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Diskriminierung
Schweiz: Arzt will schwulen Russen nicht behandeln
Ein Arzt in Zürich weigert sich, einen schwulen HIV-Positiven weiter zu behandeln. Der Grund: Der Patient besitzt einen russischen Pass. Von seinem Arbeitgeber, einer Privatklinik, erhält der diskriminierende Arzt Unterstützung.

Eine Privatklinik in der Schweiz nimmt Russinnen und Russen in Sippenhaft – selbst jene, die vom Putin-Regime verfolgt werden (Bild: Adrian Michael / wikipedia)
- 7. März 2022, 09:50h 2 Min.
In der Schweiz sorgt ein Fall von Diskriminierung aufgrund der Nationalität für Aufsehen: Ein Infektiologe der Zürcher Klinik Hirslanden weigert sich laut dem Boulevardblatt "Blick", den HIV-positiven Andrei P. zu behandeln. Der schwule Russe kommt seit fünf Jahren in die Schweiz, da in seiner Heimat Moskau eine moderne HIV-Behandlung nicht möglich sei.
Der Arzt teilte Andrei P. demnach mit, dass er ihm wegen seiner Nationalität zum letzten Mal ein Rezept ausstellen würde. Danach müsse er sich an einen anderen Arzt oder eine andere Ärztin wenden.
Privatklinik unterstützt diskriminierenden Arzt
Die Privatklinik hat dabei offenbar keine Probleme mit der Diskriminierung aufgrund der Nationalität: "Unser geschätzter Partnerarzt hat sich aus persönlichen Gründen entschieden, während des laufenden Krieges keine in Russland wohnhaften Patientinnen und Patienten zu behandeln, dies gilt unabhängig vom erwähnten Fall", erklärte sie gegenüber "Blick". Allerdings würden Patient*innen in "akuter gesundheitlicher Gefahr" von Ärzt*innen aber "selbstverständlich" behandelt – und zwar "unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Nationalität", behauptete das Krankenhaus.
Die Klinik Hirslanden in Zürich hat es im Ranking World's Best Hospitals 2022 schweizweit auf den 5. Platz geschafft....
Posted by Hirslanden on Saturday, March 5, 2022
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Die Klinik habe laut der Boulevardzeitung aus Zürich "in den vergangenen Jahren alles getan hat, um reiche Russen anzuziehen". Jetzt habe sie aber mitgeteilt: "Die humanitäre Krise in der Ukraine versetzt uns in die schwierige Lage, zwischen sanktionierten Personen und russischen Patientinnen, die wir selbstverständlich in keiner Weise diskriminieren wollen, zu unterscheiden."
Der Fall mutet bizarr an, da ja in Putins Russland auch Homosexuelle mit dem "Homo-Propaganda"-Gesetz verfolgt und auch HIV-Positive ausgegrenzt werden. Das Magazin Nau.ch erklärte etwa, dass "Schwule, die an einer HIV-Infektion leiden, wohl eher nicht zu den typischen Putin-Unterstützern gehören". (dk)















Ich verstehe diesen antislawischen Rassismus, der sich bei manchen (vielen?) Bahn schlägt, einfach nicht. Viele Russ:innen werden in Russland selbst bei Anti-Kriegs-Demonstrationen festgenommen ud können bis zu 15 Jahre hinter Gitter kommen, viele Petersburger:innen fliehen per Zug nach Helsinki und viele Russ:innen (unter)schreiben und veröffentlichen Solidaritätsbriefe mit der Ukraine in Russland.
Man sollte nie die Menschen mit der Regierung, die diese Verbrechen begeht, über einen Kamm scheren und vor allem nicht die Behandlung von im Lande marginalisierter Gruppen deshalb einstellen wollen, um Putin den "doigt d'honneur" symbolisch zeigen zu wollen.