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Hass

J.K. Rowling teilt erneut gegen trans Menschen aus

Joanne K. Rowling hat sich einmal mehr kontrovers über das Thema Transidentität geäußert. In einem Tweet setzte sie trans Frauen indirekt mit männlichen Sexualstraftätern gleich. Nicht der erste Skandal um die "Harry Potter"-Autorin.


J.K. Rowling provoziert seit Jahren mit transphoben Äußerungen (Bild: Daniel Ogren / flickr)

Die in der schottischen Landeshauptstadt Edinburgh lebende 56-jährige britische Schriftstellerin Joanne K. Rowling polarisiert erneut mit einem Tweet über Transsexualität. Via Twitter äußerte die "Harry Potter"-Autorin am Samstagabend zunächst Zustimmung für die Journalistin Susan Dalgety, die ein geplantes schottisches Gesetz über Geschlechts­angleichungen kritisierte.

Der Hintergrund: Die LGBTI-freundliche Landesregierungschefin Nicola Sturgeon hatte im schottischen Parlament die Gender Recognition Reform Bill eingebracht. Sie soll in der halbautonomen Provinz den in ganz Großbritannien geltenden Gender Recognition Act von 2004 ergänzen. Das Gesetz soll trans Personen eine Geschlechts­anpassung erleichtern. So sollen medizinische und psychiatrische Gutachten wegfallen. Ähnliches plant auch die deutsche Bundes­regierung mit dem Selbst­bestimmungs­gesetz (queer.de berichtete).

/ NicolaSturgeon | Regierungschefin Nicola Sturgeon hat bereits 2019 mehr Selbst­bestimmung für trans Menschen versprochen
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Die von J.K. Rowling unterstützte Journalistin Dalgety befürchtete in einem Meinungsartikel in "The Scotsman", dass "gewalttätige, missbrauchende Männer" die Gesetzesänderung "ausnützen werden". Mit den Männern meint sie auch den "Pädophilen", der ihre "Seele gestohlen" habe.

Rowling teilt umstrittenen Artikel

Rowling retweetete den Artikel und bezog ihn auf eine Aussage der Sozialministerin Shona Robison. Die Politikerin von Sturgeons proeuropäischer Separatistenpartei SNP hatte im Parlament versucht, Ängste wie die von Dalgety zu entkräften. Es gebe keine Beweise dafür, dass kriminelle Männer jemals vorgegeben hätten, eine Frau zu sein, um andere Frauen sexuell zu missbrauchen.

"Die bisher erschütterndste, aufrichtigste und mutigste Antwort auf die erstaunliche Behauptung von Shona Robison", schrieb Rowling zu dem Retweet. Als ebenfalls missbrauchte Frau schicke sie Grüße an die Journalistin.


Die Schriftstellerin präzisierte in einem zweiten Tweet ihr Anliegen. "Das Gesetz wird den schwächsten Frauen in der Gesellschaft schaden: denjenigen, die nach männlicher Gewalt Hilfe suchen, und den inhaftierten Frauen", schrieb Rowling. "Statistiken zeigen, dass inhaftierte Frauen bereits weitaus häufiger missbraucht worden sind".


Der Verweis auf inhaftierte Frauen erklärt sich durch eine frühe Stellungnahme Rowlings. Sie hatte kritisiert, dass es in Schottland künftig Sexualstraftäter*innen überlassen wird, mit welchem Geschlecht sie sich identifizieren. So könnten "biologische Männer", die Frauen vergewaltigt haben, in Frauengefängnisse kommen. Laut Trans-Aktivist*innen handle es sich dabei um Panikmache, um trans Menschen pauschal als Sexualstraftäter*innen darzustellen. Die gleiche Taktik sei bei homosexuellen Männern verwendet worden, die in der Vergangenheit pauschal als Kinderschänder verunglimpft worden seien – und von radikalen Teilen der Gesellschaft, etwa der AfD oder vom Frauenmagazin "Emma", bis heute verunglimpft werden.

Rowlings neuerliche Statement stieß bei Twitter auf Kritik. Nicht zum ersten Mal erntet die Schriftstellerin für transphobe Aussagen einen Shitstorm. "Harry Potter"-Stars wie Daniel Radcliffe (32) und Emma Watson (31) haben sich deshalb öffentlich von ihr distanziert. Trans Aktivist*innen bezeichnen sie als TERF (Trans-Exclusionary Radical Feminism) – also als Feministin, die transsexuelle Frauen nicht anerkennt. (spot/cw)

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-w-

#1 NikiAnonym
  • 07.03.2022, 14:40h
  • Ich nehme diese Frau einfach nicht mehr ernst.
    Sie mag eine teilweise gute Schriftstellerin sein, aber das war es auch.
    Bildung scheint kein Ding zu sein.
    leider hält sie ihr Klappe nicht.
    ich würde meine jetzigen Kinder schon wegen ihrem gehabe die Potter-Bücher nicht mehr lesen lassen. Auch da gibt es hinreichend bessere Literatur im gleichen Genre. Sie ist einfach über.
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#2 LothiAnonym
  • 07.03.2022, 15:17h
  • Bitte nicht schon wieder. Reichtum scheint bei manchen regelrecht über den Kopf zu wachsen.
    Ach wie gut, dass ich von Beginn an ihre Bücher nicht gekauft habe.
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#3 Vater2Anonym
  • 07.03.2022, 15:41h
  • Antwort auf #1 von Niki
  • Hast du Harry Potter jemals vollständig gelesen? Die Bücher sind großartig und in ihrer Gesamtheit einfach einzigartig. Da gibt es gar kein wenn und aber...
    Ich kenne die gesamte Reihe ziemlich gut und muss sagen, dass hier ein wirklich großartiger Kosmos geschaffen wurde, der seinesgleichen sucht .

    Dass diese Frau privat jedoch einen absoluten Sprung in der Schüssel hat steht auf einem völlig anderen Blatt. Mich würde aus rein wissenschaftlichen Gründen zu interessieren was bei dir falsch gelaufen ist. Irgendwie scheint sie eine Vorstellung zu haben, dass die bösen gewalttätigen Männer sich ihre Schniedel abschneiden lassen um dann als Frauen getarnt andere Frauen zu vergewaltigen oder so ähnlich...

    Enthielten die Harry Potter Bücher homo- oder transfeindliche Inhalte so würde ich sie selber jederzeit sofort auf den Index setzen Punkt das ist aber nicht der Fall.
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