei großer Teile der Linken ist mehr als bekannt. Da ist man dann einfach in der falschen Partei...

    Nebenbei: Die andere, die dem Kriegsverbrecher mit Anlauf in den Allerwertesten kriecht, ist die Allianz faschistischer Deppen.

    Ein weiterer Grund sich zu fragen, ob man in der richtigen Partei ist...
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#7 pariah girlAnonym
  • 02.03.2022, 13:45h
  • Die ehemalige Queerbeauftragte der Linken, Doris Achelwilm, hat ausgezeichnete Arbeit geleistet und hatte mindestens eine sehr versierte trans Person in ihrem Team.

    Was nichts daran ändert, daß die Partei Die Linke da berechtigtermaßen ein großes Glaubwürdigkeitsproblem hat und vor allem die Wagenknecht-Problematik auflösen muß, bevor sich das ändern kann.

    Ein völlig anderes Problem: mir graut davor, was trans Frauen aus der Ukraine in Deutschland bevorstünde, sollte (!) auch nur eine einzige da herausgeholt werden. Angesichts dessen, daß ein Selbstbestimmungsgesetz jetzt in Deutschland vom Tisch ist - oder glaubt daran noch irgendwer? - und die trans Hasser jetzt erst richtig loslegen: ihre Stunde ist gekommen.

    Nicht etwa, daß sie nicht vor Putins Krieg schon die Oberhand hatten.

    Was hätten denn trans Frauen aus der Ukraine davon, behandelt zu werden wie Ella Nik Bayan?
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#8 LorenProfil
  • 02.03.2022, 13:55hGreifswald
  • Antwort auf #6 von Techniker
  • Beide Parteien sind außerhalb meines persönlichen Wahlhorizonts. Zur Fairness gehört für mich aber auch, nicht diejenigen anzugreifen, die sich bereits in der Vergangenheit klar und deutlich von Putin und seinen Schergen distanziert haben.

    Vorzuwerfen wäre ihnen, dies nicht vernehmbarer gemacht zu haben und im Zweifelsfall nicht diese Partei verlassen zu haben, meine ich. Aber wie bereits geschrieben: Ich bin kein Parteigänger und muss daher keine vielleicht psychologisch erklärbaren Kapriolen machen.
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#9 Frank LaubenburgAnonym
#10 FensterrahmenAnonym
  • 02.03.2022, 14:49h
  • Abgesehen davon das der Vorschlag von der Linken kommt sehe ich noch ein Problem...
    Wenn die ukrainische Regierung Transfrauen und Gays aureisen läst aufgrund ihrer Sexualität dann brauchen die sich in ihrem Heimatland, egal wie der krieg ausgeht, nicht meh blicken zu lassen und hätten es auch in Unterkünften mit ihren Landleuten nicht einfach. So nach dem Motto:
    Warum seit Ihr hier und der 2 - fache Familienvater
    kämpft für die Heimat...

    Ist alles eine scheiß Situation
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