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Vorschlag

Köln soll einen Dirk-Bach-Platz erhalten

Nach dem Willen von Szeneorganisationen soll unmittelbar neben dem Schauspielhaus ein Areal in Dirk-Bach-Platz umbenannt werden. Der zuständige Bezirksbürgermeister unterstützt das Vorhaben.


Dirk Bach (1961-2012) gehörte zu den ganz großen Kölnern (Bild: RTL)

Rund zehn Jahre nach dem Tod von Dirk Bach haben die Aidshilfe Köln und das Centrum Schwule Geschichte nach einem Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" vom Freitag (Bezahlartikel) beantragt, dass ein zentral gelegener Platz in der Domstadt nach dem Entertainer benannt werden soll. Dabei handelt es sich um ein Areal, das sich nahe dem Schauspielhaus hinter dem Offenbachplatz befindet. Es hat bislang noch keinen Namen und wird daher von Anwohnenden als "Kleiner Offenbachplatz" bezeichnet.

Andreas Hupke, der Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Köln-Innenstadt, hat bereits seine Unterstützung für den Dirk-Bach-Platz angekündigt: "Dirk Bach war ein außergewöhnlicher, ein hervorragender Schauspieler. Und nicht nur das: Er war politisch, gesellschaftlich und sozial engagiert. Er hatte ein riesengroßes Herz", erklärte der Grünenpolitiker. Er gehe davon aus, dass es für den Vorschlag eine breite Mehrheit geben werde. In der Bezirksvertretung stellt seine Partei acht der 19 Abgeordneten.

Dirk Bach, der jetzt 60 Jahre alt wäre, war am 1. Oktober 2012 an Herzversagen gestorben (queer.de berichtete). Der im Norden Kölns aufgewachsene Künstler hatte seinen Durchbruch in Walter Bockmayers eigenwilliger Inszenierung des Theaterstücks "Geierwally". Einem größeren Publikum wurde er schließlich 1992 mit der 30-teiligen RTL-Sketchsendung "Dirk Bach Show" bekannt, danach war er in der deutschen Comedyszene integriert. Das größte Publikum erreichte Bach ab 2004 als Co-Moderator von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Neben Sonja Zietlow führte er sechs Staffeln lang durch die Show.

Aus seiner Homosexualität machte Bach nie ein Geheimnis. Er heiratete 1999 seinen Lebenspartner Thomas in Key West – freilich war dies damals in einer Zeit der Rechtlosigkeit von Schwulen und Lesben nur eine symbolische Zeremonie. Der Künstler unterstützte stets LGBTI-Rechte und engagierte sich auch im Kampf gegen HIV mit vielen kreativen Projekten – etwa der Benefizkonzertreihe "Cover Me". (dk)



#1 StaffelbergblickAnonym
#2 AmadeaAnonym
  • 04.03.2022, 19:56h
  • solange in DE noch 85 Prozent der Straßen und Plätze nach weißen Männern benannt sind, muss der Frauenförderung absoluten Vorrang eingeräumt werden. Für die Benennung des Platzes gibt es zahlreiche quere Frauen oder auch weibliche Opfer von rechtsextremen Anschlägen, die ein Gedenken verdient haben.
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#3 NickltonAnonym
  • 04.03.2022, 21:01h
  • Antwort auf #2 von Amadea
  • Weiße Hereromänner meinst du. Zumindest als hetero bekannte.
    Ob der Anteil schwuler Männer nach denen Straßen und Plätze benannt werden jetzt höher ist als der lesbischer Frauen, ist dann die Frage.

    Aber mal ehrlich, anstatt es gut zu finden das ein Platz überhaupt nach einer queeren Person benannt wird, meckerst du und ziehst es damit ins negative.
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#4 nikiAnonym
  • 04.03.2022, 21:56h
  • Antwort auf #2 von Amadea
  • Jain....Frauen immer vorne?
    bin selbst eine.....das geht schlicht nicht,
    jedenfalls dann nicht, wenn jemand wie Dirk Bach dann hinten herunter fällt.
    darum sorry, gibt es nur ein JAIN....weil JA. sonst hast du natürlich Recht.
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#5 dufteAnonym
#6 HugogeraldAnonym
  • 05.03.2022, 09:44h
  • Antwort auf #2 von Amadea
  • Ihr unterliegt hier einem weit verbreitetem Denkfehler.
    Die Menschen, vor allem die Jüngeren können nichts für die Vergangenheit!
    Wir können es nur in der Gegenwart anders machen.
    Also in diesem Jahr darauf achten, dass keine Gruppe übervorteilt wird.
    Dann können wir am Jahresende sagen, dass in Deutschland gleich viele Plätze nach Männern und Frauen benannt wurden.
    Wichtig ist es auch auf den Gesamtanteil der jeweiligen Gruppe an der Gesamtbevölkerung zu schauen, damit nicht wieder irgendeine Gruppe bevorzugt wird.
    Sonst wird in der Zukunft beim Zurückschauen wieder gemeckert.
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#7 ClaudiaAnonym