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Österreich

Vienna Pride fordert: "Make love, not war!"

Das Motto des CSD Wien widmet sich dieses Jahr dem Krieg in der Ukraine.


In diesem Jahr soll der Wiener CSD ein Zeichen an Russland senden (Bild: Facebook / Vienna Pride)
  • 8. März 2022, 14:08h - 2 Min.

Der Vienna Pride will angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine dieses Jahr ein Zeichen gegen Hass und Gewalt setzen. Daher laute das diesjährige Motto "Pride against hate – make love, not war!", gaben die Veranstalter*­innen am Montag bekannt. "In der Ukraine geht es um Menschenleben, um Europas Werte und unser aller Zukunft, erklärte Organisatorin Katharina Kacerovsky-Strobl. "Wir rechnen damit, dass heuer noch mehr als die 180.000 Menschen teilnehmen werden, die schon 2021 für ein vernünftiges Miteinander und eine Welt, in der wir leben wollen, auf die Straße gegangen sind."

Ann-Sophie Otte, Chefin der Homo­sexuellen Initiative (HOSI) Wien, ergänzte: "Putins Krieg gegen eine freie, demokratische Ukraine folgt völlig logisch seinem Kampf gegen Freiheit und Demokratie in Russland. Zur Ablenkung machte er seit Jahren Sündenbockpolitik gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, transgender, inter­geschlechtliche und queere (LGBTIQ-)Menschen." Sie erinnerte daran, dass die HOSI Wien bereits in der CSD-Saison 2014 – nach der nationalen Einführung des "Homo-Propaganda-Gesetzes" in Russland – einen Demoaufruf veröffentlicht hatte, in dem es hieß: "Putin ist kein lupenreiner Demokrat, sondern ein lupenreiner Diktator und Kriegstreiber."

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"Wer Hass sät, belässt es nicht bei Worten"

Otte erklärte weiter: "Wer Sündenbockpolitik macht und Hass sät, belässt es nicht bei Worten. Letztlich gibt es nur Respekt vor den Mitmenschen oder Hass und Gewalt. Umso wichtiger wird die heurige Regenbogenparade am 11. Juni, die als größte Demonstration Österreichs für alles steht, was Putin hasst: Vielfalt, Respekt und Menschenrechte."

In Wien wird der diesjährige Pride wieder mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen stattfinden. Nur das Pride Village, die viertägige LGBTIQ-Zeltstadt auf dem Rathausplatz, legt 2022 angesichts der Corona-Krise noch eine Pause ein. Die dafür nötigen Kooperations-Verträge hätten bereits vor Wochen unterschrieben werden müssen – doch zu diesem Zeitpunkt habe es noch keine Planungssicherheit mit Blick auf die Auflagen für Veranstaltungen gegeben. Inzwischen hat Österreich praktisch alle Corona-Auflagen abgeschafft, obgleich die Sieben-Tage-Inzidenz in der Alpenrepublik mit 2.500 doppelt so hoch liegt wie in Deutschland.

Zwischen 1. und 12. Juni sind mehrere Veranstaltungen geplant, darunter der Pride Beach Day in der Innenstadt am 4. Juni, die Laufveranstaltung Pride Run Vienna am 10. Juni in der Prater Hauptallee und die Regenbogenparade, also die große CSD-Demo, am 11. Juni. (cw)

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